Hier ein Schnäppchen, dort ein Schuljahr

Basar für Kommunionskleidung kommt dem Kongo-Projekt zugute

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Etwa 30 Kleidungsstücke haben die Organisatorinnen Mechthild Schreiner, Francoise Delphin-Bünnemeyer und Karola Früchel für den Basar entgegengenommen.

Schon vor der eigentlichen Öffnungszeit stehen Schnäppchenjäger bereit, um das Angebot des Basars zu durchforsten.

Heusenstamm – Das Pfarrheim von St. Cäcilia haben Mechthild Schreiner, Francoise Delphin-Bünnemeyer und Karola Früchel zu einem Second-Hand-Laden für Kommunionskleidung umfunktioniert – zumindest für einen Vormittag.

In die richtige Ausstattung stecken manche Eltern mehrere hundert Euro. „Da ist es doch schade, wenn es nur einmal getragen wird“, findet Schreiner. Deshalb hat sich das Trio – die Organisatorinnen hinter dem Kongo-Projekt der katholischen Kirche – dazu entschlossen, getragene Kleidung zu sammeln und mit weiteren Accessoires anzubieten. Die Annahmegebühr von fünf Euro sowie zehn Prozent des Verkaufspreises fließen dabei direkt als Spende in das Projekt für den Kongo. „Einige Kleider wurden uns sogar gespendet“, freut sich Schreiner.

Den Termin haben die Organisatorinnen bewusst früh gewählt. „Die ersten Familien fangen jetzt an zu schauen“, weiß Früchel. Der Schnäppchenjäger macht auf diese Weise vielleicht schon einen Fang und diejenigen, die doch nichts finden, haben noch genug Zeit, sich anderweitig umzusehen. „Auch die Verkäufer können die Kleidung noch einmal woanders anbieten“, meint Schreiner. Das Team hoffe natürlich auf eine weitere Teilnahme im nächsten Jahr. Insgesamt ist der Basar eine „Win-win-Situation für die Beteiligten“. Nicht nur die Nachhaltigkeit, auch der finanzielle Aspekt spielt eine Rolle. „Das kommt Familien, die sich nicht so viel leisten können, sicher entgegen“, sagt Früchel.

Der Erlös kommt dem Schulprojekt im Kongo zugute. Pro Jahr sind 25 Euro nötig, um einem Kind ein Schuljahr zu ermöglichen. „Mit solchen Aktionen wie dem Basar wollen wir auf uns aufmerksam machen und transparent sein“, sagt Schreiner. Um zu sehen, wohin das Geld fließt, fliegen die Damen regelmäßig nach Afrika. Mechthild Schreiner verbrachte im November drei Wochen im Kongo in der Diözese Inongo. Neben dem Schulprojekt laufen noch das Landwirtschafts- und Fischereiprojekt. Letzteres hat Schreiners Mutter vor 25 Jahren ins Leben gerufen. „Manchmal braucht man einen langen Atem, bis es richtig funktioniert“, meint sie. Doch Geduld und Herzblut zahlen sich aus. „Es ist zum Selbstläufer geworden, das ist immer unser Ziel.“

Am 25. April veranstaltet das Trio einen Flohmarkt zugunsten des Kongoprojektes auf dem Parkplatz von Maria Himmelskron. Einzelheiten folgen.

VON LISA SCHMEDEMANN

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