„Frage des Standorts ist weitgehend geklärt“

CDU-Fraktionschef Paul Sassen: Endlich Sanierung des Feuerwehrhauses angehen

Auch im Feuerwehrhaus Heusenstamm an der Rembrücker Straße müssen die Aktiven derzeit vor allem Abstand halten.
+
Auch im Feuerwehrhaus Heusenstamm an der Rembrücker Straße müssen die Aktiven derzeit vor allem Abstand halten. Nun soll die Sanierung des Standorts endlich angegangen werden.

„Dies gleicht einer Bankrotterklärung der Exekutive dieser Stadt“, bemerkt der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Paul Sassen, zum Thema Feuerwehrhaus.

Heusenstamm – Wie berichtet, hat das Stadtparlament jüngst beschlossen, dass der Magistrat bis September die Planung zur Sanierung und Erweiterung des Gebäudes an der Rembrücker Straße aufnehmen soll. Der Sanierungsbedarf sei altbekannt und dennoch habe es einer erneuten Beschlussvorlage – diesmal von der FDP – bedurft, um damit voranzukommen, schreibt der Fraktionschef in einer Mitteilung.

Seit viereinhalb Jahren könne Bürgermeister Halil Öztas keine Ergebnisse für die Feuerwehr vorweisen und ein Ende sei nicht in Sicht. Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung aus den Jahren 2015 und 2017 sei weitgehend keine Beachtung geschenkt worden, und es bleibe weiterhin eine gewisse Befürchtung, dass sich dieses Verhalten des Bürgermeisters nicht ändern werde.

Die Christdemokraten möchten eine Ertüchtigung der Feuerwehr am jetzigen Standort vorantreiben, auch wenn sich einige Voraussetzungen geändert haben, etwa der Denkmalschutz für die historische Feuerwache, die nun in eine aktualisierte Planung einbezogen werden müssten. Sollte allerdings der Magistrat einen anderen Standort wünschen, müsse er alle Details dazu bis September vorlegen. Dies sei aber keine Aufforderung, diesem Ansinnen nachzukommen, sondern nur eine Fristsetzung für den Fall der Fälle, heißt es weiter.

Für die Union sei die Standortfrage indes weitgehend geklärt. Erstens habe sich die Rembrücker Straße lange bewährt und zweitens wohnten viele Feuerwehrleute in Nähe. „Im Alarmfall ist so eine sehr schnelle Erreichbarkeit des Stützpunktes gewährleistet“, versichert Sassen. Der Anfahrtsweg in Richtung Martinsee wäre deutlich länger und würde eine signifikante Verschlechterung darstellen: „Wir vertrauen da auch sehr klar den fachlich völlig unzweifelhaften Aussagen der Feuerwehrführung im Hinblick auf die einzuhaltenden Hilfsfristen und Risiken“, betont Sassen weiter. Letzen Endes stehe an dieser Stelle die Sicherheit der Bevölkerung im Vordergrund. Der Bürgermeister habe es noch nicht verstanden, dass es dabei ganz klar um Notwendigkeiten und eine konkrete Nutzungserwartung geht.

Auf eine Anfrage der CDU habe der Bürgermeister zudem selbst erläutert, dass ein Neubau ungefähr mit den doppelten Kosten einer Erweiterung am bisherigen Standort zu Buche schlage. Außerdem habe es der Bürgermeister nicht für nötig erachtet, gemäß dem Beschluss vom Mai 2017, die bis 2015 entwickelten Planungen am bestehenden Standort wieder aufzunehmen und dem Stadtparlament vorzulegen.

Mit einem Appell schließt der CDU-Politiker Paul Sassen seine Mitteilung: „Und an die Kollegen aus der SPD-Fraktion, die ihre eigene Ergebnislosigkeit immer häufiger versuchen, mit einer angeblichen Blockade unsererseits zu rechtfertigen: Nicht eine einzige Initiative unsererseits hat in irgendeiner Weise diese Untätigkeit befördert. Ganz im Gegenteil. Den Anträgen der CDU folgend sind im städtischen Haushalt bereits etwa 1,2 Millionen Euro für Maßnahmen am Feuerwehrhaus eingeplant. Lassen Sie uns endlich etwas daraus machen.“  clb

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare