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Gespräche über das Pfarrheim?

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Das „neue“ und das alte Pfarrheim sollen abgerissen und durch ein neues sowie Wohnbebauung ersetzt werden.
Das „neue“ und das alte Pfarrheim sollen abgerissen und durch ein neues sowie Wohnbebauung ersetzt werden. © Roß

Heusenstamm - Zwei Jahre ist es her, dass ein Wettbewerb für den Neubau eines Pfarrheims für die Gemeinde St. Cäcilia ausgeschrieben wurde. Von Claudia Bechthold

Nach Prämierung eines Entwurfs und Überarbeitung dieser Planung hat das Stadtparlament einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das Areal aufgestellt. Dieser lag im April und Mai zur Einsicht offen. Nun liegen die Einsprüche dazu vor. Mit Einsprüchen gegen das Bauprojekt Pfarrheim St. Cäcilia war zu rechnen. Wie viele eingegangen sind, konnte Bürgermeister Peter Jakoby allerdings nicht sagen. Zum gesetzlich festgelegten Verfahren der Aufstellung eines Bebauungsplans gehört die Offenlegung und damit die Möglichkeit, Einsprüche zu erheben.

Wie mehrfach berichtet, plant die Pfarrgruppe, das bestehende Pfarrheim neben der Stadtbücherei abzureißen. Hohe Kosten für Energie und notwendige Sanierungsmaßnahmen machten das Gebäude nicht mehr rentabel. Für eine Ersatzbebauung schrieb man einen Architektenwettbewerb aus. Nach der Überarbeitung des Sieger-Entwurfs von Marcus Schmitt sollen nun auf dem Gelände zwei Wohnhäuser mit insgesamt sieben Wohnungen sowie ein kubusartiges Gebäude als neues Pfarrheim errichtet werden. Nicht alle Anwohner sind mit den Plänen glücklich. Gegen die Abriss- und Neubauplanung an sich , aber auch gegen den Entwurf gab es von Anfang an Widerspruch.

Verschiedenen Vorstellungen bei der Gestaltung

Unterschiedliche Vorstellung in Sachen Gestaltung, Bedenken zur Verkehrsführung und zur Bauausführung, das sind Hauptgründe für Einsprüche. Unter anderem geht es um die sehr enge Eckgasse, die künftig zur Erschließung des Pfarrgeländes genutzt werden soll. Was die Bedenken gegen Abriss und Neubau als solches angehe, betont Bürgermeister Peter Jakoby, sei ohnehin klar, dass der Bauträger wegen möglicher Schäden durch diese Arbeiten vor und nach der Bauzeit Gutachten erstellen lassen müsse.

Dennoch möchte der Verwaltungschef das Verfahren vor Beginn der Arbeiten noch einmal „erweitern“. Wir haben in vielen Fällen schon gute Erfahrungen gemacht mit der Beteiligung der Betroffenen“, sagt Jakoby. Und er vermutet, dass der Bebauungsplan, der sich ausschließlich auf dieses Vorhaben bezieht, nicht so ohne Weiteres vom Stadtparlament beschlossen werde: „Das Thema ist zu umfangreich und bedeutet einen gewissen Eingriff in die Altstadt.“ Deshalb möchte er versuchen, Anwohner und Vorhabenträger mit einem Mediator an einen Tisch setzen, um über die Pläne zu reden. „Es ist wichtig, die Menschen einzubinden“, betont er. Und: Er gehe davon aus, dass auch Pfarrer Martin Weber und die Gemeinde diesen Weg mitgehen.

Zirkusshow im Pfarrheim (Archiv)

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