Krabbelstube mittags dicht

Kita Wiesenborn muss Betreuungszeiten weiter einschränken

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Personalnotstand: Mehrere Stellen im Kinderhaus Wiesenborn konnten bisher nicht besetzt werden. 

Personalmangel, Urlaube und dazu krankheitsbedingte Ausfälle – die aktuelle Situation der städtischen Kita am Wiesenbornweg verlangt Erzieherteam um Leiterin Gerit Witzel alles ab.

Heusenstann – Nachdem die Kita nach den Sommerferien bereits die täglichen Betreuungszeiten morgens um 30 Minuten sowie an den Nachmittagen um jeweils eine Stunde verkürzen musste, um keine ihrer Gruppen ganz schließen zu müssen (wir berichteten), blieb der Leiterin aufgrund mehrerer kurzfristig erkrankter Mitarbeiter nun nichts anderes übrig, als vorübergehend noch weiter zu verkürzen. 

 So schließt die Krabbelstube bis einschließlich kommenden Montag nach dem Mittagsessen bereits um 12. 30 Uhr, bestätigt Bürgermeister Halil Öztas auf Anfrage.

Heusenstamm: Kita muss mittags schließen

Drei der Erzieherstellen im Kinderhaus Wiesenborn sind derzeit unbesetzt, bei zwei davon handelt es sich um befristete Stellen als Vertretung für die Elternzeit. Dass diese für potenzielle Bewerber angesichts des aktuellen Überangebots an Stellen im gesamten Rhein-Main-Gebiet wenig attraktiv sind, ist kein Geheimnis. Schließlich bevorzugen diese in der Regel eher unbefristete Stellen. Das bestätigt auch Bürgermeister Öztas: „Auf befristete Stellen melden sich aktuell einfach keine Bewerber.“ Unbefristete habe die Stadt jedoch bisher noch gut besetzt, erläutert der Rathauschef.

In solchen Fällen wie dem aktuellen helfe das jedoch nur bedingt. „Wenn drei Kolleginnen in Elternzeit sind und plötzlich mehrere Krankheitsfälle dazukommen, lässt sich das einfach nicht mehr kompensieren“, stellt er fest. Sicher sei dies für die betroffenen Eltern keine leichte Situation, die Alternative zu einer Verkürzung wäre jedoch die Schließung einzelner Gruppen. Und die wolle man in jedem Fall vermeiden.

Ideen gegen den Personalmangel

„Wir schauen natürlich auch, ob wir mit Personal aus den anderen Kitas aushelfen können, aber wo wir jemanden abziehen, fehlt es dann auch“, beschreibt Öztas das Dilemma. Auch die Mitarbeiter aus dem städtischen Jugendzentrum springen schon mal ein, wenn es geht.

Um etwaigen Bewerbern trotzt vieler Elternzeit-Vertretungen eine unbefristete Stelle anbieten zu können, behelfe sich die Stadt zudem damit, die Interessenten bereits für jene Einrichtungen einzustellen, die noch nicht eröffnet sind. „Wir haben beispielsweise schon eine Leiterin für die neue Kita an der Rudolf-Braas-Straße eingestellt“, erläutert der Rathauschef. Eingesetzt würden die Neuen dann bis zur Eröffnung weiterer Gruppen in den bestehenden Einrichtungen. Voraussetzung dafür sei jedoch immer, dass dies der städtische Stellenplan erlaube. Über diesen entscheiden die Stadtverordneten.

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