Gastronomie

Restaurant MaRo öffnet wieder mit neuen Ideen: „Bieberbach-Beach-Bar“ kommt

Brüder Robert und Mark Blaake in der neu gebauten Holzlounge direkt an der Bieber in Heusenstamm.
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Die Brüder Robert und Mark Blaake (von links) haben sich in der Corona-Zwangspause neue Ideen für ihr Restaurant in Heusenstamm bei Offenbach überlegt.

Mitten in der Corona-Pandemie übernehmen zwei Brüder das Restaurant MaRo in Heusenstamm bei Offenbach. Für die Wiedereröffnung haben sie sich einiges überlegt.

Heusenstamm – Noch stehen die Stühle verkehrt herum auf den Tischen. Und die wenigen freien Tische sind vollgepackt mit Gläsern. „Nach acht Monaten in den Schränken muss alles gespült, poliert und gezählt werden“, sagt Robert Baake. Gemeinsam mit seinem Bruder Mark betreibt er seit etwas mehr als einem Jahr das Schlosshotel an der Frankfurter Straße und das dazu gehörende Restaurant MaRo.

Letzteres war seit der Eröffnung im Mai vergangenen Jahres mehr geschlossen als geöffnet. Doch nun sind die Brüder voller Ideen und voller Tatendrang. Am 1. Juli wollen sie ihr Lokal wieder öffnen. Bis dahin ist noch viel zu tun, aber sie sind zuversichtlich. Und die ersten Reservierungen sind auch schon eingegangen.

Nach Corona-Pause: Restaurant MaRo öffnet in Heusenstamm

Seit dem 1. November ist das MaRo zu. Das Hotel durfte für Geschäftsreisende offen bleiben, aber „im November und Dezember war da gar nichts“, sagt Robert Baake. Erst seit März wächst die Zahl der Übernachtungsgäste wieder. Anfangs haben die Brüder gemeinsam mit Mutter Petra Baake den Hotelbetrieb allein gestemmt. „Wir haben auch die Zimmer selbst geputzt.“ Alle elf Mitarbeiter waren in Kurzarbeit. Ausgenommen die drei Auszubildenden, die ja ohnehin auch den Schulunterricht wahrnehmen mussten. Mit ihnen habe man einmal je Woche einen Azubi-Tag zu einem bestimmten Thema veranstaltet. Entlassen mussten sie niemanden.

Und auch sonst haben sie sich nicht gelangweilt. So wurde zum Beispiel in allen Zimmern der Teppichboden entfernt und durch einen „angenehmen und vor allem abwaschbaren Vinylboden“ ersetzt. Es gibt neue Vorhänge und es wurden Wände gestrichen. Außerdem haben sie zum Beispiel das Lager sortiert oder neue Terrassenmöbel beschafft. „Aber es war schon irgendwie fernab jeder Realität, wenn man von einem 16-Stunden-Tag auf Null runterfahren muss“, erinnert sich Robert Baake.

Restaurant in Heusenstamm bei Offenbach nutzt Corona-Schließung für neue Ideen

Das hat die Brüder aber nicht davon abgehalten, neue Ideen zu entwickeln. So wird es künftig die „Bieberbach-Beach-Bar“ geben. Auf dem Rasen direkt am Ufer der Bieber haben sie eine Hütte aufgestellt, dazu kommen noch Lounge-Möbel. Gäste sollen dort bei Musik und einem guten Getränk entspannen können. „Es wird eine kleine Auswahl Cocktails geben, aber auch Sommerweine, verschiedene Flaschenbiere und sogar frisch gezapftes Bier“, verspricht der 29 Jahre alte Hotelfachmann und Gastronom.

Und Mark Baake hat die Speisekarte für das MaRo ein wenig verändert. Der 27-jährige Koch konzentriert sich mit seinem Angebot nun noch mehr auf „eine Fusion europäischer und asiatischer Küche“. Bewährtes wie Burger, Filetsteak und Salate gibt es aber weiterhin.

Restaurant MaRo in Heusenstamm stellt sich auf Corona-Regeln ein

Stolz sind die Brüder, dass sie es trotz der widrigen Startbedingungen geschafft haben, die Mitarbeiter und Auszubildenden zu halten. Derzeit sind sie auf der Suche nach einem weiteren Koch. Und im August fangen weitere fünf junge Menschen eine Ausbildung bei ihnen an, zwei in der Küche, drei als Hotelfachleute.

Eingestellt haben sie sich natürlich auch auf die Corona-Regeln. So setzen sie auf die Luca-App, mit der sich Gäste per QR-Code anmelden können. „Die App hat den Vorteil, dass wir die Daten der Gäste gar nicht erst zu Gesicht bekommen“, erläutert Robert Baake. Die Daten werden in einer digitalen Wolke gespeichert. Und erst wenn tatsächlich ein Infektionsfall bekannt wird, wird ein Code an die Behörden weiter gegeben, damit diese entsprechende Schritte einleiten können. „Aber wir halten selbstverständlich auch weiterhin Zettel und Stift bereit.“ (Claudia Bechthold)

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