Stadtentwicklung

Erweiterung ist machbar: Architekt des Feuerwehrhauses legt Studie vor

Neben statt vor dem Feuerwehrhaus an der Rembrücker Straße planen die Architekt Dirk und Tobias Didden die Parkplätze für die aktiven Mitglieder. Zeichnung: Didden
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Neben statt vor dem Feuerwehrhaus an der Rembrücker Straße planen die Architekt Dirk und Tobias Didden die Parkplätze für die aktiven Mitglieder.

Dirk Didden ist Architekt. Und als solcher hat er auch einen Teil der Schlossstadt mitgestaltet. So stammt zum Beispiel das Kultur- und Sportzentrum Martinsee aus seiner Feder. Aber auch die Trauerhalle auf dem Friedhof hat er entworfen und umgesetzt. Wohnhäuser hat Dirk Didden gebaut und das 1976 eingeweihte Feuerwehrhaus an der Rembrücker Straße.

Heusenstamm – Und dieses ist der Grund, warum sich der Teil-Ruheständler, der immer noch regelmäßig zum Stift greift, jetzt zu Wort meldet: Er hat eine Machbarkeitsstudie entworfen, um zu zeigen, wie das Gebäude erweitert und modernisiert werden könnte.

Dirk Didden hatte sich geärgert, als vor etwa einem Jahr eine Bebauungsplanung für das Areal rund um den Feuerwehrkreisel öffentlich vorgestellt worden war. In einer Sitzung des Bauausschusses hatte der Vertreter eines Planungsbüros einen Mustergrundriss für ein neues Gerätehaus erstellt und nachgewiesen, dass ein solches nicht auf dem jetzigen Grundstück zu verwirklichen sei.

Thema der Politik ist der Komplex an der Rembrücker Straße aber schon länger. Wie mehrfach berichtet, beklagen die Brandschützer seit vielen Jahren nicht nur bauliche Alterserscheinungen an dem Gebäude. Der Platz reicht schon lange nicht mehr aus.

Erst am Donnerstagabend während der Jahreshauptversammlung nannte die Wehrführung einmal mehr, was in dem Gebäude alles fehlt. So kann aus Platzgründen die vorgeschriebene Schwarz-Weiß-Trennung von Einsatz- und Privatkleidung nicht umgesetzt werden. Die Atemschutzwerkstatt ist zu klein, eine vernünftige Werkstatt für den Gerätewart gibt es nicht. Ebenso fehlen eine Waschhalle für die Fahrzeuge, Räume für die Kinder- und die Jugendfeuerwehr und zur Ausbildung und für Besprechungen sowie Lagerflächen. Die Funkzentrale ist zu klein. Und die Parkplätze für die Aktiven sind ungünstig angeordnet, so dass es im Alarmfall zu einem Unfall kommen könnte.

Der Heusenstammer Architekt hat inzwischen die CDU in der Schlossstadt angesprochen. Mit seiner Machbarkeitsstudie beweist er, dass ein Ausbau des bestehenden Feuerwehrhauses bei Erfüllung aller Erfordernisse durchaus möglich wäre. Und dies auch noch mit einem Zugewinn für den Saal für Vereine, der sich ja über der Fahrzeughalle befindet. Freilich würde ein Teil des ehemaligen Bauhofgeländes direkt nebenan für die Alarm-Parkplätze der Aktiven benötigt. Aber eine Wohnbebauung auf diesem Grundstück wäre, wenn auch in kleinerem Umfang als vor einem Jahr vorgestellt, auch dann noch möglich.

Ein begrüntes Dach und Terrassen für den Saal für Vereine und für Feuerwehrangehörige könnten auf dem Anbau zur Rembrücker Straße hin entstehen. Innen erfüllen die Vorschläge die Anforderungen der Brandschützer.

Zwei Anbauten schlagen Dirk Didden und sein Sohn Tobias Didden für das Feuerwehrhaus vor. Auf der Seite zur Rembrücker Straße – dort, wo sich derzeit die Parkplätze befinden – würden eine große Lagerhalle, die Atemschutzwerkstatt sowie neue Umkleideräume mit sanitären Anlagen entstehen. Und auf der Rückseite könnte ein weiterer Anbau unter Einbeziehung des Schlauchturms einer Waschhalle, einer Werkstatt, der Funkzentrale sowie Büros, Besprechungs- und Schulungsräumen Platz bieten. Vorgesehen wären auch Räume für den Nachwuchs, ein Fitnessraum und eine Küche mit Aufenthaltsraum.

Profitieren könnten von dem Anbau auch die Nutzer des Saals für Vereine, dessen Sanitärräume verlegt werden könnten. Vor allem aber entstünde auf dem Dach des angebauten Lagers eine Terrasse, die dem Saal zugeordnet würde.

Zur Nutzung der alten Feuerwache, die inzwischen unter Denkmalschutz steht, gibt es noch keine Idee.

Ihre Vorschläge haben die beiden Heusenstammer Architekten dem CDU-Vorstand als Diskussionsgrundlage zugeschickt. Nun sind Dirk und Tobias Didden gespannt auf die Reaktion. (Von Claudia Bechthold)

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