Zurück ins Haus der Familie

Robert und Mark Baake sind neue Inhaber des Schlosshotels mit Restaurant

Mark und Robert Baake (von links) sind seit Januar Inhaber des „Mein Schlosshotel“ an der Frankfurter Straße. Jetzt haben sie auch das Restaurant „MaRo“ eröffnet. Foto: clb
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Mark und Robert Baake (von links) sind seit Januar Inhaber des „Mein Schlosshotel“ an der Frankfurter Straße. Jetzt haben sie auch das Restaurant „MaRo“ eröffnet. 

Den Start ihres eigenen Restaurants hatten sich Robert und Mark Baake etwas anders vorgestellt. Doch das Coronavirus hat ihnen einen Strich durch das geplante Eröffnungsfest gemacht.

Heusenstamm – Den Betrieb des „MaRo“ in der Frankfurter Straße 9 haben sie nach den ersten Lockerungen nun dennoch aufgenommen.

Seit Anfang des Jahres sind die Brüder offiziell Inhaber des „Mein Schlosshotel“, das ihre Mutter Petra Baake neu hat bauen lassen und 2009 eröffnet hat. Nach Heusenstamm zurückgekommen sind beide allerdings schon im Sommer vergangenen Jahres. „Wir wollten zurück und wir wollten jetzt was Eigenes“, sagt Robert Baake.

In die Gastronomie wollten die Baake-Brüder schon immer. Während Robert nach der Schule in der Schlossstadt zunächst in Nürnberg eine Ausbildung zum Hotelfachmann und später noch ein Studium zum Hotelbetriebswirt absolviert hat, stand für Mark stets die Küche im Mittelpunkt seines Interesses. Gelernt hat der 26-Jährige in der bekannten Burg Schwarzenstein, einem Hotelrestaurant mit einem Stern in Geisenheim-Johannisberg im Rheingau. Weitere Stationen führten ihn nach Myanmar, nach Hamburg ins „Louis C. Jacob“, das zwei Sterne hat, auf eine Segelyacht nach Thailand und schließlich ins „Weiße Rössli“ in Zürich.

Robert Baake hat nach seiner Ausbildung im Nürnberger Schindlerhof fünf Jahre lang im „East“, einen Vier-Sterne-Designhotel in Hamburg, als stellvertretender Restaurantleiter gearbeitet. Zwei weitere Jahre folgten im „Carlton“ in Zürich, einem renommierten Restaurant mit 14 Punkten im Gault-Millau-Führer. Der Gedanke an Heusenstamm sei aber immer da gewesen, sagt der 28-Jährige.

Als sie der Ruf in die Schlossstadt im vergangenen Jahr erreichte, hätten sie gemeinsam überlegt, was sie machen wollen. „Wir hatten beide so viel gesehen und gelernt“, erinnert sich der Ältere, und die Freunde und die Familie waren ja noch immer in Heusenstamm. Und so haben sie beschlossen, sie kehren zurück ins Hotel der Familie und gestalten es so, wie sie es sich vorstellen.

Das Restaurant haben sie inzwischen nach ihren Wünschen umgestaltet. Das Mobiliar ist dunkler, die Tische aus Holz, die Bezüge der neuen Stühle sind in einem warmen Petrolton gehalten.

Außerdem gibt es jetzt eine Bar, an der Gäste auch Platz nehmen können. Und während der Corona-Auszeit haben sie die 33 Hotelzimmer und die beiden Suiten renoviert und aufgewertet.

Das Konzept für das „MaRo“ ist europäisch mit asiatischem Einschlag. Aber auch ihre hessischen Wurzeln vergessen die Baake-Brüder nicht. So gibt es das Schnitzel mit Grüner Soße genauso wie ein Pad Thai, ein traditionelles Nudelgericht aus Thailand. Vegetarisches, aber auch Blut- und Leberwurst mit Sauerkraut stehen ebenso selbstverständlich auf der Karte wie Rinderfilet, Roastbeef oder ein „Tomahawk“ für zwei Personen, ein großes Steak am Knochen. Mark Baake legt besonderen Wert darauf, möglichst viele Waren bei örtlichen oder regionalen Anbietern zu kaufen. So ist er zum Beispiel Kunde bei Landwirt Markus Wöhl und der Metzgerei Ott.

Das Hotel sei auf einem guten Level, sagen die Brüder, die Mutter habe da viel geleistet. Unter der Woche wird es vor allem von Geschäftsleuten genutzt, am Wochenende für größere Feiern. Für private Veranstaltungen wollen die beiden auch künftig die entsprechenden Räumlichkeiten des Hotels vermieten. Hochzeiten, Geburtstage, aber auch Tagungen und Versammlungen für bis zu 110 Personen können dort stattfinden.  

clb

Infos: meinschlosshotel.de

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