Konzertbühne in Martinsee

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Frank Jäger lebt seit zwölf Jahren in Heusenstamm. Jetzt hat er sich selbstständig gemacht mit einer Veranstaltungsagentur.

Heusenstamm - Die Schlossstadt als Veranstaltungsort für national und international bekannte Künstler? Frank Jäger ist davon überzeugt, dass dies gelingen kann. Zum Beginn des Jahres hat er die Agentur „Torbau-Live-Entertainment“ gegründet. Von Claudia Bechthold

Und die ersten Künstler hat er auch schon für Auftritte gewinnen können. Die große Halle im Sport- und Kulturzentrum Martinsee und die Bühne am Bannturm sind die beiden Orte, die Frank Jäger nutzen möchte. Gebucht hat er die Halle bisher für Ende März und Mitte April. „Alles Gute zum Alltag“ heißt das Programm, das der Sänger Samuel Harfst am Samstag, 31. März, dort präsentieren wird. Mit dem gleichnamigen Lied wurde Samuel Harfst 2009 unter die zehn besten Newcomer gewählt.

Zwei Wochen später wird Philipp Weiss in Martinsee auftreten. Für Samstag, 14. April, ist der Jazzmusiker mit seinem Quartett angekündigt. Philipp Weiss sei der erste deutsche „Crooner“, der sich international behaupten könne, schreibt Frank Jäger.

Am Donnerstag, 17. Mai, soll der Schauspieler Michael Fitz auftreten. Bekannt ist er vor allem aus dem Münchner Tatort, in dem er 17 Jahre lang an der Seite von Miroslav Nemec und Udo Wachtveitel stand. Am Bannturm wird er mit seiner Band und dem Programm „Wenn i schaug“ zu erleben sein. Ebenfalls verpflichtet hat Frank Jäger die beiden Kabarettisten Hennes Bender (Samstag, 7. Juli) und Rolf Miller (Samstag, 18. August - eingebettet in das Programm des Kultursommers), die auf der Bannturm-Bühne auftreten werden. Hennes Bender, der aus Bochum stammt, wurde einem breiteren Publikum vor allem durch die WDR-Sendung „Night-Wash“ bekannt. Und Rolf Miller, Träger des Deutschen Kleinkunstpreises, erlebte seinen nationalen Durchbruch durch seine Auftritte in der Sendung „Ottis Schlachthof“ des Bayerischen Rundfunks.

Menschen sollen Heusenstamm kennenlernen

Gewinnen möchte Jäger für seine Veranstaltungen nicht nur Zuschauer aus Heusenstamm. „Wir werden im ganzen Rhein-Main-Gebiet für die Auftritte werben“, sagt der 45-Jährige, der seit fast zwölf Jahren in der Schlossstadt lebt. Darmstadt, Frankfurt und Aschaffenburg etwa sind Städte, aus denen das Publikum kommen könnte. Die Menschen sollen, betont er, Heusenstamm kennen lernen, sehen, dass man in der Stadt zum Beispiel vor oder nach einer Veranstaltung auch noch zusammen sitzen kann, zum Beispiel im Bahnhof.

Karten für die beiden ersten Konzerte mit Samuel Harfst und dem Philipp Weiss Quartett kann man bereits erwerben. Die Preise liegen je nach Künstler zwischen 15,50 Euro und 31,50 Euro. Tickets und Infos über die Veranstaltungen gibt es im Internet.

Martinsee-Halle und Bannturm-Bühne sind nach Überzeugung von Jäger gute Veranstaltungsorte für eine bestimmte Größenordnung von Konzerten oder anderen Auftritten. Höchstens 1000 Besucher - in Martinsee -, mehr will er mit seinen Angeboten nicht für einen Auftritt gewinnen, . Festlegt ist er aber nicht, was die Art der Darbietungen angeht: „Ich möchte präsentieren, was die Menschen sehen und hören wollen, einem breiten Publikum aus Jung und Alt ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm bieten.“

Erfahrungen hat er vor allem in den vergangenen zweieinhalb Jahren gesammelt, als er für einen der größten Konzertveranstalter Europas gearbeitet hat. Manchen Heusenstammern ist er zudem als Organisator der Auftritte bekannt, die die Gruppe Main-Musical um René Frank produziert hat. „Ball der Vampire“ etwa oder „Elisabeth“ etwa.

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