Heusenstamm

„Endlich passiert mal wieder etwas“: Gut besuchtes Kelterfest

Mit viel Abstand zwischen den Tischen fand das Kelterfest des Gesangvereins Konkordia am Bannturm statt.
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Mit viel Abstand zwischen den Tischen fand das Kelterfest des Gesangvereins Konkordia am Bannturm statt.

Ein wenig dürfte das leicht stürmische und kühle Wetter den Konkordianern in die Hände gespielt haben. Das „Kelterfest light“, wie sie es selbst genannt haben, verlief am Sonntag am Bannturm in Heusenstamm ohne großen Ansturm und dennoch zur Zufriedenheit der Organisatoren vom Gesangverein.

Heusenstamm – Bernd Krostewitz, Vorsitzender der Konkordia, ist schon ein wenig erleichtert. „Es ist bis jetzt gut gelaufen“, sagt er etwa eine Stunde vor dem Ende des Festes, das bis 15 Uhr begrenzt war. Vor allem sei zu keiner Zeit die erlaubte Höchstzahl von 250 Gästen auf dem Platz gewesen.

Mit einem ausführlichen Hygienekonzept hatte der Verein die Erlaubnis für sein Kelterfest erhalten. Ausgearbeitet hatte Doris Hüter die Organisation. Absperrungen und ein großes Zelt begrüßten die Besucher in Höhe des Hinteren Schlösschens. Wer auf den Platz wollte, erhielt gegen ein Pfand in Höhe von fünf Euro eine eingeschweißte Karte mit einer Nummer sowie einen Zettel zur Angabe seiner Daten. Beides musste beim Verlassen des Platzes wieder abgegeben werden. „Das hat gut funktioniert“, bestätigt Doris Hüter. Zumal eben nicht so viele Gäste auf einmal kamen. Zur Mittagszeit sei das Fest dann gut besucht gewesen, aber nicht voll. Und lange gesessen hätten die meisten Leute nicht. „Viele haben sich das Essen mit nach Hause genommen“, schildert Doris Hüter ihre Beobachtungen, allerdings nicht, ohne wenigstens ein Glas des gerade gepressten Süßen oder des Konkordia-Stöffchens zu genießen. Kaffee und Apfelkuchen in vielen Variationen gab es allerdings nicht. Das sei derzeit nicht gestattet. Der Verkauf des Süßen in einem weiteren Zelt vor dem Eingang zum Platz sei sehr gut gelaufen, berichtet die Sängerin. Abgegeben wurde der frische Apfelsaft nur in vom Verein gestellten Behältern.

Die sonst übliche Feststimmung des Kelterfestes freilich dürfte der eine oder andere vermisst haben. Viele haben es vermutlich eher wie den Besuch eines Gartenlokals empfunden. „Hauptsache, es gab mal wieder eine Art Veranstaltung“, kommentiert einer der Gäste das Geschehen am Bannturm.

Etwa 50 Aktive der Konkordia standen als Helfer bereit – die Liste der Freiwilligen sei sehr schnell voll gewesen –, um die Besucher an den Tischen zu bedienen. Das sei von vielen als angenehm empfunden worden, weil das sonst übliche Schlangestehen an der Kasse und an der Essensausgabe auf diese Weise wegfiel. Vor allem aber hätten sich alle an die Regeln gehalten und niemand habe gemeckert. „Eigentlich war jeder froh, dass man sich einmal sieht, und dass im Verein mal wieder etwas passiert“, meint Doris Hüter. Und wenn es mit der Situation durch das Coronavirus weiter so bleibe, werde man im nächsten Jahr das traditionelle Pfingstfest des Gesangvereins genauso organisieren. „Ich denke, es war wichtig, dass wir das als Verein jetzt mal probiert haben“, fügt Doris Hüter noch hinzu. Und da es gut funktioniert habe, alle Beteiligten auf die Einhaltung der Regeln geachtet haben, könne man je vielleicht auch eine Art Vorreiter für andere Vereine sein. (Claudia Bechthold)

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