Herbstferienspiele

Äpfel und Eier eingetauscht

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„Ich bin ich, egal wie ich bin, Gott liebt mich“, heißt der Hit, den die KInder beim Singen mit Gesten begleiten. - Foto:

Heusenstamm - Keine Frage – die Lieder mit flotten Melodien vor allem die Bewegungen dazu, die gefallen der neunjährigen Salome am besten.

Die anderen Mädchen am Tisch im Foyer der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) nicken zustimmend, weil sie gerade noch auf einem Stück Bratwurst kauen. Mittagessen gehört nämlich auch zu den Herbstferienspielen, die seit zehn Jahren in der zweiten Woche der schulfreien Zeit im Oktober laufen. Amelie ist zehn und wieder dabei, weil ihr das Programm im vergangenen Jahr Spaß gemacht hat. Antonia (9) will einfach mal „was Neues ausprobieren“ und Anna (10) schwärmt noch vom Appel-und-Ei-Spiel Anfang der Woche. Da waren sie in sechs Kleingruppen in der Schlossstadt unterwegs, ausgestattet mit jeweils einem Apfel und einem Ei, die sie an Haustüren eintauschen sollten. Zurück kamen sie mit viel Schokolade, Kaffee und einem Duschradio.

Desiree ist zwölf und in diesem Jahr schon als Helferin mit. „Das ist nicht besser, als nur Teilnehmerin zu sein“, bemerkt sie. „Aber man muss nicht so viel mitmachen.“ Diesmal hat die FeG „Fruchtalarm“ ausgelöst: „Achtung! Leben spendende Vitamine“, lautet die Warnung vor Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte und Treue, „diesen guten Eigenschaften, die Gott hat und uns schenkt“, zitiert Katrin Schneller den Gallaterbrief 5,22. „Das ist die Basis, gute Tugenden zu vermitteln, die auch noch Spaß machen“, erläutert die selbstständige Kreativ-Referentin, bekannt als „Schneller Stein“. Sie begleitet die 27 Kinder von sieben bis elf Jahren, von denen etwa die Hälfte nicht der Gemeinde angehört, durch den Tag.

So steht zunächst die 14 Jahre alte Sarina Fehrer als Paula Pflaume an ihrem Marktstand und streitet mit Kunden, ist mal schwer verliebt oder muss geduldig sein mit einer unentschlossenen Kundin. Dann aber geht es um einen Sohn, der von zu Hause weggelaufen ist. Der Vater freut sich riesig, als dieser wieder zurück kommt. Es geht schließlich um David, der darauf baut, dass Gott ihn unterstützt. Als nächstes startet ein Spiel, die Kandidaten sollen Früchte erraten: Danach schwingen alle einen bunten Fallschirm mit einem Ball drauf. Klara Potthast begleitet vorm Essen neue Lieder und die Gassenhauer der Woche am Klavier. „Ich bin ich, egal wie ich bin, Gott liebt mich“, heißt der Hit, der mit Gesten begleitet wird.

Herbstbilder unserer Leser

Herbstbilder unserer Leser (Teil 1)

Am Nachmittag läuft ein Geländespiel oder Judo bei der TSV schräg gegenüber. Oder die Gruppe bastelt mit Silke Ludwigs, die das Projekt organisatorisch leitet, Jonglierbälle, Knetmännchen und Obstwürmer, die ausgemalt als Lesezeichen taugen. Zum Abschluss gibt es ein Quiz, Mädchen gegen Jungs. Dabei sollen Fragen zum Thema des Tages beantwortet werden. Neben Katrin Schneller tragen pädagogisch geschulte Mitarbeiter der FeG wie Corinna Weiberg, Claudia Fehrer, Silke Ludwigs und Christel Fitzke die Aktion am Weiskircher Weg mit, außerdem zehn Teenager wie Desiree. Tobias Fitzke hat die Regie über die Tontechnik und projiziert Liedtexte an die Wand. In der Küche bereitet der IT-Spezialist und Elektriker Ernst Haße Nudeln mit Kartoffelsalat, Fischstäbchen mit Kartoffelbrei und Nudeln mit Tomatensoße.

M.

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