Heusenstamm

Kitas öffnen wieder: Jedes Kind mindestens einen Tag betreuen

Auch die neue Kita an der Rudolf-Braas-Straße können nun – tageweise – wieder mehr Kinder besuchen. 
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Auch die neue Kita an der Rudolf-Braas-Straße können nun – tageweise – wieder mehr Kinder besuchen.

In Heusenstamm öffnen am Dienstag, 2. Juni, die Kitas wieder. Doch Horte bleiben weiter in der Notbetreuung.

Heusenstamm – Kindertagesstätten in der Schlossstadt öffnen ab Dienstag, 2. Juni 2020, an ihre Türen wieder für mehr Kinder. Dazu hat die Landesregierung den sogenannten eingeschränkten Regelbetrieb beschlossen, mit dem Abstands- und Hygieneregeln sowie maximale Kontaktzahlen verbunden sind. Bereits seit 25. Mai darf die reguläre Betreuung bei Tagesmüttern wieder angeboten werden. Diese entscheiden nach eigenem Ermessen, wie die Umsetzung bei Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln in ihren Haushalten umsetzbar ist.

Die städtischen Kitas (Wiesenborn, Murmel, Rembrücken und Rudolf-Braas-Straße) haben dazu individuelle Betreuungs- und Nutzungskonzepte erarbeitet. Damit könne man sich wenigstens tageweise um alle Kinder kümmern, deren Erziehungsberechtigte einen Betreuungsvertrag haben, erläutert dazu Bürgermeister Halil Öztas in einer Pressemitteilung.

Dabei gelten folgende Vorgaben: Gruppen dürfen aus höchstens 15 Kindern bestehen. Vorrang haben weiterhin Kinder, die bislang schon die Notbetreuung in Anspruch nehmen konnten. Um eine Gleichbehandlung zu erreichen, können alle Kinder generell für mindestens einen Tag in der Woche betreut werden. Je nach Einrichtung können es auch mehrere Tage sein. Dies werde notfalls individuell geregelt und variiert.

Grundsätzlich haben Eltern und Außenstehende keinen Zutritt zu den Einrichtungen. Eltern werden gebeten, vor den Eingangstüren beziehungsweise im Eingangsbereich zu bleiben. Erkrankte Kinder – gleich welche Symptome – können nicht betreut werden und sollten zum Arzt gebracht werden. Die jeweiligen Kitas informieren Eltern und Erziehungsberechtigte schriftlich, wer an welchem Tag in die Einrichtung kommen kann. Alternativ stehen die Einrichtungen telefonisch oder per Mail zur Verfügung.

Im Hort Kinderburg und in den drei Schulkindbetreuungen werde sich vorerst bis zu den Sommerferien nichts ändern, heißt es weiter in der Mitteilung. In enger Abstimmung mit den Grundschulleiterinnen könne dort weiter nur eine Notbetreuung für den Nachwuchs systemrelevanter Berufsgruppen angeboten werden, um gewährleisten zu können, dass der Präsenzunterricht für alle Kinder aller Jahrgänge aufrechterhalten werden kann. „Alle Beteiligten sind dankbar, dass wir gemeinsam eine pragmatische Lösung gefunden haben“, ergänzt Öztas.

Nur in einer der drei katholischen Kitas in der Stadt werde man allen Eltern ein Angebot machen können, sagt Pfarrer Martin Weber auf Anfrage. So werde die Himmelskröner Einrichtung an der Goethestraße jedes Kind an mindestens zwei Tagen betreuen. In der Kita St. Cäcilia strebe man dieses Ziel auch an, könne es aber noch nicht versprechen. Weiter nur im Notbetrieb bleibt die Kita Arche Noah an der Berliner Straße, da dort durch die Vorgaben derzeit nur vier Mitarbeiterinnen zur Verfügung stehen.

Die evangelische Kita Jona an der Leibnizstraße hat sich dazu entschieden, sich zusätzlich zu den jetzt schon betreuten zunächst für die Vorschulkinder zu öffnen, die bis zum Beginn der Ferien täglich da sein werden. „Wenn wir sehen, wie das läuft, überlegen wir parallel, ob wir für weitere Kinder auf machen können“, erläutert Leiterin Kerstin Wunderlich.  

clb

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