Selbstständiges Leben

Beraterin hilft erwachsenen Flüchtlingen bei fast allen Problemen

Heusenstamm - 299 Flüchtlinge leben in Heusenstamm, etwa 50 sind junge Menschen unter 18 Jahren, die ohne Begleitung nach Deutschland gekommen sind. Sie stammen aus Syrien, Somalia, Eritrea oder Afghanistan. Und sie benötigen Hilfe, die ihnen auch gewährt wird.

Der Beratungsbedarf der Menschen, die in der Schlossstadt Asyl suchen, steigt. Aus diesem Grund hat sich die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Kreis Offenbach entschieden, ihr Angebot „für erwachsene Zuwanderer im Kreis Offenbach“ am Standort Heusenstamm zu erweitern. Mit Ricarda Schwarz steht eine Beraterin in den Räumen im Haus Borsigstraße 6, Eingang B, sowie ab sofort im Schlossrathaus bereit, um jenen Menschen Hilfe anzubieten. Sie ist ansprechbar für erwachsene Zuwanderer, die 27 Jahre und älter sind.

„Es ist ein sehr breit gefächertes Feld“, sagt Ricarda Schwarz. Es ginge um den Erstkontakt mit Behörden ebenso wie um die Suche nach einer Wohnung, wenn die Anerkennung als Asylant da ist. Das Lernen der Sprache sei ebenso Ziel der Beratung wie eine Finanzschulung. Schwarz: „Unser Ziel ist es, die Menschen so zu unterstützen, dass sie selbstständig und eigenverantwortlich hier leben können.“

Neben den angebotenen Sprechzeiten am Sitz der Awo an der Borsigstraße gibt es nun eine Sprechstunde im Rathaus, Im Herrngarten 1. Diese findet jeweils donnerstags von 14 bis 17 Uhr – derzeit Zimmer 33 – statt.

Bahnhofsfest in Heusenstamm: Bilder

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Catherine Brouwer und den Kollegen Hans-Jürgen Schwald und Pawel Erenburg bildet sie das Team „AIM Heusenstamm“. Das steht für „Arbeiterwohlfahrt. Integration. Migration“. So sei die Sozialberatung für „Menschen mit Fluchterfahrungen und erwachsene Zuwanderer“ nun eng verknüpft, heißt es. „Wir arbeiten Hand in Hand, um einen möglichst breit gefächerten Beratungsansatz bieten zu können“, erläutert Hans-Jürgen Schwald, Teamleiter der Flüchtlingsbetreuung. Und Ricarda Schwarz: „Das Erlernen der deutschen Sprache ist die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration. Daher unterstützen wir Zugewanderte in allen Fragen zum Integrationskurs und zu Deutschkursen, zu etwaigen Fördermöglichkeiten oder in Sachen Kinderbetreuung während der Kurszeiten.“ Das Beratungsspektrum sei bunt und vielfältig, es betreffe verschiedene Lebensfragen. Auch Themen der sozialen Sicherung, Gesundheit, Lebensunterhalt oder Qualifizierung für den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt würden abgedeckt.

Die Migrationsberatung der Awo Kreis Offenbach wird vom Bund gefördert. Die Beratung ist kostenlos und vertraulich. (clb)

Rubriklistenbild: © dpa

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