Mit Mehrgenerationen-Konzept

An der Hohebergstraße entstehen Mehrfamilienhäuser

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Vier Reihenhäuser und noch einmal drei (im Hintergrund) lässt die Noctua an der Hohebergstraße bauen.

Heusenstamm - Einstimmig hatte das Stadtparlament den Verkauf der beiden Grundstücke an der Hohebergstraße im Juli vergangenen Jahres gebilligt. Ein Investor aus Frankfurt hatte den Zuschlag erhalten. Jetzt beginnen die Arbeiten für den Bau von zwei Mehrfamilienhäusern. Von Claudia Bechthold 

Schon seit Tagen wird an der Hohebergstraße zwischen der Straße An der Düne und der unter Naturschutz stehenden Hindenburg-Eiche gebaggert. Im Auftrag der Frankfurter Noctua Development wird das Erdreich des Geländes ausgehoben. Denn in der Kiesgrube, die sich dort einst befand, war früher auch viel Müll gelandet. Der Aushub wird entsprechend entsorgt. Für dieses Grundstück sowie ein zweites zwischen der Hindenburg-Eiche und der Straße Am Apfelbaum hatte die Stadt rund 1,3 Millionen Euro erhalten. Von diesem Preis sind die Kosten für die Entsorgung des Erdreichs bereits abgezogen. Noch in diesem Quartal soll mit den Bauarbeiten für zwei Mehrfamilienhäuser begonnen werden. Auf dem zweiten Areal werden neun Reihenhäuser gebaut. Architekt ist der in Heusenstamm lebende Hans Mathis, der zum Beispiel auch den Bahnhof saniert und umgebaut hat.

Ein wenig zurückversetzt von der Straße wird der Doppelblock stehen, in dem insgesamt 16 Wohnungen entstehen. Nebeneinander liegende größere und kleinere Appartements können miteinander verbunden werden.

Vermutlich im Juni werde mit dem Bau der Mehrfamilienhäuser begonnen, schätzt Hans Mathis auf Anfrage. Eines der beiden Gebäude, das als Doppelblock errichtet wird, hat eine Besonderheit. In jedem der Blocks entstehen je vier größere Wohnungen und, direkt angegliedert, vier kleinere. Die kleineren könne man bei Bedarf an die größeren anbinden. „Das eignet sich zum Beispiel für Familien, die mit der Oma oder dem Opa einziehen wollen“, erläutert der Architekt das Konzept fürs „Mehrgenerationen-Wohnen“. Aber auch erwachsene Kinder, die noch nicht so richtig ausziehen wollten, könnten auf diese Art eine „eigene Wohnung“ beziehen. Solche Kombinationen seien sehr gefragt, berichtet er. Einen Gemeinschaftsraum etwa, wie in größeren Mehrgenerationen-Häusern, werde es aber nicht geben. „Wir wollen mehrere Zielgruppen mit diesem Konzept ansprechen.“

Im zweiten Mehrfamilienhaus sollen eher kleinere Wohnungen entstehen. Insgesamt werden bis Ende 2017 genau 27 Wohnungen gebaut. Weitere neun Reihenhäuser errichtet die Noctua auf dem Grundstück zwischen Apfelbaum und Eiche. Sechs dieser Häuser mit etwa 140 Quadratmeter Fläche bleiben ohne Keller: „Das macht die Gebäude etwas günstiger, Abstellräume entstehen dafür an der Garage“, erläutert Hans Mathis. Drei weitere Reihenhäuser werden unterkellert. Wann für diese Einheiten mit dem Bau gestartet werden kann, ist noch offen. Mathis rechnet aber damit, dass auch dieses Projekt spätestens Ende 2017 fertig sein wird.

Luxus pur: Die teuersten Wohnlagen in Frankfurt

Bereits beschlossen haben Heusenstamms Stadtverordnete in diesem Zusammenhang auch eine Verkehrsberuhigung für die Hohebergstraße. Diese soll 2017 erneuert und so umgebaut werden, dass Parkplätze entlang des Bürgersteigs entstehen, den Radfahrern eine eigene Spur zur Verfügung gestellt wird und in der Mitte Verkehrsinseln entstehen. Damit erhofft man sich, den Verkehr auf dieser Strecke langsam er machen zu können. Wenn diese Häuser stehen, ist das Projekt Südlich der Hohebergstraße abgeschlossen.

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