Kinderfeuerwehr Heusenstamm

Einsatz für die Feuerdrachen in Heusenstamm

Christina Rebell (links) und Petra Klein leiten die Geschicke der Kinderfeuerwehr Heusenstamm.
+
Christina Rebell (links) und Petra Klein leiten die Geschicke der Kinderfeuerwehr Heusenstamm.

Grund zum Feiern hatten am Wochenende Heusenstamms kleinste Brandschützer. Die jüngste Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr der Schlossstadt ist in diesem Jahr fünf Jahre alt.

Heusenstamm – Und der Blick auf das bereits Erreichte zeigt, es waren fünf erfolgreiche Jahre seit die Kinderfeuerwehr am 24. April 2015, nach etwa einem halben Jahr der Planung und Ideensammlung, schließlich aus der Taufe gehoben wurde. Seitdem treffen sich die „Feuerdrachen“ alle zwei Wochen zum Üben. Die Idee dahinter: Die Kinder schon in ganz jungen Jahren für die Feuerwehr zu begeistern, um sie später einmal als aktive Einsatzkräfte gewinnen zu können – eine Notwendigkeit, die schon einige Zeit immer mehr Feuerwehren im Land erkannt haben.

Eigentlich hatten die Kinder mit ihren zwei Leiterinnen Petra Klein und Christina Rebell für den großen Tag am Freitag eine Feier geplant, doch das gemeinsame Anschneiden des Kuchens mussten die Feuerdrachen wegen der aktuellen Situation natürlich absagen.

Auf eine spannende Zeit blicken die beiden Leiterinnen dennoch zurück. Noch genau erinnern sie sich an den Nachmittag, an dem alles anfing. „13 Kinder waren neben 80 Gästen aus Politik und Feuerwehr am Gründungsnachmittag dabei“, erzählt Petra Klein, die seitdem die Geschicke der Heusenstammer Kinderfeuerwehr lenkt. Wie für die Großen gibt es auch für den Nachwuchs einen halbjährlichen Dienstplan. Den Großteil machen dabei spielerische Elemente aus. Etwa ein Fünftel sind feuerwehrspezifische Themen, die für die Sechs- bis Neunjährigen altersgemäß aufbereitet werden. So stehen etwa ein Rallye durch das Feuerwehrhaus, kindgerechte Erste Hilfe als „Pflasterführerschein“, die Hydrantensuche im Stadtgebiet oder Spielnachmittage im Kalender.

Spielerisch wird der Nachwuchs auf die Aufgaben der erwachsenen Einsatzkräfte etwa beim „Lego-Funk“ vorbereitet. Dabei kommt es darauf an, ein aus Legosteinen gebautes Gebilde nur anhand von über Funk gegebenen Beschreibungen des Erbauers originalgetreu nachzubilden. Der sichere Umgang mit dem Grill steht stattdessen traditionell beim letzten Treffen vor den Sommerferien auf dem Dienstplan. Regelmäßig finden auch Treffen mit der Kinderfeuerwehr aus Rembrücken statt.

Und wie die „alten Hasen“ kann auch der Feuerwehrnachwuchs regelmäßig sein Können unter Beweis stellen: Eigens für die Kinderfeuerwehr hat der Landesfeuerwehrverband ein mehrstufiges Abzeichen, die sogenannte Kindertatze, kreiert. Deren Abnahme wird auch in Heusenstamm regelmäßig angeboten. So besteht über die maximale Mitgliedschaft in der Kinderfeuerwehr von vier Jahren immer wieder eine neue Motivation die nächste Stufe zu erreichen. Und so wechselt in diesem Jahr der erste Feuerdrache mit allen vier Abzeichen in die Jugendfeuerwehr.

In der Regel liegt die Gruppenstärke der Kinderfeuerwehr bei 15 Mädchen und Jungen, wobei die Warteliste stets gut gefüllt ist. Mit zehn Jahren kommen die Kinder zur Jugendfeuerwehr – 15 Mal war dies seit Gründung der Feuerdrachen der Fall. „Ein tolles Ergebnis unserer Arbeit und ein wichtiger Grundstein für den Fortbestand der Einsatzabteilung, in die die Jugendlichen dann mit Vollendung des 17. Lebensjahres übergehen können“, freut sich Christina Rebell.

Und regelmäßig kommen die kleinen Drachen den erwachsenen Brandschützern zu Hilfe, wenn es nämlich alle zwei Jahre am Feuerwehrtag für Übungen und Vorführungen der Einsatzabteilung heißt: „Bitte räumen sie den Gefahrenbereich“. Dann sperrt die Kinderfeuerwehr tatkräftig die Übungsstelle ab, damit die Zuschauer zwar etwas sehen können, aber den Geschehnissen nicht zu nahe kommen. Unterstützt werden Klein und Rebell bei ihrer Arbeit sowohl aus der Einsatzabteilung als auch von älteren Jugendlichen aus der Jugendfeuerwehr, wie Nils Kozak. Er berichtet den Kindern regelmäßig, was in der Jugendfeuerwehr noch alles auf sie wartet.

Von Thomas Holzamer

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare