Auch Partnerstädte leiden unter der Pandemie

Kein Schüleraustausch und keine gemeinsamen Reisen wegen Corona-Pandemie

Blick auf das Tonbridge Castle: Die Partnerstadt unterliegt – so wie Malle (Belgien), Saint-Savin (Frankreich) und Ladispoli (Italien) – Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus.
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Blick auf das Tonbridge Castle: Die Partnerstadt unterliegt – so wie Malle (Belgien), Saint-Savin (Frankreich) und Ladispoli (Italien) – Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus.

Die Partnerstädte von Heusenstamm leiden unter dem Coronavirus. Das wirkt sich auch auf den Austausch aus.

Heusenstamm – Europaweit kämpfen Regierungen und Bürger gegen das Coronavirus. Auch in Heusenstamms Partnerstädten ist der Alltag der Bewohner auf den Kopf gestellt. „Es sieht bei ihnen aus wie bei uns“, berichtet Harald Monse vom Freundeskreis Partnerstädte. Er übernahm Anfang März den Vorsitz des Vereins, der die Beziehungen zu Saint-Savin in Frankreich, dem belgischen Malle und zu Ladispoli in Italien pflegt. 

Letzteres sei nicht so stark betroffen wie der Norden Italiens, weiß Peter Jakoby, der die Kontakte dorthin hält. Die Freunde aus Saint-Savin haben zudem schon vor Wochen den für Ende Mai geplanten Besuch in der Schlossstadt abgesagt. Eigentlich sollte der 50. Geburtstag dieser Partnerschaft über mehrere Tage gefeiert werden.

Belgien orientiere sich bei seinen Maßnahmen stark an dem, was auch in Deutschland geschehe, sagt Monse weiter. Erst vor wenigen Tagen hat er mit Freunden in der Partnerstadt Malle telefoniert.

Ähnliches erzählt Ulrich Höffken, der dem Freundschaftskreis Tonbridge & Malling vorsteht. Auch in Großbritannien, das erst spät Maßnahmen zum Schutz gegen das Coronavirus erlassen hat, müssen die Einwohner auf Abstand gehen. „Es gibt ein Reise- und Ausgehverbot“, sagt Höffken, der erst vor Kurzem mit seinen Freunden in Tonbridge Kontakt hatte. Alle Veranstaltungen und Treffen sind untersagt.

Geplant war für Juni eine gemeinsame Reise von Schlossstädtern und Bürgern aus Tonbridge auf die Isle of Wight an der Südküste Großbritanniens. „Wir haben die Reise abgesagt“, bedauert Höffken.

Ebenfalls verschoben werden musste der Schüleraustausch zwischen der Adolf-Reichwein-Schule und dem benachbarten Gymnasium einerseits sowie einer Schule in Tonbridge. Zudem wären Praktikanten zusammen mit den 30 Briten in die Schlossstadt gekommen. Aber auch dieses über viele Jahre aufgebaute Projekt muss in diesem Jahr entfallen.

VON YVONNE FITZENBERGER

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