Erster Stadtrat

Uwe Michael Hajdu gewinnt Stadtrats-Wahl mit einer Stimme Mehrheit

Alter und neuer Erster Stadtrat ist Uwe Michael Hajdu (rechts), dem CDU-Fraktionschef Paul Sassen gerade zur Wahl gratuliert hat. Hajdu (51 Jahre) ist Volljurist und seit 2002 mit dieser Aufgabe befasst.
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Alter und neuer Erster Stadtrat ist Uwe Michael Hajdu (rechts), dem CDU-Fraktionschef Paul Sassen gerade zur Wahl gratuliert hat. Hajdu (51 Jahre) ist Volljurist und seit 2002 mit dieser Aufgabe befasst.

Die Erleichterung war ihm deutlich anzumerken. Mit einer Mehrheit von nur einer Stimme haben die Mitglieder des Stadtparlaments Uwe Michael Hajdu (CDU) am Mittwochabend für eine weitere Amtszeit zum hauptamtlichen Ersten Stadtrat gewählt.

Heusenstamm – Seit Anfang 2002 erfüllt der Volljurist aus Kinzenbach bei Gießen damit diese Aufgabe. Mit Thomas Iser, Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Agentur für Arbeit in Offenbach, und Gregor Fanroth, Beamter im höheren Dienst und stellvertretender Leiter eines Fachdienstes beim Kreis Offenbach sowie Stadtbrandinspektor der Stadt Heusenstamm, standen neben Hajdu zwei weitere Kandidaten zur Wahl. Iser erhielt 18 Stimmen, Hajdu 19.

Bevor die 37 Stadtverordneten votieren konnten, berichtete Rolf Lang (SPD) als Vorsitzender des Wahlvorbereitungsausschusses über dessen Arbeit. Diese war notwendig geworden, nachdem die CDU im April mit ihrem Antrag zur Wiederwahl Hajdus mit 14 Ja, 21 Nein und zwei Enthaltungen gescheitert war. Zur Erinnerung: In der Stadtverordnetenversammlung verfügt die CDU über 14 Sitze, die SPD über zwölf, je drei Sitze haben Grüne, Freie Wähler und AfD, die FDP hat zwei. Nach der Abstimmung war über Abweichler in der Unions-Fraktion spekuliert worden, weil die liberalen Stadtverordneten Uwe Klein und Rudolf Benninger ausdrücklich betont hatten, sich nicht der Stimme enthalten zu haben.

Heusenstamm: Sechs Bewerbungen eingegangen

Sechs Bewerbungen seien auf die Ausschreibung eingegangen, sagte Lang. Drei habe man um eine Vorstellung gebeten. Und: Der Ausschuss schlägt vor, einer dieser drei Personen zu wählen.

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Mit der Wiederwahl Hajdus entscheide man sich weder für einen Mitarbeiter des Bürgermeisters Halil Öztas (SPD), noch für einen Oppositionsführer, betonte Paul Sassen, Fraktionsvorsitzender der CDU, anschließend in seiner Rede zur Wahl. Hajdus Blick sei nicht auf die öffentliche Darstellung oder eine kurzfristige Effekthascherei gerichtet, sondern auf die fachliche und verlässliche Arbeit als Sachwalter für die Interessen der Stadt. Sassen kritisierte zudem, dass die Öffentlichkeit erst an diesem Abend von den weiteren Kandidaten erfahren hat: „Unter demokratischen Gesichtspunkten ist dies bedauerlich.“

Michael Hajdu dankt den Stadtverordneten

Als „sehr lustig“ bezeichnete der AfD-Fraktionsvorsitzende Carsten Härle die Tatsache, dass seine Fraktion nun „zur mächtigsten“ im Stadtparlament mutiert sei. Aber man verkrieche sich ja lieber statt „mit uns zu reden“. Hajdu habe „sehr professionell“ gearbeitet, zudem sei eine Abwahl „Geldverschwendung“ – wegen der dann fälligen Pensionszahlungen. Daher stimme seine Fraktion für den Amtsinhaber.

Weitere Redebeiträge zu diesem Tagesordnungspunkt gab es nicht.

Nach der Wahl dankte Hajdu den Stadtverordneten: „Ich werde in den nächsten sechs Jahren meine ganze Schaffenskraft für die Stadt einsetzen und wie in der Vergangenheit mit allen Fraktionen eine gute und kooperative Zusammenarbeit pflegen.“

VON CLAUDIA BECHTHOLD

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