Heusenstamm

Tipps für den Familienalltag in Zeiten des Coronavirus

+
Damit dem Nachwuchs daheim nicht die Decke auf den Kopf fällt, ist Abwechslung gefragt. 

Die Schul- und Kitaschließungen aufgrund des Coronavirus stellen viele Eltern vor Herausforderungen. Kerstin Menz, Psychologin und Heilpraktikerin aus Heusenstamm, gibt Tipps, wie die Zeit positiv gestaltet werden kann.

Heusenstamm – Vor eine große Herausforderung stellen das Coronavirus und die damit verbundenen Schul- und Kita-Schließungen seit dieser Woche viele Eltern.  Denn all jene, die nicht unter die vom Land Hessen für einige Berufsgruppen festgelegten Kriterien für eine Notbetreuung seiner Kinder fallen, müssen diese bis zum Ende der Osterferien zu Hause betreuen.

Und das ist auch abgesehen von der Vereinbarkeit mit dem eigenen Job für Eltern keine leichte Aufgabe, schließlich will der Nachwuchs zu Hause auch bei Laune gehalten werden – zumal das gesellschaftliche Leben nahezu zum Stillstand gekommen ist. Und mit ihm auch so gut wie alle Freizeitangebote entfallen.

Tipps, wie sie ihren Familienalltag dennoch positiv gestalten können, bekommen interessierte Eltern von Kerstin Menz. Die Psychologin und Heilpraktikerin für Psychotherapie aus Heusenstamm ist selbst Mutter von drei Kindern, Sie hat sich dazu Gedanken gemacht und einige Ideen gesammelt. Diese möchte sie mit interessierten Eltern teilen.

„Als am Freitag nach und nach die Informationen zur Schließung von Kitas und Schulen aufkamen, kam bei uns und auch im Bekanntenkreis schnell die Frage auf, wie wir das machen sollen“, erzählt Kerstin Menz. Doch nachdem die Heusenstammerin und ihr Mann den Samstag in gewohnter Routine mit den Erledigungen rund um den Haushalt verbracht hatte, waren die Überlegungen am Sonntag schnell wieder bei den kommenden Tagen. „Ich habe mir so meine Gedanken gemacht und das wurde dann schnell mehr“, berichtet sie. So kam ihr die Idee, ihre Überlegungen auch mit anderen zu teilen, die in einer ähnlichen Situation sind. „Sicher, am ersten Tag finden die Kinder das auch noch spannend, aber das hält nicht lange“, befürchtet Menz. Und auch das Wetter werde in den kommenden Wochen nicht immer so schön bleiben wie aktuell.

Um dann dem heimischen „Lagerkoller“ zu entgehen, sei vor allem eine Struktur wichtig, weiß die Psychologin. Wichtig sei für den Nachwuchs etwa die Aufstellung klarer neuer Regeln, sodass viele Diskussionen im Alltag gar nicht erst geführt werden müssten.

So biete sich vor allem für den Morgen die gemeinsame Erstellung eines Stundenplanes an, der auch die Erledigung der von den Schulen vorgegebenen Aufgabenpakete beinhaltet. Auch Kindergartenkinder könnten kurze Zeiten mit „Hausaufgaben“ verbringen, beispielsweise Malen nach Zahlen.

Kleine mathematische Aufgaben in der Natur oder auf dem Spielplatz ermöglichen zudem Unterricht im Alltag. Und das tägliche Kochen wird ganz nebenbei zur Mathestunde, wenn die Kinder ausrechnen, welche Zutatenmengen für ihr Lieblingsessen benötigt werden. Fehlen sollte dabei auch kreative Zeit nicht, rät Kerstin Menz. Zeit zum Basteln oder Malen ermöglicht den Kinder ein Beschäftigungsfeld, das sie auch aus Schul- und Kita-Alltag gewohnt sind. Und auch den Bewegungsdrang ihrer Kids sollten Eltern nicht unterschätzen. Dieser wird in Schule und Kita oft beim Toben auf dem Hof oder im Garten gestillt, die Kinder ausgepowert. Dieser lässt sich bei gutem Wetter leicht an der frischen Luft stillen, bei schlechtem ist ein wenig Kreativität gefragt – etwa mit dem beliebten „Nicht-den-Boden-berühren-Spiel“. Gute Laune mache zudem das gemeinsame Singen.

Auch sollten Familien versuchen, die Situation mit Humor zu nehmen, gemeinsam zu lachen oder lustige Komödien zu schauen. Wer möchte, kann auch ein gemeinsames Familientagebuch führen, in dem die Erlebnisse festgehalten werden.

Und wo die Familie viel Zeit zu Hause verbringt, fällt natürlich auch mehr Hausarbeit an. An dieser sollten Eltern ihre Kinder beteiligen. Ein Aufgabenplan kann dabei helfen. Wichtig sei es auch, trotz der vielen Zeit zuhause eine reglementierte Medienzeit einzuhalten, rät die Psychologin. Zwar sei es für die Kinder gerade jetzt besonders verlockend, mit Freunden zu chatten, zu spielen oder im Netz zu surfen, doch sollte gemeinsam entschieden werden, was noch angebracht ist.

Diese und weitere Tipps finden Eltern auf der Praxis-Seite von Kerstin Menz.

Infos im Internet

praxis-mensana.de/corona-familienalltag/

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare