Bewegung für Menschen jeden Alters

Bunte Tücher in „Hollywood“

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Bewegung für Menschen jeden Alters ist das große Anliegen der Verantwortlichen in der TSV-Abteilung Hollywood.

Heusenstamm - Gelbe, rote und violette Tüll-Tücher kreisen synchron über dem Parkett, erfüllen die Turnhalle an der Jahnstraße zum Rhythmus der flotten Musik aus dem Ghetto-Blaster. Rund 50 Schlossstädter mittlerer Jahrgänge sind einer Einladung zum Aktionstag gefolgt.

Damit feiert die Freizeitsportabteilung Hollywood der TSV Heusenstamm ihren 20. Geburtstag. Und macht auf ihr breit angelegtes Angebot aufmerksam. Dazu nehmen zunächst Sylvia Franke und die Hälfte ihrer zwölf „Zumba-Kids“ Aufstellung. Jedes der Mädchen hat einen kleinen, aufgeblasenen Globus. „Wir halten die Welt in unseren Händen“, erläutert die Übungsleiterin, dass die Gruppe nicht nur gymnastische Choreographien einstudiere. Sie unterhalte sich mit den Kindern auch über die Verantwortung der Menschen für den Planeten. Oder über gesunde Ernährung und Bewegung. Sie zeigen, was sie können. Es dauert keine Minute, da steigen die interessierten Gäste ein, klatschen und stampfen im Takt der Musik mit.

Zum Mittun fordert auch Ruzena Niederlechner auf. Sie hat zuvor ein paar farbige Plastikhüte auf dem markierten Spielfeld postiert. Um diese marschieren die Besucher nun in einem langen Lindwurm, ziehen dabei abwechselnd im Takt der Musik die Schultern nach vorn, ganz wie beim Nordic Walking, nur ohne Stöcke. Die erfahrene Trainerin hat die Diabetiker-Selbsthilfegruppe gen Hollywood geführt, die Bedürfnisse der Menschen mit der Zuckerkrankheit mit der Philosophie der Freizeitsportabteilung vereint.

Motivation, körperlich aktiv zu werden

„Wir möchten der Bevölkerung verschiedene Sportarten näher bringen und sie motivieren, etwas für ihren Körper zu tun“, erläutert Kathrin Seyfritz, Mitgründerin und Vorsitzende der Gruppierung. 150 Aktive aller Altersgruppen sind bereits dabei, üben bei „Sport und Fun“ mit Elvira Franke Funktions- und Skigymnastik, Ausdauertraining und fernöstliche Techniken wie Tai Chi. Die sind besonders am Ende eines Halbjahrs angesagt, vor Weihnachten etwa, um mit entspannenden Meditationen dem Stress zu entfliehen.

Schon vor ihrer Gründung war MoRe, die Montags-Reha-Gruppe für Frauen nach einer Krebsbehandlung, ein Erfolgsmodell. Leiterin Franke, selbst gerade genesen, hatte noch nicht ihren Übungsleiterschein, da stand das Telefon nicht mehr still, erzählt sie. Mit einem speziellen Sportprogramm werden Abwehrkräfte und das allgemeine Wohlbefinden gestärkt.

Infos gibt es bei Elvira Franke, 06104/62103, oder auf der TSV-Homepage.

Die Freizeitsportler haben sich aus der früheren Bowlingabteilung formiert. Gemäß ihres Mottos „Sport und mehr“ sei es ihnen besonders wichtig, dass die Teilnehmer mit Spaß und Freude dabei sind. Mit Unternehmungen wie Fastnachtsfeiern, Fahrradtouren und Sommerfesten festigen sie Gemeinschaft, wirbt die Vorsitzende. Das Ganzheitskonzept hat offenbar Konjunktur – die vielen Gästen in der Halle machen begeistert mit. 

M.

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