Ordnungsamt

Menschen sind sauer über Hundekot auf Straßen und Plätzen - Beschwerden steigen

Eine von 43 Hundestationen im Stadtgebiet steht zur kostenfreien Nutzung am Bahnhofsplatz.
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Eine von 43 Hundestationen im Stadtgebiet steht zur kostenfreien Nutzung am Bahnhofsplatz.

Bürger in Heusenstamm ärgern sich über die Hinterlassenschaften von Hunden. Die Besitzer sind verpflichtet diese zu entsorgen.

Heusenstamm – Die Hinterlassenschaften von Hunden auf Straßen und Plätzen sind derzeit mal wieder ein Ärgernis. Besonders auf dem Taunusring, der Sudetenstraße sowie zur Bahnunterführung Eisenbahnstraße und Schillerstraße in Heusenstamm gehen vermehrt Beschwerden im Fachdienst Sicherheit und Ordnung der Stadtverwaltung ein.

Kinder und Jugendliche achten beim Spaziergang mit dem Hund nur auf das Smartphone

So beklagt ein Anwohner des Taunusrings nicht nur, dass er regelmäßig Hundekot vor dem Eingang zu seinem Grundstück vorfindet. Er beobachte auch, dass offenbar zunehmend Kinder und Jugendliche mit dem Ausführen des Vierbeiners beauftragt würden, „die sich dabei ausschließlich für ihr Smartphone interessieren“ und nicht darum kümmerten, was der Hund so macht. Wegen der Kothaufen vor seinem Grundstück hat er inzwischen Anzeige einer Ordnungswidrigkeit gegen Unbekannt erstattet.

Um einer solchen Anzeige nachgehen zu können, brauche man erst einmal einen Ermittlungsansatz, sagt dazu der stellvertretende Leiter des Fachdienstes Sicherheit und Ordnung, Karl-Heinz Kühnle, auf Anfrage. Ohne nähere Hinweise sei es kaum möglich, Hund und Halter zu identifizieren.

Aber grundsätzlich fühlten sich während dieser dunklen Jahreszeit offenbar einige Hundehalter nicht verpflichtet, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere ordnungsgemäß zu entsorgen. Insofern erinnert die Stadtverwaltung einmal mehr an die Verantwortung, die mit der Haltung eines Hundes einhergehe.

Heusenstamm: Kothaufen müssen von Hundehaltern entsorgt werden

Generell sind Hundehalter nach den Vorgaben der Stadt verpflichtet, den Kothaufen ihres Vierbeiners im öffentlichen Raum aufzunehmen und umgehend in den von der Stadt aufgestellten Hundestationen und Abfalleimern zu entsorgen. Dabei handele es sich nicht um eine freiwillige Aufgabe. Und auch, wie immer wieder behauptet werde, entbinde davon auch nicht die gezahlte Hundesteuer.

So seien in diesem Zusammenhang die Hundeführer auch zum Mitführen geeigneter Hilfsmittel (Papier- oder Plastiktüten) für die Aufnahme und den Transport der Hinterlassenschaften verpflichtet. Sollte einmal eine Hundestation randvoll gefüllt sein, dann dürfen die Beutel nicht auf dem Boden vor der Hundestation oder in einiger Entfernung in der Landschaft landen, sondern müssen in andere öffentliche Abfalleimer oder die heimische Restmülltonne geworfen werden.

43 Hundestationen im Stadtgebiet

Eine Ordnungswidrigkeit liege vor, wenn den Mitarbeitern der Ordnungsbehörden keine geeigneten Papier- oder Plastiktüten vorgezeigt werden können, und der Hundekot nicht in der genannten Weise in den städtischen Abfallbehältnissen entsorgt wird. Diese kann mit einer Geldbuße geahndet werden. Flächendeckend stehen im gesamten Stadtgebiet 43 Hundestationen zur Verfügung. Das Erfordernis zusätzlicher Standorte werde fortlaufend geprüft, heißt es seitens der Stadt.

Bürger, die entsprechende Beobachtungen machen, können sich direkt an den städtischen Fachdienst Sicherheit und Ordnung unter der Nummer 06104 607-1135 oder per Mail an ordnung@heusenstamm.de wenden. (Claudia Bechthold)

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