Grüne Soße und Hering für die Mission

Fastenessen zugunsten der Heusenstammer Projekte in Eritrea, Kongo und auf Sumba

Das Fenster zur Sakristei im Pfarrheim St. Cäcilia wurde zur Missionsessens-Ausgabe umfunktioniert. Ursula und Herbert Margraf (von links) freuten sich über Spenden.
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Das Fenster zur Sakristei im Pfarrheim St. Cäcilia wurde zur Missionsessens-Ausgabe umfunktioniert. Ursula und Herbert Margraf (von links) freuten sich über Spenden.

Essen für Eritrea, Sumba und den Kongo: In diesen Ländern unterstützt die katholische Pfarrgruppe Heusenstamm Projekte, die bis 2019 auch durch eine Mahlzeit nach den Gottesdiensten am fünften Fastensonntag begünstigt wurden. Unter den nun geltenden Bedingungen organisierten Helfer in diesem Jahr nun ein „Missionsessen to Go“. Schlossstädter bestellten 150 Portionen und holten sie am vergangenen Samstag und Sonntag an den beiden Pfarrheimen der Gemeinden St. Cäcilia und Maria Himmelskron ab.

Heusenstamm – Zur Auswahl standen Heringssalat oder Grüne Soße mit zwei hart gekochten Eiern – dazu gab es jeweils drei rohe Kartoffeln, die zu Hause gekocht werden mussten. Und damit kein Verpackungsmüll anfällt, waren die Interessierten aufgefordert, schon im Voraus eigene Schalen und Schüsseln abzugeben.

Am „Schalter“ wie dem Fenster zur Sakristei im Pfarrheim neben der Balthasar-Neumann-Kirche erhielten die Abholer dann auch das „Kinderlied eines Nichtsesshaften“, ein Tischgebet des Hilfswerks Misereor sowie Porträts der Heusenstammer Hilfe in Afrika.

Nach Eritrea schickte die Kolpingfamilie seit 1994 allein 47 Schiffscontainer, überwiegend gefüllt mit medizinischen Hilfsmitteln. Waren im Gesamtwert von mehr als 80 000 Euro erreichten Ordensschwestern, die Kranke versorgen, vor allem Seh- und Gehhilfen. Frauen erhielten Nähmaschinen, um Existenzen zu gründen.

Kooperation mit Redemptoristenorden

Auf der indonesischen Insel Sumba kooperieren die Hessen mit Mönchen des Redemptoristenordens und mit Schwestern. So wurden ein Kindergarten gebaut und sozial schwache Schüler gefördert. In Zusammenarbeit mit dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ konnten die Christen zudem eine kirchliche Schule renovieren und ein Wohnheim für Studierende finanzieren.

Das Kongo-Projekt entstand aus privaten Kontakten. Es umfasst Ernährungs- und Bildungsprogramme. So wird Schulgeld für Angehörige der benachteiligten Twa, der Pygmäen, übernommen sowie Landwirtschaft und Fischerei nachhaltig gestärkt – stets nach der Devise „Hilfe zur Selbsthilfe“. (m)

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