Ostern in Heusenstamm

Bilder für den Osterhasen: Kinderhaus Wiesenborn schickt Briefe an seine Schützlinge

Damit er weiß, dass niemand da ist: Die Kinder, die normalerweise die Einrichtung im Wiesenbornweg besuchen, hängen Bilder für den Osterhasen auf.
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Damit er weiß, dass niemand da ist: Die Kinder, die normalerweise die Einrichtung im Wiesenbornweg besuchen, hängen Bilder für den Osterhasen auf.

Dieses Jahr kommt der Osterhase die Jungen und Mädchen des Kinderhauses Wiesenborn nicht besuchen. Schuld daran ist das Coronavirus. Aber damit er weiß, wo er seine kleinen Fans findet, hängen die Kita-Kinder Briefe an den Zaun im Wiesenbornweg.

Heusenstamm – In Folien eingewickelt oder laminiert hängen die Kleinen ihre Kunstwerke mit Ostergrüßen nun an den Zaun vor dem Kinderhaus – neben den gemalten Regenbogen mit dem derzeitigen Motto „Wir bleiben zu Hause“.

Die Idee stammt von den Erziehern des Kinderhauses und ist nur eine von vielen. „Die Kinder sollen wissen, dass wir da sind“, sagt Leiterin Gerit Witzel. Es solle keiner der Schützlinge den Eindruck haben, sie dürften nicht wieder kommen. Im Gegenteil: „Wir freuen uns darauf, wenn sie wieder kommen.“ Denn gerade die Jüngsten fürchten oft, es liege an ihnen, wenn sich etwas negativ verändert.

Daher überlegt sich das Team Aktionen und Ideen, um den Kontakt zu den Kindern aufrecht zu erhalten. „Wir haben 124 Osterkarten an unsere Kinder verschickt“, erzählt Witzel. Sie sind alle selbst gestaltet von einer Erzieherin des Hauses.

Unterstützung gab es dabei von den wenigen Kleinen, die noch in das Kinderhaus dürfen, da ihre Eltern einem systemrelevanten Beruf nachgehen. Die genießen gerade die Zeit in der ansonsten zur Ruhe gekommenen Kita. „Wir basteln mit ihnen Lego-Platten“, berichtet Witzel. Diese werden dann aufgehängt, damit die Kinder darauf bauen können. Und damit nach dem ganzen Spielen auch etwas zum Naschen da ist, pflanzte die kleine Gruppe beispielsweise Himbeersträucher.

Dabei gehen die Daheimgebliebenen aber nicht vergessen: „Einmal in der Woche schicken wir Briefe raus“, sagt Witzel. Darin gibt es dann beispielsweise auch Bilder zum Ausmalen. „Eltern schicken uns Mails mit dem Ergebnis“, erzählt Witzel. Die Werke werden dann ausgedruckt und aufgehängt, „damit die Kinder, wenn sie wiederkommen, sehen, dass das bei uns angekommen ist“.

VON YVONNE FITZENBERGER

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