Interims-Einrichtung vermutlich erst im Oktober fertig

Kita-Neubau in Heusenstamm verzögert sich

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Unwegsam wirkt derzeit noch das Gelände an der Ecke Weiskircher Weg und Rudolf-Braas-Straße, auf dem in einigen Wochen eine Kita in Modulbauweise errichtet werden soll.

Aus dem Sommer wird wohl Herbst: Etwa vier Wochen später als geplant und angekündigt wird nach den Angaben von Bürgermeister Halil Öztas die erste neue Kita fertig. 

Heusenstamm – Anfang April hatte das Stadtparlament den Bau von bis zu 160 zusätzlichen Betreuungsplätzen für Kinder bis sechs Jahre beschlossen (wir berichteten). Die erste Einrichtung, eine Interims-Kita in Modulbauweise, hätte nach den damaligen Angaben „bis zum Sommer“ fertig sein können.

Voraussichtlich Ende September oder Anfang Oktober werde man diese Interims-Kita nach jetzigem Stand in Betrieb nehmen können, sagte Öztas auf Anfrage. Es geht um ein Grundstück am Weiskircher Weg, Ecke Rudolf-Braas-Straße. Die Eigentümer hatten der Stadt zugesagt, ihr das Gelände für fünf Jahre pachtfrei zu überlassen. Bebaut werden soll der Grund mit Container-Modulen, die die Stadt – so der Beschluss – kaufen wird.

Man sei inzwischen fast so weit, dass man in die Ausschreibung für die Container gehen könne, teilte der Rathauschef mit. Zwölf bis 14 Wochen, hieß es damals seitens der Verwaltung, betrage die Lieferzeit für diese Module. Die notwendige Erschließung des Grundstücks müsse dagegen nicht ausgeschrieben werden. Es müsse lediglich mit den verschiedenen Anbietern geklärt werden, wo die jeweiligen Leitungen verlaufen, um die Anschlüsse für Wasser, Kanal, Strom und Telefon verlegen zu können.

200 Namen auf den Wartelisten

Derzeit stehen etwa 200 Namen auf den Wartelisten der Verwaltung. Den mit rund 130 Kindern größeren Anteil machen jene unter drei Jahren aus. Neben jener Interims-Einrichtung für voraussichtlich 74 Kinder – je zwei Gruppen U3 und Ü3 – ist bereits geplant, eine neue Kita an der Herderstraße zu bauen, die für 99 Kinder, davon 24 unter drei Jahren, von der Arbeiterwohlfahrt errichtet wird. Die Fertigstellung wird für das Jahr 2020 erwartet. Ende dieses Jahres könnte zudem eine Krabbelstube an der Philipp-Reis-Straße bezogen werden, in der ebenfalls 24 Minis betreut werden könnten.

Der Magistrat plant außerdem, die städtische Kita in Rembrücken zu erweitern, um dort eine Krabbelgruppe mit zwölf Kindern eröffnen zu können. Nach den Angaben der Verwaltung könnte diese Baumaßnahme zum Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres beendet werden.

Als Dauerlösung haben die Parlamentarier mit diesem Gesamtpaket im April zudem die Bebauung des südlichen Zipfels des Außengeländes am Schwimmbad beschlossen. Innerhalb von 14 Monaten könne dort – ebenfalls in Modulbauweise – ein Gebäude für vier Gruppen errichtet werden. Damit könnten dort ebenfalls 74 Kinder betreut werden.

Ein weiteres Problem zur Schaffung weiterer Betreuungsplätze für Kinder ist die Einstellung von weiteren Erzieherinnen. Denn es gibt bundesweit zu wenige Fachkräfte Doch da ist Bürgermeister Öztas zuversichtlich. Für jene neue Kita am Weiskircher Weg habe man bereits eine Leiterin gefunden, verkündete er. Und diese werde auch schon in die Vorbereitungen und Planungen der künftigen Einrichtung eingebunden.

Claudia Bechthold

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