Projekt der Klasse 7a am ARG / Zeitfenster für „andere“ Lerninhalte

Nichtraucher sind im Vorteil

+
Auf einem Plakat haben die Schüler die Ergebnisse der Erkundigungen zusammengefasst.

Die Schüler sollen zu selbstbestimmten, mündigen und verantwortungsbewussten Persönlichkeiten werden, heißt es im Leitbild, das sich das Adolf-Reichwein-Gymnasium (ARG) Ende 2011 gegeben hat.

Heusenstamm –  Dazu gehört, dass es im Unterricht nicht bei jenen Inhalten bleibt, die der Lehrplan vorschreibt. „Wir schaffen zweimal im Jahr Zeitfenster, in denen sich die Schüler um verschiedene Projekte kümmern können“, erläutert Direktor Siegfried Ritter.

Vor Beginn der Herbstferien und in der ersten Woche nach den Februar-Zeugnissen finden am ARG Projektwochen statt. „Da kann es um alle möglichen Themen gehen“, sagt Ritter. Ziel aller Angebote sei aber die Stärkung der Persönlichkeit. „Die Selbstverantwortung des Individuums steht stets im Mittelpunkt“, betont er. Das gelte für den Regelunterricht ebenso wie für angebotene Projekte und die üblichen Klassenfahrten.

Verkehrserziehung wie etwa mit der jährlich mit dem ADAC veranstalteten Aktion „Achtung Auto“ zählt ebenso schon lange zu diesen Angeboten wie zum Beispiel die Berufsberatung und Studienorientierung. Der Umgang mit Medien, das „Lernen lernen“ und die grundsätzliche Medienkompetenz stehen ebenfalls regelmäßig auf der Agenda. Außerdem gibt es Musik-, Sport- und gesellschaftswissenschaftliche Projekte, zu denen auch Geschichtsthemen wie der Holocaust und „Schule gegen Rassismus“ zählen. Schulpatin des ARG schließlich ist Stella Deetjen mit ihrem Verein „Back to life“, die Hilfsprojekte in Nepal und Indien initiiert.

Wichtiger Teil dieser Projekte ist schließlich die Suchtprävention. So hat jetzt beispielsweise die Klasse 7a am ARG am Projekt „Be smart – don´t start“ teilgenommen. Damit sollen Jugendliche animiert werden, sich näher mit dem Thema Rauchen zu befassen, und über die Vorteile des Nichtrauchens aufklären.

Dazu haben Schülerinnen und Schüler Passanten verschiedener Altersgruppen (zwischen 15 und 56 Jahren) zu ihren Erfahrungen mit dem Rauchen befragt.

Die Schüler berichten: „Ein 22-jähriger Passant erzählte, er habe ein halbes Jahr in Griechenland gelebt und dort nicht geraucht. Das habe ihm sehr gut getan. Aber nach seiner Rückkehr nach Deutschland hat er wegen des Stresses wieder angefangen. Eine 30-jährige Frau meinte, es gefalle ihr, zu rauchen, aber sie sei auch der Meinung, dass es ungesund ist.

Rauchen scheint, so die Erfahrung der Klasse, besonders für junge Menschen sehr attraktiv zu sein. Und das, obwohl es von Vorteil ist, wenn man nicht raucht: Man lebt gesünder, die Lebenserwartung ist höher, das Krebsrisiko ist geringer, man hat eine bessere Kondition und ist sportlicher, man ist unabhängig, das Umfeld und die Umwelt bleiben unbeschadet, man hat mehr Geld, eine gesündere Haut und keinen unangenehmen Geruch in Kleidung und Wohnung.“

 

VON CLAUDIA BECHTHOLD

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare