Heimat für Naturengel

Heimat- und Geschichtsverein Heusenstamm bestätigt Roland Krebs als Vorsitzenden

Der neue Vorstand des Heimat- und Geschichtsvereins (von links): Michael Feiler, Irene Wilhelm, Vorsitzender Roland Krebs, Gertrude Sietzy und Peter Jakoby.
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Der neue Vorstand des Heimat- und Geschichtsvereins (von links): Michael Feiler, Irene Wilhelm, Vorsitzender Roland Krebs, Gertrude Sietzy und Peter Jakoby.

Die Naturengel, vor zwei Jahren von Bürgerinnen und Bürgern ins Leben gerufen, die sich für eine saubere Umwelt engagieren, sind nun Teil des Heimat- und Geschichtsvereins (HGV). Das verkündete der wiedergewählte Vorsitzende Dr. Roland Krebs am Mittwochabend während der Jahresversammlung des Vereins.

Heusenstamm – Die Pflege des heimatlichen Landschaftsbildes zähle zu den in der Satzung verankerten Zwecken des HGV, begründete Krebs diese Entscheidung. Deshalb habe man den Naturengeln, vor allem initiiert von Hendrik Fett, der die Idee mit dem als Waldwächter bekannten Florian Früchel entwickelt hat, gerne unter dem Dach des Vereins ein Zuhause gegeben.

Mehr als 50 Mitglieder waren in den Saal für Vereine gekommen, unter anderem um den Vorstand neu zu wählen. Das Ergebnis fiel ausnahmslos einstimmig aus, mit Ausnahme weniger Enthaltungen meist der Betroffenen. Danach wird Roland Krebs weiterhin von Peter Jakoby als Stellvertreter unterstützt. Schriftführer bleibt Friedhelm Koch, Schatzmeisterin Gertrude Sietzy. Beisitzer sind Michael Feiler und Irene Wilhelm, die für die Naturengel in das Gremium gewählt wurde. Dank galt Hans Scheuern und Dr. Erik von Knorre, die nicht mehr für den Vorstand kandidierten.

In seinem Bericht konnte Krebs auf viele Aktivitäten im Jahr 2019 zurückblicken. Neben Ausstellungen, Lesungen und Vorträgen gehörten auch zwei Ausflüge dazu. In diesem Jahr indes zählte er lediglich den Neujahrsempfang vor dem Lockdown und eine Ausstellung auf. Alle anderen Veranstaltungen mussten bislang ausfallen.

Pläne zu machen, sei noch immer schwierig, bedauerte Roland Krebs. Umso erfreulicher sei, dass die Stadtkapelle angeboten hat, zu den Öffnungstagen des Museums am jeweils ersten Sonntag eines Monats (14 bis 17 Uhr) in kleinen Gruppen Platzkonzerte im Garten des Hauses der Stadtgeschichte zu geben – erstmals im November. Neu ist zudem eine Fotogruppe mit Thomas Sperl, die Veränderungen in der Stadt dokumentieren will.

Für die Museumsgruppe erstattete Gernot Richter Bericht, der auf deren vielfältigen Archivierungs- und Vorbereitungsarbeiten einging. Sowohl diese Gruppe als auch der Verein insgesamt sind auf der Suche nach weiteren Mitstreitern, etwa auch für Stadtführungen oder Museumsdienste.

Zum Abschluss sprach Rudolf Fauerbach über Heusenstammer Dialekt-Ausdrücke, die der HGV in einem Heft gesammelt hat. Dieses gibt es bislang als eine Art Entwurf, man ist dankbar für Ergänzungen. Man wolle Worte wie „Bambelschnut“ (herunterhängende Unterlippe) oder „Utschebebbes“ (kleiner Mann) vor dem Vergessen bewahren, aber auch die Sprache der „direkten Wirklichkeit“ sowie die Zeit vor allem des 19. Jahrhunderts, in der der Ort noch eine Art geschlossene Gesellschaft gewesen sei, darstellen. (Von Claudia Bechthold)

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