Erste Hüttengaudi des TSV Blasorchesters gelingt

Beste Stimmung zur „Kneipentour“

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Kneipentour-Musik: Marschierend und stehend – wie am Fastnachtsdienstag nach dem Umzug –  spielten die TSVler während der Hüttengaudi Stimmungslieder.

Heusenstamm – Es sollte eine Hüttengaudi werden. Und es war auch eine echte Gaudi. Zwar war es nicht so eng wie in einer Skihütte, und auch der Schnee hat gefehlt. Aber die Stimmung in der TSV-Halle an der Jahnstraße stand jener in alpenländischen Berghütten in nichts nach.Von Claudia Bechthold

Es war die erste „Hüttengaudi“, mit der das TSV Blasorchester ins 110. Jahr seines Bestehens gestartet ist. Drei weitere große Konzerte planen die Musikerinnen und Musiker mit ihrer Abteilungsvorsitzenden Gundi Wilz noch, darunter ein Open-Air-Konzert am Freitag, 28. Juni, gemeinsam mit den Groove Agents.

Drei verschiedene Gruppen des Orchesters waren für das Hütten-Programm verantwortlich: „Patrick Weber und die lustigen Brandmelder“, die mit böhmischer Musik punkten konnten, eine Grupe mit „Oberkrainer“ Musik unter der Leitung von Thomas Hentschl und die „Kneipentour-Musik“, angeführt von Matthias Fisch.

Biertisch-Garnituren, viele bunte Fähnchen und Girlanden, „Dorscht“-Schilder auf allen Tischen: Zünftig hatten die TSVler die Halle ausgestattet. Zudem hatten sich die meisten der mehr als 250 Gäste an die erwünschte Kleiderordnung gehalten und waren in Trachten erschienen. Dass Getränke und Snacks dem Thema angepasst waren, verstand sich dabei freilich von selbst.

Doch im Mittelpunkt sollte die Musik stehen. „Wir wollen damit auch zeigen, was unsere Musiker neben dem Repertoire des großen Orchesters noch so alles können“, hatte Gundi Wilz zur Begrüßung erläutert.

Mit einem „Gruß aus Böhmen“ und „Gablonzer Perlen“ starteten die lustigen Brandmelder, die ihren Namen darauf beziehen, dass sie ihren „Brand“ – also Durst – melden. Schnell hatten sie das Publikum zum Schunkeln animiert und bei Titeln wie „Auf der Vogelwiese“ sangen viele der Gäste sogar mit. Mit der „Löffel-Polka“ hatte Thomas Hentschl übrigens Gelegenheit zu einem Solo mit zwei Holzlöffeln.

Der zweite Teil des Abends gehörte der Musik aus Oberkrain, die vor allem zum Tanzen animierte. Gut gefüllt blieb die Tanzfläche während dieses Auftritts, der am Ende beim „Trompetenecho“ aber auch zum Mitklatschen verleitete.

Instrumente richtig säubern und lagern

Endgültig auf dem Höhepunkt war die Stimmung, als die „Kneipentour-Musik“ in den Saal marschierte. Seit jeher ist es üblich, dass das Blasorchester nach dem närrischen Umzug am Fastnachtsdienstag durch Heusenstamms Lokale zieht und jeweils ein Ständchen gibt. Gespielt wird vor allem aktuelle Stimmungsmusik. Und genau damit hatten die TSVler dann auch den Nerv der Besucher getroffen. Es wurde mitgesungen und -geklatscht, geschunkelt und getanzt – gekrönt vom Heusenstamm-Lied „Wo’s alte Tor steht“. Bis nach 23 Uhr wurde Livemusik geboten, danach kamen die Klänge vom Band. Gefeiert wurde auf diese Weise fast bis ein Uhr.

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