350. Geburtstag des Schönbornschen Grafensitzes

Herzergreifendes zum Schloss

Zur Lesung im Schloss funktionierte der Heimatlose Gedichtsverein die Treppe zur Bühne um.

Heusenstamm - „Entdecken, was uns verbindet“ lautet in diesem Jahr das Motto zum „Tag des offenen Denkmals“. Heimat- und Geschichtsverein (HGV) sowie die Stadt verbinden diesen Tag mit dem 350. Geburtstag des Schlosses Schönborn. Von Lisa Schmedemann 

Bürgermeister Halil Öztas begrüßt die Besucher, die bei der Vernissage zur Ausstellung „350 Jahre Schloss Heusenstamm“ im Foyer des Rathauses sitzen. Die Treppe, die ins nächste Geschoss führt, ist zu einer Bühne umfunktioniert, auf der sich die vier Mitglieder des Heimatlosen Gedichtsvereines verteilt haben. „So ‚heimatlos mögen sie gar nicht sein, denn Sprache bietet Heimat“, sagt Öztas und übergibt das Wort den Lyrikfreunden.

In der Ausstellung zu sehen ist eine Uhr au dem Jagdzimmer des Grafen Arthur von Schönborn.

Zunächst wird erläutert, was ein „Schloss“ ist. Der nüchternen Beschreibung aus dem Internet, Schlösser seien „kulturelle und politische Zentren“, stellen die Heimatlosen eine Aufzählung verschiedener Schlossarten und -funktionen gegenüber. Dabei ist vom Geisterschloss, über Jagdschloss bis zum Vorhängeschloss so ziemlich jedes architektonische, fiktive oder technische Exemplar vertreten. Das Duo „Sax on Strings“ mit Claudia Langolf und Matthias Rüdiger bietet den Besuchern eine musikalische Pause, bevor Roland Krebs, Rudolf Fauerbach, Markus Rückert und Claudia Bechthold sie auf eine Reise in die Vergangenheit entführen. Die Entstehungsgeschichte des Baus und eine imaginäre Reise durch das Anwesen geben einen Überblick über 350 Jahre Schlossgeschichte.

Eine herzergreifende Geschichte erzählen die Heimatlosen von einer besonders heimatverbundenen Person. In ihrem Testament schreibt die Gräfin Maria Theresia den Wunsch nieder, in „ihrem“ Heusenstamm bestattet zu werden. Und wenn das nicht möglich sein sollte, so schreibt sie weiter, solle wenigstens ihr Herz, das sie an diese Stadt verloren hat, dort begraben werden.

Nach der Lesung sind die Besucher eingeladen, auf dem Weg zum Haus der Stadtgeschichte die Kunstwerke der Ikebana-Gruppe zu bewundern. Dabei verschlingen sich Äste mit Drähten und Blüten mit Zahnrädern, um die Verbindung zwischen Natur und Technik darzustellen. „Das ist Kunst für den Augenblick“, sagt Margret Krebs. In dem Moment, in dem die Blüte abgeschnitten wird, beginne sie zu sterben.

Bilder: Tag des offenen Denkmals in Offenbach und der Region

Der frühere Stadtarchivar Hans Georg Ruppel stellte mit seiner Führung durch die Französisch-Reformierte Gemeinde die älteste Kirche Offenbachs vor.

Das eigentlich stets verschlossene, mit einem Sternenhimmelmosaik geschmückte Krummsche Mausoleum auf dem Alten Friedhof Offenbach öffnete seine Pforten, so dass Interessierte auch einmal ins Innere schauen konnten.

Das eigentlich stets verschlossene, mit einem Sternenhimmelmosaik geschmückte Krummsche Mausoleum auf dem Alten Friedhof Offenbach öffnete seine Pforten, so dass Interessierte auch einmal ins Innere schauen konnten.

Das eigentlich stets verschlossene, mit einem Sternenhimmelmosaik geschmückte Krummsche Mausoleum auf dem Alten Friedhof Offenbach öffnete seine Pforten, so dass Interessierte auch einmal ins Innere schauen konnten.

Das eigentlich stets verschlossene, mit einem Sternenhimmelmosaik geschmückte Krummsche Mausoleum auf dem Alten Friedhof Offenbach öffnete seine Pforten, so dass Interessierte auch einmal ins Innere schauen konnten.

Die Rekonstruktion des mechanischen Uhrwerks der 1970 ausrangierten Turmuhr stand im Mittelpunkt der Ausführungen rund um die Schlosskirche Rumpenheim.

Die Rekonstruktion des mechanischen Uhrwerks der 1970 ausrangierten Turmuhr stand im Mittelpunkt der Ausführungen rund um die Schlosskirche Rumpenheim.

Die Rekonstruktion des mechanischen Uhrwerks der 1970 ausrangierten Turmuhr stand im Mittelpunkt der Ausführungen rund um die Schlosskirche Rumpenheim.

Otto Schlander, Vorsitzender des Offenbacher Geschichtsvereins, erzählte den Besuchern Wissenswertes über die katholische Marienkirche.

Otto Schlander, Vorsitzender des Offenbacher Geschichtsvereins, erzählte den Besuchern Wissenswertes über die katholische Marienkirche.

