Boden soll entsiegelt werden / Anwohner früchten Lärm und Parkdruck

Grünes Eck am Krummen Graben

Eine kleine grüne Insel hat Axel Jahn, bei der Stadt zuständig für Grünflächen, für die derzeit vor allem asphaltierte Ecke am Krummen Graben und der Hans-Hemberger-Straße entworfen. Foto: Stadt Heusenstamm

Heusenstamm – Anregungen der Bürger sei man gefolgt mit den Vorschlägen, an zwei Stellen im Stadtteil Sommerfeld kleine begrünte Plätze entstehen zu lassen, erläuterte Bürgermeister Halil Öztas während der Informationsveranstaltung für Bewohner des Stadtteils. VON CLAUDIA BECHTHOLD

An der Einmündung der Straße Am Krummen Graben zur Hans-Hermberger-Straße und an der ersten großen Kurve, die der Krumme Graben macht, soll der Boden entsiegelt werden, kleine Inseln entstehen.

Der Dreiecksplatz neben der Kurve sei derzeit so klein und unscheinbar als grüne Ecke, dass er kaum wahrgenommen werde, hält Axel Jahn fest, in der Verwaltung zuständig für die städtischen Grünflächen. Dominiert werde das Fleckchen von einer Pappel, die ohne Zutun dort gewachsen sei. Dort könne, gegenüber der Garagen nun eine Grünfläche entstehen mit einer Bank und einem Spielgerät in Form einer Heuschrecke, das auch ein „Hingucker“ sei.

An der Hans-Hemberger-Straße zwischen dem Wall zur Ringstraße und der Einmüdung zum Krummen Graben wird der Raum derzeit von Containern beherrscht. Diese sollen auf jene für Altglas reduziert und näher an den Wall gerückt werden. Zudem wolle man, so Jahn, einen Sichtschutz errichten. Die asphaltierte Fläche will man durch Rasen ersetzen, Büsche und Bäume werden gepflanzt. Bestehende Pflanzen werde man integrieren, verspricht Jahn. Dazu werde eine größere Sitzgelegenheit geschaffen.

Nachts um vier Uhr seien sogar Bürger unterwegs, die ihr Altglas in den Containern entsorgen, klagt ein Anwohner über den Lärm. Vor Jahren sei schon einmal die Rede davon gewesen, dort unterirdische Altglasbehälter zu installieren. Doch daraus sei bis heute nichts geworden.

Das hätte Kosten in Höhe von 40 000 Euro verursacht, die die Stadt hätte bezahlen müssen, erläutert dazu Erster Stadtrat Uwe Michael Hajdu.

Mehr Grün sei ja gut, meint einer der Zuhörer, wenn dieses aber dann irgendwann so aussehe, wie das Grün am Hang zur Ringstraße oder entlang der S-Bahn-Trasse, verärgere das mehr. So werde zum Beispiel das Gras entlang der Gleise zwar gemäht, aber der Schnitt bleibe dann liegen und der Wind trage Unkraut in die Gärten der Anlieger.

Auch an der Grünpflege am Wall zur Ringstraße wird Kritik laut. Da wachse die eine oder andere Pflanze inzwischen so unkontrolliert, dass die angrenzenden Garagen Schaden nehmen.

Rund um die Glascontainer liege immer wieder viel Müll, klagt ein Anwohner. Daher würde er dort auf eine Sitzgelegenheit lieber verzichten. Dem pflichtet eine Anwohnerin bei, die fürchtet, dort könnten sich dann nachts lärmende Menschen treffen.

Erhebliche Bedenken äußern zudem mehrere Anwohner, weil zumindest am Dreiecksplatz mindestens acht Parkplätze wegfallen würden. Schon jetzt sei es schwierig, überhaupt ein Plätzchen für das Auto zu finden.

Öztas versprach, alle Bedenken und Ideen – auch zu einer Initiative, die Garageneigner zu Bodenentsiegelungen anzuregen – zu besprechen und eventuell einfließen zu lassen. Dann werde der Magistrat entscheiden.

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