Kinder und Jugend

15-Minuten-Lauf gegen den Mangel: Kinder der Schule am Goldberg beteiligen sich an hessenweitem Wettbewerb

Gegen den Bewegungsmangel beteiligen sich Kinder und Jugendliche der Schule am Goldberg an einem Wettbewerb des Leichtathletikverbands. Mitschüler feuern die Läufer an.
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Gegen den Bewegungsmangel beteiligen sich Kinder und Jugendliche der Schule am Goldberg an einem Wettbewerb des Leichtathletikverbands. Mitschüler feuern die Läufer an.

Ein junger Mann mit Vollbart, T-Shirt, kurzer Hose und Sportschuhen, zwei Jungs in Trainings- und Jogginganzug. Das Trio trabt entspannt über den sandigen Pfad zwischen wucherndem Grün in Richtung Goldbergsee. In Höhe ihrer Schule am Ginsterweg ist dann aber Schluss mit dem Schlummer-Gang: Erstklässler und ihre Lehrerin Katharina Nüdling springen auf, jubeln den drei Läufern mit gold-glitzernden Pompons zu, feuern ihre Mitschüler euphorisch an.

Heusenstamm – Mädchen und Jungen ab Klasse 3 an der Schule am Goldberg mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und Abteilung mit Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung haben sich an diesem Morgen auf die Socken gemacht. Sie beteiligen sich am Wettbewerb um das Rosbacher Laufabzeichen. Die Lehrer Frank Ludwig und Matthias Sauer haben das kleine Sportereignis über 15 Minuten auf die Beine gestellt. Sie bedienten sich einer hessenweiten Ausschreibung des Hessischen Leichtathletik-Verbands (HLV) in Verbindung mit dessen Sponsor, einem Abfüllbetrieb von Mineralwasser.

„Damit wollen wir dem durch die Corona-Krise verursachten Bewegungsmangel bei den Kindern und Jugendlichen entgegenwirken“, erläutert Schulleiterin Manuela Klein. Mit dem Ausdauertraining erleben die Schüler eine Sportart, mit der sie sich ohne viel Aufwand oder Zubehör fit halten können, heißt es in der Ausschreibung. Die Schule kann Getränke und Sportartikel gewinnen.

Rund 30 Schüler zwischen neun und 18 Jahren sowie mehrere Lehrkräfte drehten für die Schule am Goldberg ihre Runden. Rektorin Manuela Klein hatte zudem tierische Unterstützung dabei, die beiden Schulhunde Joy und Charly. „Die Aktion soll auch den Zusammenhalt der Schulgemeinde fördern“, wirbt sie. Dazu trage bei, dass jetzt fast alle Schützlinge in ihre Unterrichtsräume am grünen Stadtrand Heusenstamms zurückkehren dürfen. Vom heutigen Mittwoch an ist auch an der Schule am Goldberg für die knapp 90 Schülerinnen und Schüler der Präsenzunterricht wieder gestattet. Allerdings bleibt die Testpflicht für Schüler und Lehrkräfte bestehen.

Am Ginsterweg tut sich Einiges: Die Förderschule wird um zwei Klassenräume erweitert, die Bauarbeiten im Nordflügel sind schon weit fortgeschritten.

Eine weitere Herzensangelegenheit von Schulleiterin Manuela Klein ist die Inklusion, die Einbeziehung der jungen Leute mit Behinderungen in den Alltag einer Regelschule. Dazu hat sie eine Kooperation mit der Ernst-Reuter-Schule in Dietzenbach, einer kooperativen Gesamtschule, geschlossen. Dort sollen demnächst – sofern die Inzidenzwerte dies zulassen – Kinder aus der Heusenstammer Einrichtung unterrichtet werden. (Von Michael Prochnow)

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