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Gespräch zur Planung für Bürgermeister-Kämmerer-Straße

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Von: Barbara Scholze

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Rund 60 Bürgerinnen und Bürger waren zum Ortstermin gekommen, um sich über die Planung zur Umgestaltung der Bürgermeister-Kämmerer-Straße zu informieren – bis ein Gewitter die Veranstaltung vorzeitig beendete.
Rund 60 Bürgerinnen und Bürger waren zum Ortstermin gekommen, um sich über die Planung zur Umgestaltung der Bürgermeister-Kämmerer-Straße zu informieren – bis ein Gewitter die Veranstaltung vorzeitig beendete. © SCHO

„Anschauen, informieren, diskutieren“, unter diesem Motto hat die Stadt zu einem Beteiligungsprozess eingeladen. Geplant werden soll unter Einbeziehung der Bürger die Umgestaltung der Bürgermeister-Kämmerer-Straße. Bei einem Termin vor Ort konnten sich Anwesende aus dem Quartier und Interessierte ein Bild der aktuellen Situation machen und ihre Meinung zu verschiedenen Planungsvarianten kundtun. Rund 60 Teilnehmer hatten diese Möglichkeit genutzt. Allerdings nur zeitlich begrenzt. Ein Gewitter setzte dem lebhaften Austausch an einer „Beteiligungsstation“ in einem abgesperrten Abschnitt der Straße ein plötzliches Ende.

Heusenstamm - Aktuell sind die Bürgermeister-Kämmerer-Straße und ihre Umgebung durch Planungen einer lange vergangenen Zeit gekennzeichnet: Die Gehwege sind schmal und werden oft noch zusätzlich durch parkende Autos verengt. Schöne Gelegenheiten zum Aufenthalt gibt es wenige. Wie die Stadt zudem mitteilt, sind die Oberflächen der Fahrbahn und der Trottoirs „stark abgenutzt und erneuerungsbedürftig“. Und auch unter der Straße sieht es nicht besser aus. Sind doch die Leitungen zum Teil mehr als 60 Jahre alt und die Kanäle reparaturbedürftig. „Das entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen“, heißt es.

Folglich soll das gesamte Quartier südlich der Frankfurter Straße zwischen Eisenbahnstraße und Bieber erneuert werden. In einem ersten Schritt ist nun die Bürgermeister-Kämmerer-Straße dran. Wie die Planer beim Ortstermin, der seinen Anfang an der Kirche St. Cäcilia genommen hatte, mitteilten, liegen derzeit zwei Varianten für eine Erneuerung vor. Beide sehen ab der Einmündung Pfortenstraße einen verkehrsberuhigten Bereich vor, einmal komplett durchgezogen und einmal nur in einem Teil. Wie Moderator Marius Reinbach vom Projekt „Stadtentwicklung“ der Nassauischen Heimstätte erklärte, bedeutet das jeweils ein Fahrtempo in Schrittgeschwindigkeit sowie Auswirkungen auf das Parkverhalten. „Fahrzeuge dürfen dann nur noch auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden und es entfällt die Möglichkeit, vor der eigenen Hauseinfahrt zu parken“, teilte Reinbach mit. Gekennzeichnet würden die Abstellplätze jeweils mit sogenannten Markierungswürfeln. Aussagen, die erste Bedenken hervorriefen. Zwar parke derzeit „jeder, wie er will“, doch werde es schwierig, wenn künftig Plätze entfielen, meinten einige Anwohner.

Noch nicht festgelegt ist außerdem die zukünftige Richtung der Einbahnstraße. Ebenso geht es um den Straßenbelag, eine Auswahl konnte die Gruppe an der „Beteiligungsstation“ besichtigen. Geplant sind farbliche Abhebungen am Boden und verschiedene Verlegerichtungen der Steine, die Aufmerksamkeit erregen sollen, um in der engen Gasse an ein vorsichtiges Fahren zu mahnen. „Außerdem muss der Belag Müllautos und andere Lkw auf Dauer aushalten“, betonten die Planer. Grundsätzlich soll die Straße künftig in einer Ebene verlaufen, die Gehwege würden entfallen.

An der „Beteiligungsstation“ fanden sich schließlich nicht nur Pläne zum Betrachten und Diskutieren, die Versammelten konnten es sich auch auf Liegestühlen und Hockern bequem machen. Indes sollte das Beisammensein nicht lange andauern, ein Gewitter rückte an, sodass Bürgermeister Steffen Ball die Veranstaltung vorzeitig beendete. Auch weiterhin sollen die Bürger aber an den Planungen beteiligt werden. „Das war heute nur der erste Schritt“, sagte Marius Reinbach. Als nächstes ist eine Online-Befragung geplant. Bis zum Herbst sollen dann finale Pläne vorliegen, die Umbaumaßnahmen der Straße könnten im Frühjahr nächsten Jahres beginnen. (Von Barbara Scholze)

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