Aktion gegen mehr Verkehr

Bürgerforum Rembrücken fordert: Rodgau-Ringstraße weiterbauen

Den Weiterbau der Rodgau-Ringstraße, auf der Karte nur skizziert, will das Bürgerforum erreichen.  
Grafik: Maps4News
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Den Weiterbau der Rodgau-Ringstraße, auf der Karte nur skizziert, will das Bürgerforum erreichen. Grafik: Maps4News

Rembrücken will sich wehren gegen zunehmenden Durchgangsverkehr. Deshalb organisiert das Bürgerforum im Stadtteil derzeit eine Unterschriftenaktion, mit der für den Weiterbau der seit Jahren geplanten Fortsetzung der Rodgau-Ringstraße geworben wird.

Heusenstamm –  Grund für diese Aktivitäten sind die Planungen der Stadt Rodgau, in den nächsten etwa 20 Jahren zwischen Jügesheim und Hainhausen auf einer Fläche von 46 Hektar ein neues Wohngebiet entstehen zu lassen. Noch steht nach den Aussagen von Sabine Hooke, bei der Stadt Rodgau für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, nichts fest. „Bislang gibt es nur einen Rahmenplan“, erläutert sie auf Anfrage. Daher stehe auch noch nicht fest, wie viele Wohnungen dort gebaut werden sollen. Schätzungen liegen zwischen Raum für 5000 bis 8000 Einwohner. Derzeit leben 47 000 Menschen in der Stadt. Es werde auch erwartet, dass viele Rodgauer dorthin umsiedeln könnten, etwa junge Menschen, die eine eigene Wohnung suchen.

Schon jetzt, beklagt das Bürgerforum Rembrücken, habe der Durchgangsverkehr in Rembrücken durch die Erschließung neuer Wohngebiete in Rodgau stark zugenommen. Wegen der geplanten Erweiterung an der Westflanke von Rodgau müsse mit einem weiteren Anstieg gerechnet werden. Der in Richtung Offenbach und Frankfurt zielende Berufsverkehr belaste auch das Stadtgebiet Heusenstamm.

„Sofortige Wiederaufnahme der Planung“

„Als logisches Verkehrskonzept für diesen gewaltigen Ausbau der Wohngebiete fordern wir daher die sofortige Wiederaufnahme der Planung für Fertigstellung der Rodgau-Ringstraße“, schreibt das Bürgerforum, dessen Sprecher Dr. Hartmut von Kienle ist. Dies sei aus verkehrspolitischer Sicht, im Rahmen des Umweltschutzes sowie zum Schutz vor Lärmbelastung und der Gesundheit der Anwohner dringend anzugehen.

Man sei sich bewusst, dass dazu der Verlust von Freigelände unvermeidbar sei, heißt es weiter. Mit der Unterschriftenaktion wolle man der Petition „an die für Verkehrsplanung Verantwortlichen“ mehr Gewicht geben. Das ist im Wesentlichen die Stadt Rodgau. Die Petition richtet sich zudem ans Regierungspräsidium.

Verwaltungsgerichtshof stoppt Ausbau

Der Weiterbau der Rodgau-Ringstraße beschäftigt Verwaltung und Stadtparlament schon lange. So war der bereits beschlossene Ausbau bis zur verlängerten Udenhoutstraße gescheitert, nachdem der Hessische Verwaltungsgerichtshof das Projekt im Juni 2009 wegen planerischer Versäumnisse gestoppt hatte. 2013 einigte man sich darauf, 2020 ein neues Verkehrsgutachten zu beauftragen, um zu erfahren, ob der Weiterbau Entlastung bringt.

Schon jetzt haben Mitglieder des Bürgerforums Flyer für Unterschriften in Rembrücken verteilt. In Rückers Hofladen, Hauptstraße 11, und bei Autoteile Iseler im Weiskircher Weg 18 liegen weitere aus. Am Samstag, 26. September, können zudem von 10 bis 12 Uhr Unterschriften im Haus der Begegnung, Obertshäuser Straße 30, geleistet werden. (Claudia Bechthold)

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