Corona

Komplexe Herausforderung als Chance

Das Coronavirus hat die Wirtschaft noch immer fest im Griff - auch in Heusenstamm, wo die CDU sich die Herausforderungen von Unternehmern anhört. (Symbolbild)
+
Das Coronavirus hat die Wirtschaft noch immer fest im Griff - auch in Heusenstamm, wo die CDU sich die Herausforderungen von Unternehmern anhört. (Symbolbild)

Die CDU Heusenstamm ist im Gespräch mit örtlichen Unternehmern zur Situation durch Corona. Unter dem Motto „CDU hört zu 2020“ will sie von aktuellen Herausforderungen erfahren.

Heusenstamm – Ein umfassendes Stimmungsbild über die Lage von Wirtschaft und Handel hat sich die CDU Heusenstamm nun bei einer Videokonferenz mit ortsansässigen Unternehmern verschafft. Unter dem Motto „CDU hört zu 2020“ wollte man mehr über „die aktuellen Herausforderungen und Chancen für das Arbeiten in der Schlossstadt“ erfahren, heißt es in einer Mitteilung. Unter der Leitfrage „Corona-Krise – wie wollen wir künftig in Heusenstamm arbeiten, wie kann die Politik den Handel und die Unternehmer unterstützen?“ traten der stellvertretende Heusenstammer CDU-Vorsitzende und Vorstand des Wirtschaftsrats, Steffen Ball, der Landtagsabgeordnete Ismail Tipi und Heiko Kasseckert, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, in einen moderierten Dialog ein.

Zunächst ging es um die Einschätzung der Lage seitens der Unternehmer, die einen Einblick in ihre aktuelle wirtschaftliche Situation gewährten. Mit Teilnehmern wie Holger Drewing (Herth + Buss), Thomas Kurz (Sport-Kurz), Sascha Dreiner (Webranking), Peter Schwab (Peter Schwab Fliesen und Natursteine), Georg Duwensee (Duwensee Spedition & Lagerhaus) und dem Vorsitzenden des Gewerbevereins, Marcus Leonard, waren Industrie, Handel, Handwerk und Kreativwirtschaft vertreten.

Nach dem Stimmungsbild der Firmen folgte ein Statement von Heiko Kasseckert, in dem er sich auf die Berichte der Unternehmer bezog. So sei die Pandemie eine länger andauernde Herausforderung, es gebe keine Blaupause und keine Musterlösungen. Vor allem die Sofortmaßnahmen zu Beginn der Pandemie seien richtig und hilfreich gewesen. Somit sei es möglich gewesen, Liquidität zu schaffen, die zur Überbrückung der ersten drei Monate diene.

Bisher seien fast 900 Millionen Euro in Hessen ausgezahlt worden. Diese habe man durch Steuerstundungen sowie Kreditangebote ergänzt. Da die Pandemie länger andauern werde, müsse nun ein Strategiewechsel erfolgen. „Bis ein Impfstoff oder ein Medikament entwickelt wird, müssen wir lernen, mit dem Virus zu leben“, verdeutlichte Heiko Kasseckert. „Für das Jahr 2020 sind Einbrüche in der Wirtschaftsleistung zwischen fünf und zehn Prozent zu erwarten“, vermutet er: „Oberstes Ziel ist es, möglichst viele Unternehmen und Arbeitsplätze durch die schwere Zeit der Krise zu bringen.“

Aufgrund wegbrechender Einnahmen bei den Kommunen würden Investitionsprogramme in nachhaltige und zukunftsfähige Bereiche wie Digitalisierung, Klimaschutz und Energie geprüft. Auch eine Deregulierung im Vergaberecht könne ein Mittel zur Beschleunigung von Investitionen sein. Dazu zähle auch der Immobilienbereich. Zudem formulierte Kasseckert ein klares Bekenntnis zum Flughafen und der gesamten Logistikbranche. Hessen habe über 2,5 Milliarden Euro Hilfen bereitgestellt. Kasseckert stellte aber auch klar, dass man auf dem Weg der Rückkehr in wirtschaftliches Handeln um einen Prozess von Versuch und Irrtum nicht herumkommen würde.

Dann wurden Wünsche und Erwartungen der lokalen Unternehmer an die Landesregierung und an Lokalpolitik erörtert. So seien viele Ideen und Anregungen zur Sprache gekommen. „Die komplexen Herausforderungen unserer Zeit sind keine Hindernisse für die CDU Heusenstamm, sondern wir begreifen sie als Chancen für eine Weiterentwicklung und als Möglichkeit, örtliche Handlungsalternativen für unsere Stadt zu entwickeln“, sagte Steffen Ball zum Abschluss der digitalen Sitzung.  

ron

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare