Es gibt immer zwei Varianten

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Nach der gemeinsamen Aufführung in der Aula des Adolf-Reichwein-Gymnasiums durften sich alle Beteiligten verbeugen.

Heusenstamm - Gewalt, Mobbing, Kriminalität, Drogen, aber auch erste zarte Bande: Wenn aus Kindern Jugendliche werden, müssen sie sich oft mit vielen Schwierigkeiten auseinandersetzen. Vor allem aber müssen sie lernen, Gefahren zu erkennen und sich richtig verhalten.

Am Adolf-Reichwein-Gymnasium war zu jetzt die Theatergruppe Requisit aus Hattersheim zu Gast.

In allen siebten Klassen haben die Mitglieder der Theatergruppe um Nora Staeger je ein Theaterprojekt begonnen. Am Ende wurde alles gemeinsam in der Aula aufgeführt. Ziel des Projekts war neben der Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema, die Verbesserung des Gemeinschaftsgefühls in den Klassen sowie die Stärkung der eigenen Wahrnehmung und der sozialen und kommunikativen Kompetenzen der Schüler.

Die einzelnen Klassen hatten zunächst die Aufgabe, sich auf ein Thema zu einigen, über das gearbeitet werden sollte. Eine Klasse beschäftigte sich zum Beispiel mit dem Thema Mobbing, eine andere mit Liebe und Sexualität, eine dritte mit Kriminalität. Zum gewählten Thema wurde zunächst eine Konfliktsituation entwickelt, zu der wiederum mehrere mögliche Ausgänge erarbeitet wurden. Als Beispiel nennt Heiner Wilke-Zimmermann, der eine der Klassen während dieser Woche betreut hat, das Thema „Liebe und Sexualität“. Ein Junge und ein Mädchen kommen sich näher, doch bevor es wirklich ernst wird, verschwindet der Junge kurz. Just da kommt eine Nachricht auf sein Handy, und das Mädchen liest den Text. Dabei muss sie feststellen, sie ist nicht die einzige.

Gebrochenes Vertrauen auf beiden Seiten – wie geht man damit um? Die Theaterleute arbeiten mit dem Schülern immer zwei Varianten aus, wie die Situationen ausgehen könnten. Die Ergebnisse der Arbeit wurden zum Schluss dem gesamten Jahrgang und den Eltern in einer großen Aufführung vorgestellt. So konnten die Eltern Einblicke erhalten in das, was ihre Kinder erarbeitet haben, und wurden ebenfalls für die Themen sensibilisiert. Finanziell unterstützt wurde das Theaterprojekt von der BKK Mobil Oil und dem Förderverein.

clb

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