Im Garten wird alles neu

Horst-Schmidt-Haus der Awo: Auch das Gelände wird umgestaltet

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Blumen statt Baustelle: Schon bald soll mit den Bauarbeiten im Garten des Horst-Schmidt-Hauses begonnen werden.

Der große Garten des Seniorenzentrums Horst-Schmidt-Haus der Arbeiterwohlfahrt (Awo) an der Herderstraße ist derzeit in keinem guten Zustand. Wegen der anstehenden Bauarbeiten auf dem Grundstück mussten große Teile des Geländes aufgebuddelt werden.

Heusenstamm – Wie berichtet, wird dort zunächst die ehemalige Sozialstation abgerissen, um eine neue Kindertagesstätte mit 99 Plätzen zu errichten. Außerdem sollen das ehemalige Schwesternhaus saniert und ein weiterer Neubau mit 14 Eigentumswohnungen für Senioren gebaut werden. Insgesamt rund 20 Millionen Euro investiert die Besitzerin der Immobilie, die schwedische Hemsö Fastighets AB.

Im Garten wurden neue Leitungen für die Heizung und Leerrohre verlegt, erläutert Heimleiterin Roza Bering. Denn die neuen Gebäude sollen an das Heizsystem des Horst-Schmidt-Hauses angeschlossen werden. Dazu werde auch die Heizung erweitert. „Die Arbeiten auf dem Gelände werden den bislang weitläufigen Garten natürlich verkleinern“, räumt Bering ein. Dafür soll er, verspricht sie, aber schöner werden. Dazu gehört, dass eine Art Spielstraße für Kinder eingefügt wird. „Unsere Bewohner lieben es, wenn sie Kindern beim Spielen zusehen können, wenn Kinder strahlen“, sagt sie. Deshalb werde man den Garten so gestalten, dass er für Kinder und für alte Menschen passt. Außerdem wünscht sich die Chefin des Zentrums einen Walnussbaum und Haselsträucher: „Das lockt die Eichhörnchen an, die den Bewohnern ebenfalls Freude bereiten.“ Auch an bienenfreundliche Blumen denkt sie. Zumal sie auch Bienenstöcke aufstellen lassen möchte. „Und ein Kräutergarten gehört natürlich auch dazu.“ Für die Küche des Horst-Schmidt-Hauses werde dieser gebraucht, denn dort wird nicht nur für das Seniorenzentrum gekocht. „Wir beliefern auch die Waldkitas in der Umgebung mit vegetarischem Bio-Essen.“

Auch einen Brunnen wünscht sich Roza Bering für den neuen Garten. Dieser soll so beschaffen sein, dass Kinder darin spielen und die Senioren darum herumlaufen können. „Ein kleines Kneipp-Bad für die Unterarme wäre außerdem sehr schön“, fügt sie noch an.

Die von vielen Bewohnern geschätzte Rosenlaube werde erhalten bleiben, verspricht sie. Dazukommen sollen Wege in Herzform. Zum einen sollen sie so breit sein, dass man sich mit zwei Rollstühlen begegnen kann. Und zum anderen könnte man diese auch als „Rennbahn“ für Bobbycars nutzen. Einen Pavillon als stille Ecke zum Zurückziehen soll es ebenfalls geben, aber auch eine Fläche, auf der man im Sommer Tische und Sonnenschirme aufstellen kann. Und einige Bänke zum Ausruhen natürlich. Roza Bering hofft, dass mit dem Garten-Umbau bald begonnen werden kann. „Ich werde alles tun, dass der Garten nicht den ganzen Sommer über eine Baustelle ist“, verspricht sie.

Die 30 Wohnungen im neuen Gebäude an der Ecke zur Theodor-Heuss-Straße sind mittlerweile weitgehend bezogen. Auch die zusätzlichen 16 Pflegezimmer in dem Neubau sind bereits in Betrieb. Deren neue Bewohner werden den Garten nach der Umgestaltung ebenfalls nutzen.

VON CLAUDIA BECHTHOLD

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