Die Dr. Alfred Kurt und Dr. Gunhild Kurt-Stiftung hat sich in ihrem Haus in Offenbach-Bieber vorgestellt. Dort gewährte sie sowohl Einblicke in den Luftschutzkeller als auch in das Bieberer Archiv mit Fotos, Dokumenten und weiteren Exponaten.

Die Dr. Alfred Kurt und Dr. Gunhild Kurt-Stiftung hat sich in ihrem Haus in Offenbach-Bieber vorgestellt. Dort gewährte sie sowohl Einblicke in den Luftschutzkeller als auch in das Bieberer Archiv mit Fotos, Dokumenten und weiteren Exponaten.

Die Dr. Alfred Kurt und Dr. Gunhild Kurt-Stiftung hat sich in ihrem Haus in Offenbach-Bieber vorgestellt. Dort gewährte sie sowohl Einblicke in den Luftschutzkeller als auch in das Bieberer Archiv mit Fotos, Dokumenten und weiteren Exponaten.

In Rödermark beteiligte sich der als hessisches Kulturdenkmal ausgezeichnete historische und zugleich idyllische Dinjerhof am Tag des offenen Denkmals.

Dinjerhofbesitzer Wilhelm Schöneberger hatte neben dem Verein der Freunde im Dinjerhof auch den Heimat und Geschichtsverein Rödermark mit einer Ausstellung rund um die historischen Ortskerne von Urberach und Ober-Roden in den 50er Jahren eingeladen.

Dinjerhofbesitzer Wilhelm Schöneberger hatte neben dem Verein der Freunde im Dinjerhof auch den Heimat und Geschichtsverein Rödermark mit einer Ausstellung rund um die historischen Ortskerne von Urberach und Ober-Roden in den 50er Jahren eingeladen.

Dinjerhofbesitzer Wilhelm Schöneberger hatte neben dem Verein der Freunde im Dinjerhof auch den Heimat und Geschichtsverein Rödermark mit einer Ausstellung rund um die historischen Ortskerne von Urberach und Ober-Roden in den 50er Jahren eingeladen.

Informationsstände in Rödermark vermittelten Wissenswertes zu insekten- und bienenfreundlichen Gärten des Vereins Naturgarten. Darüber hinaus gab es einheimischen Honig aus Waldacker sowie vom NABU eine Fotoausstellung rund um die Rödermärker Störche.

Informationsstände in Rödermark vermittelten Wissenswertes zu insekten- und bienenfreundlichen Gärten des Vereins Naturgarten. Darüber hinaus gab es einheimischen Honig aus Waldacker sowie vom NABU eine Fotoausstellung rund um die Rödermärker Störche.

Informationsstände in Rödermark vermittelten Wissenswertes zu insekten- und bienenfreundlichen Gärten des Vereins Naturgarten. Darüber hinaus gab es einheimischen Honig aus Waldacker sowie vom NABU eine Fotoausstellung rund um die Rödermärker Störche.

Informationsstände in Rödermark vermittelten Wissenswertes zu insekten- und bienenfreundlichen Gärten des Vereins Naturgarten. Darüber hinaus gab es einheimischen Honig aus Waldacker sowie vom NABU eine Fotoausstellung rund um die Rödermärker Störche.

Informationsstände in Rödermark vermittelten Wissenswertes zu insekten- und bienenfreundlichen Gärten des Vereins Naturgarten. Darüber hinaus gab es einheimischen Honig aus Waldacker sowie vom NABU eine Fotoausstellung rund um die Rödermärker Störche.

Moderne Technik in alten Gemäuern: Zum Tag des offenen Denkmals hatten die Seligenstädter Funkamateure Jugendliche in ihr Domizil im historischen Steinheimer Torturm eingeladen.

Moderne Technik in alten Gemäuern: Zum Tag des offenen Denkmals hatten die Seligenstädter Funkamateure Jugendliche in ihr Domizil im historischen Steinheimer Torturm eingeladen.

Moderne Technik in alten Gemäuern: Zum Tag des offenen Denkmals hatten die Seligenstädter Funkamateure Jugendliche in ihr Domizil im historischen Steinheimer Torturm eingeladen.

In der Ausstellung des Geschichtsvereins zum Geburtstag des Wahrzeichens können sich die Besucher das beliebte Motiv in verschiedenen Kunstformen anschauen. „Ich bin froh darüber, dass wir es bisher immer geschafft haben, das Motto des offenen Denkmals zu erfüllen“, sagt Roland Krebs, Vorsitzender des HGV. „Zum Schloss haben wir erschreckend wenig Quellen“, erläutert er weiter. Erst seitdem es sich in städtischer Hand befinde, gesunde sich dieser Zustand langsam wieder. „Deswegen stellen wir Bilder aus, weniger Dokumente“, sagt Krebs. Ob der Erbauer des Grafensitzes – Philipp Erwein von Schönborn – mit seinem Plan vielleicht doch nur Luftschlösser gebaut hat, können Interessierte noch am 12., 16., 19. und 23. September im Haus der Stadtgeschichte, Zugang über die Eckgasse, herausfinden. Mittwochs ist die Ausstellung von 17 bis 19 Uhr geöffnet, sonntags von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet zwei Euro.

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