Hort an der Philipp-Reis-Straße offiziell eröffnet

Bewegung in der Kinderburg

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Stadtverordnetenvorsteherin Ingrid Hennighausen, Hort-Leiterin Eva Morais und Grünen-Stadtverordneter Günther Jakobi (von links).

Heusenstamm - In einer „Kinderburg“ residiert der jüngste Hort der Schlossstadt! So haben die Mädchen und Jungen sowie ihre Erzieher die neue Einrichtung im ehemaligen Fernmeldezeugamt an der Philipp-Reis-Straße getauft.

Am Dienstagabend stellten Leiterin Eva Morais und ihr Stellvertreter Thorsten Manthey Gästen aus Verwaltung, aus Politik, Schule und Elternschaft die Räume und das Konzept vor. 54 Kinder sind derzeit für einen oder mehrere Wochentage angemeldet, so dass an nahezu jedem Tag alle 50 Plätze bis 13.30, 15 oder 17 Uhr belegt sind, berichtete die Sozialpädagogin. Damit nutze etwas mehr als die Hälfte der 683 Grundschüler in der Stadt einen Betreuungsplatz, informierte Bürgermeister Peter Jakoby. Er wünschte, der Gesetzgeber hätte diese Betreuung zur Pflicht gemacht, nicht U3.

120.000 Euro habe der Umbau der Gewerberäume gekostet, den die Stadt zum Teil mit der Miete abzahle. Der Vertrag laufe über fünf Jahre mit der Option auf Verlängerung. Damit bleibe die Stadt flexibel. Ein Neubau wäre um ein Vielfaches teurer geworden, betonte der Rathauschef. Der „riesige Kraftakt“ sei als „fester Standortvorteil“ zu bewerten. Die Kinderburg soll außerdem noch einen „Burghof“ erhalten, eine Spielfläche, die entlang der Heinrich-von-Stephan-Straße bis zum Frühjahr hergerichtet werde.

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So lange ziehen die „Ritter“ und „Burgfräulein“ noch mit einem Bollerwagen voll Spielgeräten auf den Hof der nahem Otto-Hahn-Schule, auf einen Bolz- oder einen Spielplatz, erläuterte Leiterin Morais. Sie stellte die „situationsorientierte Arbeit“ vor, bei der Interessen und Wünsche der Kinder aufgegriffen werden. Die Freizeitpädagogik des fünfköpfigen Teams sei bewegungsfördernd und baue auf Teilhabe: Die jungen Heusenstammer bestimmen über Programm und Projekte sowie die Ausstattung der fünf Funktionsräume bei den Kindersitzungen mit. Auf dem Weg von der Schule wurden die Mädchen und Jungen in den ersten Tagen von Mitgliedern der Seniorenhilfe begleitet, die Stadt baute eine Verkehrsinsel an der Straßenecke, um mehr Sicherheit zu erlangen.

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„Wir haben zahlreiche Angebote und Spenden bekommen“, bedankte sich die Leiterin. Kitas und die Stadtbücherei hatten Bücher, Spiegel, eine Kugelbahn und andere Spiele vorbeigebracht. Inzwischen sind auch neue Stühle eingetroffen, selbstgemalte Bilder zieren die schneeweißen Wände. Das wichtigste Ziel aber sei, den Nachwuchs auf seinem „Weg zu selbstständigen und eigenverantwortlichen Individuen zu unterstützen“, betonte Eva Morais.

M.

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