Blau und Gold dominieren

Angela Oberkötter und Herbert Busse stellen im Heusenstammer Haus der Stadtgeschichte aus

„Wasser“ ist das Thema der Bilder, die Angela Oberkötter (links).
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„Wasser“ ist das Thema der Bilder, die Angela Oberkötter (links).

Für Wasser begeistert sich Angela Oberkötter schon lange. Jetzt präsentiert die Heusenstammerin ihre Bilder zu diesem Thema, die in mehreren Jahren entstanden sind. Es ist die erste Ausstellung im Haus der Stadtgeschichte seit dem Beginn der Pandemie. Begleitet werden die Acryl-Malereien von Skulpturen des Heusenstammers Herbert Busse, die im Garten stehen.

Heusenstamm – Eine große Vielfalt an Blautönen zeigt die frühere Erzieherin. Vom ganz Hellen bis zum tief Dunklen reicht die Palette ihrer Werke. „Wasser ist das wandelbarste Element“, sagt sie, „es regnet, fließt, reinigt, verdunstet, plätschert, tropft, erfrischt, brandet, reflektiert“ und vieles mehr. Und so spannen auch die Themen der Bilder einen weiten Bogen. Das „Bad am frühen Morgen“ hat sie ebenso dargestellt wie „Wasser in der Nacht“, „Brandung“ oder „Schiffbruch“.

Angela Oberkötter malt seit vielen Jahren und hat schon vielfach ihre Bilder ausgestellt. Wasser wollte sie schon lange zum Thema einer Schau machen und freut sich, dass ihr der Heimat- und Geschichtsverein jetzt dazu eine Gelegenheit gibt. „Das ist so spannend“, schwärmt sie, manchmal gewaltig, manchmal ganz sanft. Wohin immer die 71-Jährige Urlaube geführt haben, für das Wasser konnte sie sich immer am meisten begeistern.

Herbert Busse (Mitte) hat Skulpturen und Objekte zur Ausstellung beigetragen.

Im alten Garten des Hauses der Stadtgeschichte begrüßen den Besucher indes Skulpturen von Herbert Busse. Der Pfälzer, der seit 1977 in der Schlossstadt lebt, zeigt vor allem Arbeiten, die aus Dingen bestehen, die er bei Spaziergängen im Wald findet. „Wenn ich etwas gefunden habe, dann versuche ich, die Dinge zu interpretieren“, erläutert der Kaufmann: „Das dauert manchmal sehr lange, bis ich eine Idee habe“, fügt er noch hinzu. So wird aus einem Stück Holz zum Beispiel ein „Piranha“ oder der Kopf eines „Toro“, also eines Stiers. Bei einem Baumpilz, den er gefunden hat, wusste er aber auch sofort, das wird ein „Widder“. Schwarz und Gold sind die Farben, mit denen er hauptsächlich arbeitet.

Wenn er keine natürlichen Gegenstände bearbeitet, setzt Herbert Busse seine Ideen mit Drahtgerüsten und einem Zementgemisch um. Ein überdimensionales Ginkgo-Blatt ist auf diese Weise entstanden oder ein Geflecht, das er die „Quadratur des Kreises“ nennt – aus einem Kreis wird ein Quadrat. Diese Arbeiten sind stets mit goldener Acrylfarbe gestaltet.

Die Ausstellung ist noch heute und am Samstag, 12. September, von 16 bis 19 Uhr sowie am Sonntag, 13. September, von 14 bis 17 Uhr im Haus der Stadtgeschichte, Eingang über die Eckgasse, zu sehen. Sonderführungen können unter z 06104 5231 vereinbart werden. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. (Von Claudia Bechthold)

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