Einmalig im ganzen Kreis

Beim TV Rembrücken kann man jetzt mit dem Fußball „Golf“ spielen

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Frauenpower: Zielsicher meistert Marion Fisch das Hindernis auf dem Platz des TV Rembrücken, natürlich unter den kritischen Augen von Tochter Maxima (rechts) und Oma Susanne Auweck (Mitte). 

Passen Fußball und Golf zusammen und macht das auch Spaß? Diese beiden Fragen durften Interessierte jetzt auf dem Sportplatz des Turnvereins Rembrücken (TVR) selbst beantworten. 

Heusenstamm – Oft sah man Väter mit ihren Kindern auf dem Parkour.

Die Idee zu der Aktion hatte Dieter Pfaff, Abteilungsleiter Wandern. „Fußball-Golf ist einmalig im Kreis Offenbach“, erzählt er. Der ehemalige Spieler trifft sich regelmäßig mit Freunden und geht in der Nähe von Karben dem neuen Sport nach. „Anfangs waren wir nur sechs Spieler, jetzt machen immer mehr mit und sind begeistert.“

Wenn etwas so guten Anklang findet, kann man es doch auch in Rembrücken einführen. Gesagt, getan. Die Planung war schnell erledigt und mit Günter Stolbinger hat man den Fachmann direkt im Verein. Der ehemalige Schreiner hat die 1,4 mal 1,4 Meter großen Hindernisse gezimmert. „Wir können die Teile sehr einfach auf- und abbauen“, erläutert Pfaff. „Die Innenteile können gedreht und getauscht werden, sodass wir immer neue Hindernisse und Schwierigkeitsgrade haben.“

Der Parkour ist in neun Bahnen eingeteilt, die durch lange kniehohe Zäune abgetrennt sind. Wie beim Minigolf muss der Ball an Hindernissen vorbeigeführt werden. Das Ziel ist ein Loch am Ende der Bahn. In Rembrücken ist das allerdings es ein Hula-Hoop-Reifen.

Gezählt wird, wie viele Schüsse man benötigt, um den Ball ins Ziel zu bringen. Dazwischen sind die Hindernisse. Und die haben es in sich. Große blaue Tonnen verengen die Bahn. Wer es geschafft hat, diesen ersten Stopper zu meistern, steht vor der Aufgabe, den Ball durch ein Loch, einen Kübel, ein Quadrat oder eine aufgeschnittene Tonne zu führen.

„Das ist schwerer, als es aussieht“, meint Jan Gessner. Der Torschützenkönig der vergangenen Saison, der mit dem TVR in die A-Klasse aufgestiegen ist, kämpft mit einem Kübel, durch den der Ball sanft nach oben gehoben werden muss. Schließlich meistert er das Hindernis, muss aber viele Fehlversuche hinnehmen. Doch Sportler haben einen Kampfgeist, aber auch großen Teamgeist und so machen es ihm seine Kumpels wie Benedikt Solisch nach und haben ebenso an dem Kübel zu knabbern. Spaß haben sie auf jeden Fall. „Das ist wirklich eine ganz tolle Sache“, sagt Solisch.

Auf der Bahn nebenan, tritt Familie Fisch an. Opa Helmut Fisch, Tochter Marion, Oma Susanne Auweck und die beiden Enkelkinder Maxima und Melanie versuchen die Hindernisse zu überwinden. Das alles seine Richtigkeit hat, dafür sorgt Oma Susanne, die alles penibel auf dem Ergebniszettel notiert. Schließlich geht es für die beiden Enkelkinder um viel. Denn sie haben mit ihrer Mutter um Eiskugeln gewettet. „Die besten erhalten die meisten Kugeln“, sagt Marion Fisch. Doch sie muss sich richtig anstrengen, um mit Tochter Maxima mitzuhalten, denn die junge Spielerin kann sehr gut mit dem Fußball umgehen. „Sie hat gerade an einem Lehrgang bei den Offenbacher Kickers mitgemacht“, betont Helmut Fisch. „Zu Hause im spanischen Alicante spiele ich seit zwei Jahren Fußball in der Jugendmannschaft“, fügt Maxima hinzu. Auch ihr bereitet Fußball-Golf sehr viel Spaß. Nur der Wind, der manchmal etwas stärker weht, stört etwas. Ihre Schwester Melanie hat der Ehrgeiz gepackt und sie kämpft um jeden Ball. Gerade nimmt sie Anlauf, um die blaue Kugel durch eine aufgeschnittene Tonne zu führen. Die junge Sportlerin meistert auch dieses Hindernis mit nur einem Fehlversuch.

Von Burghard Wittekopf

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