Heusenstamm

Kleinere Fläche: „Küchen Keie“ hat umgebaut und setzt auf neuste Technik

Geschäftsführerin Simone Scheuermann und Hausleiter Marin Ivo Curic freuen sich über den neuen Komfort in ihrem umgebauten Filiale von „Küchen Keie“
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Nach dem Komplettumbau: Geschäftsführerin Simone Scheuermann und Hausleiter Marin Ivo Curic freuen sich über den neuen Komfort.

Heusenstamm war vor Jahrzehnten der erste Standort des Familienunternehmens „Küchen Keie“. Jetzt gilt das Motto „Klasse statt Masse“.

Heusenstamm – Es war vor fast 30 Jahren der erste Standort des Familienunternehmens „Küchen Keie“ und so soll es auch bleiben. Nach dem Motto „Klasse statt Masse“ hat das alteingesessene Geschäft aktuell einen Komplettumbau hinter sich gebracht und dabei die Ausstellung stark verkleinert. Wo früher auf rund 1000 Quadratmetern unterschiedliche Küchenmodelle standen, machen Interessierte jetzt einen Rundgang auf einer Fläche von rund 450 Quadratmetern. Und entdecken dabei nicht weniger als vorher. Wie das geht? Unter anderem mit einer zurzeit deutschlandweit einmaligen „Videomapping-Anlage“. Damit projiziert das Team mittels Laser eine weitgehend echt wirkende Auswahl aller Möglichkeiten an Oberflächen, Farben und Formen auf einen Küchenrohbau. Zur Bedienung reicht dabei ein normales Tablet. „So können unsere Kunden in Zukunft an einer Stelle alle Küchenarten entdecken, müssen nicht mehr weit durch Räumlichkeiten laufen und können alles besser sortieren“, sagt Keie-Geschäftsführerin Simone Scheuermann. Dass die auf dem Küchenmarkt revolutionäre Innovation gerade in Heusenstamm eingeführt wurde, beweise auch die Treue des Unternehmens zur Schlossstadt.

Aufgebaut sind auf der reduzierten Fläche nach wie vor 15 Küchenmodelle, die für verschiedene Kochwelten stehen und vom Landhausstil bis zur Betonoptik alles zeigen, was grundsätzlich möglich ist. Auch dabei hat die neuste Technik nach Smart Home Einzug gehalten. So etwa eine Kaffeemaschine, die über Sprachassistent gesteuert wird oder in der Herdplatte integrierte Kochabzüge in Kleinstformat. „Jede Küche erzählt eine Geschichte, das passt genau zum Trend. Was früher in den Wohnungen das Wohnzimmer war, ist heute die Küche“, sagt Scheuermann.

Nur rund fünf Wochen hat der Umbau gedauert, dazu entschieden hat sich das Unternehmen bereits vor der Corona-Pandemie. „Durch den Lockdown hat sich natürlich einiges verzögert, aber wir sind ganz gut klargekommen“, erzählt die Geschäftsführerin. Auch zuständig für die fünf weiteren Keie-Filialen hat sie entsprechend viel Zeit in Heusenstamm verbracht. Die Decken in dem noch genutzten Teil des Gebäudes mussten raus, der Beton wurde freigelegt, lediglich der Fußboden durfte bleiben, eine neue Lichtanlage mit LED-Beleuchtung simuliert nun das Tageslicht und hilft so bei der Farbauswahl. „Das war alles schon sehr aufregend“, gesteht Scheuermann ein. Doch sie habe viel Erfahrung und sei ein echtes „Möbelkind“, sagt die studierte Architektin.

Sechs Mitarbeiter repräsentieren Küchen Keie in der Schlossstadt, trotz Verkleinerung sind nach wie vor alle an Bord. „Wir haben im Zuge des Umbaus auch die Arbeitsplätze umgestaltet“, erzählt Scheuermann. Höhenverstellbare Schreibtische etwa erleichtern nun nicht nur die Beratungsgespräche, sondern auch die Aufgaben der Nutzer.

Geblieben und ebenso neu gestaltet ist das beliebte Küchenstudio für Vorführungen. Auch wenn es derzeit so aussieht, als würden die Kochschulungen so wie in der Vor-Corona-Zeit nicht mehr stattfinden können. „Aber es wird nach der Pandemie immer noch Vorführungen geben, um zu zeigen, was einzelne Geräte leisten können oder Neues bieten“, verspricht Scheuermann. (Barbara Scholze)

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