Beistand ist erwünscht

Umfrage-Ergebnisse bei Neujahrsempfang der Pfarrgruppe

Peter Kwasniok, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats, begrüßte die Gäste zum Neujahrsempfang.
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Peter Kwasniok, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats, begrüßte die Gäste zum Neujahrsempfang.

Rückblick halten und nach vorne schauen: Rund hundert Gemeindemitglieder waren zum Neujahrsempfang der katholischen Pfarrgruppe Heusenstamm ins Pfarrheim Maria Himmelskron gekommen.

Heusenstamm – Unter anderem verabschiedete man bei dieser Gelegenheit ehemalige Mitglieder des Pfarrgemeinderats (PGR) und stellte erste Ergebnisse einer Umfrage vor.

Peter Kwasniok, Vorsitzender des neu gewählten PGR, begrüßte die Gäste. In seinem Rückblick lobte er die „tolle Jugend“ unter anderem für eine „fantastische Sommerfreizeit“, die 72-Stunden-Aktion in der Kita St. Cäcilia, die Gestaltung des Jugendraums an der Marienstraße und den Äppler-Anstich. Zudem hieß er Diakon Oliver Schäfer willkommen sowie neue Leiter der Kinder- und der Männerschola. Außerdem nannte er die Theatergruppe Liaison, die wieder ein Stück aufgeführt hatte, und Norbert Holzamer, der die PGR-Wahl mit einem Team geleitet hatte.

Kwasniok kündigte für das begonnene Jahr eine Primiz an: Diakon Benjamin Weiss aus der Schlossstadt wird am 27. Juni zum Priester geweiht und feiert tags darauf Primiz in seiner Heimatpfarrei.

Auf Grafiken waren die Umfrage-Ergebnisse zu sehen.

Professor Eberhard Hild, stellvertretender PGR-Vorsitzender, Yvonne Sassen, Pascal Czok, Heidi und Jochen Friedrich haben eine Umfrage unter Angehörigen der Pfarreien ausgewertet. Erste Ergebnisse stellten sie nun mit Grafiken vor. Danach fühlen sich etwas mehr als die Hälfte der Katholiken in Heusenstamm der Gemeinde Maria Himmelskron zugehörig, ein gutes Viertel St. Cäcilia und zehn Prozent der Rembrücker Pfarrei Mariä Opferung. Fast 27 Prozent hatten angegeben, regelmäßig Gottesdienste zu besuchen und in ihrer Gemeinde mitzuarbeiten. Etwas weniger nehmen regelmäßig Angebote der Kirche wahr, ein Drittel eher unregelmäßig, ein Zehntel der 363 Teilnehmer an der Befragung kommt nur zu besonderen Anlässen.

Die meisten der Beteiligten gehören der Altersgruppe der 46- bis 65-Jährigen an, auch Christen, die 76 Jahre und älter sind, sind stark vertreten. Dazu passt, dass sich viele eine „Begegnung mit der Kirche“ im Alter wünschen, im Krankheitsfall, aber auch im Alltag. Beistand erwartet eine große Zahl auch bei Verlust oder Trennung von nahestehenden Menschen, „in der Diskussion politischer und kirchlicher Themen“, bei Festen und im Familienleben.

Wenig Bedarf einer Begleitung durch die Kirche gibt es den Antworten zufolge bei der Arbeit und Erwerbslosigkeit, bei Umzug und Suchtkrankheiten. Großes Interesse bestehe an thematischen Gottesdiensten und Konzerten, an Vorträgen und Andachten „bis zu 30 Minuten“. Bei Familiengottesdiensten, ökumenischen Angeboten und Veranstaltungen zu besonderen Anlässen wäre knapp die Hälfte der Befragten dabei.

Persönlich beschäftigen größere Kreise die Themen soziale Gerechtigkeit, Umweltfragen und die politische Situation, die Felder Zukunft, Gesundheit und Glauben. Die detaillierte Auswertung soll im Frühjahr folgen. VON MICHAEL PROCHNOW

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