„Pastoraler Weg“

Pfarrgemeinden vor Zusammenschluss

Der neue Pfarrgemeinderat: Vorsitzender Dr. Peter Kwasniok und dessen Stellvertreter Professor Dr. Eberhard Hildt sowie Pascal Czok, Jochen Friedrich, Gigi Geissel, Reiner Gündling, Mark Niedziella, Stephan Sassen, Gertrude Sietzy, Jan Kugler, Julius Vollmöller sowie kraft Amtes Pfarrer Martin Weber, Michaele Althapp und Oliver Schäfer.
+
Der neue Pfarrgemeinderat: Vorsitzender Dr. Peter Kwasniok und dessen Stellvertreter Professor Dr. Eberhard Hildt sowie Pascal Czok, Jochen Friedrich, Gigi Geissel, Reiner Gündling, Mark Niedziella, Stephan Sassen, Gertrude Sietzy, Jan Kugler, Julius Vollmöller sowie kraft Amtes Pfarrer Martin Weber, Michaele Althapp und Oliver Schäfer. 

Aus den 13 Gemeinden des Dekanats Rodgau sollen nur noch zwei oder drei Gemeinden werden. Darüber berät ein Dekanatsprojektteam.

Heusenstamm – Es sind ungewöhnliche Aufgaben, die auf die Mitglieder des gerade gewählten Pfarrgemeinderats (PGR) in der katholischen Pfarrgruppe zukommen. Es wird um den „Pastoralen Weg“ gehen.  Bistumsweit wird mit diesem Begriff das Aufeinander-Zugehen der Pfarreien gefördert, was allein aus personellen Gründen in den nächsten Jahren verwirklicht werden soll. Jetzt kam das neue Gremium zu einer öffentlichen Sitzung zusammen.

Aus den 13 Gemeinden des jetzigen Dekanats Rodgau, das von Mühlheim bis Rödermark reicht, sollen nur noch zwei oder drei Gemeinden werden. Darüber berät ein Dekanatsprojektteam, dem auch der Vorstand mit Dekan Willi Gerd Kost aus Dietesheim und dessen Stellvertreter, dem Heusenstammer Pfarrer Martin Weber, sowie Gläubige aus den Pfarreien und verschiedenen Gruppierungen angehören. Aus Heusenstamm sind dies unter anderem Diakon Oliver Schäfer und PGR-Mitglied Pascal Czok.

Erster Vorschläge für die Neuordnung sollen im Sommer vorgestellt werden. Die Heusenstammer Katholiken wollen Kontakt mit den Dietzenbachern aufnehmen, die bislang dem Dekanat Dreieich angehören, berichtete Weber. Eine „alternative Ausdehnung“ liefe Richtung Weiskirchen und Hainhausen, Mühlheim und Obertshausen. Derzeit herrsche „Offenheit bis Ratlosigkeit“, bemerkte Weber. „Es liegt an uns“, betonte er aber auch.

Diakon Oliver Schäfer gab zu bedenken, dass manche Nachbarn territorial näher lägen und per Bus oder Bahn erreichbar seien, was eine Verbindung erleichtere. Es gehe aber auch um Verwaltungsgrößen, funktionierende Formate sollten beibehalten werden. „Das wird eine Herausforderung sein“, schaute er voraus. Die Dekanatsversammlung schicke ihre Ergebnisse nach Mainz, dort wird 2021 entschieden, welche neue Einheiten gebildet werden.

Darin einfließen sollen auch Ergebnisse aus der Befragung der Heusenstammer Katholiken. Sie werden am 11. Februar vorgestellt. „Das ist ein sehr langfristiges Projekt, das uns Arbeitsaufträge gibt“, kündigte Vorsitzender Dr. Peter Kwasniok an.

Im neuen Pfarrgemeinderat hat man sich noch nicht endgültig orientiert. Kwasniok ermutigte die Runde, sich auch in Ausschüssen zu engagieren. Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig, wie die Berichte der Wiedergewählten zeigen. Daher berichteten Mitglieder, die bereits in den vergangenen vier Jahren in dem Gremium mitgearbeitet haben, von ihren bisherigen Aufgaben. So war der Vorsitzende Kwasniok mit Senioren und im internationalen Mittwochstreff tätig. Professor Dr. Eberhard Hildt war im Ökumene-Kreis aktiv. Er regte an, Gesprächskreise zu einzelnen Themen wie dem Pastoralen Weg zu etablieren.

Alexander Paul war Jugendvertreter und begleitete Messdiener, Mark Nidziella gestaltete den Pfarrbrief mit. Reiner Gündling, Hausmeister und selbst ernanntes „Mädchen für alles“ in Rembrücken, organisierte Feste, Jugendvertreter Pascal Czok war in der Öffentlichkeitsarbeit tätig, gestaltete den Internetauftritt und präsentiert Aktivitäten in den Netzwerken des Internets.

„Wir wollen transparenter werden“, lautet ein Ziel des neuen Pfarrgemeinderats für alle Felder, die nun bearbeitet werden sollen. Ökumene, Liturgie, Caritas und die Pressearbeit zählen dazu. Gertrude Sietzy etwa bekundete Interesse an Angeboten für Frauen und am neuen Pastoralen Weg.

VON MICHAEL PROCHNOW

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare