Neue Geschäftsideen

Neue Läden im Einkaufszentrum Alte Linde: Zwei Gastronomen eröffnen trotz Corona

Trend aus Taiwan: Wicky Batidja bietet Bubble Tea in diversen Sorten an.
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Trend aus Taiwan: Wicky Batidja bietet Bubble Tea in diversen Sorten an.

Im Einkaufszentrum Alte Linde in Heusenstamm eröffnen zwei neue Gastronomen – trotz Corona. Nun gibt es Bubble Tea und eine Burger-Bar.

Heusenstamm – November-, Überbrückungs- und Neustarthilfe – so mancher Einzelhändler oder Dienstleister beschäftigt gerade seinen Steuerberater mit dem kostspieligen Ausfüllen von Formularen, während die eigenen Mitarbeiter noch in Kurzarbeit verharren. Trotz dieser schweren Umstände beweisen manche Gastronomen Kreativität: Im Einkaufszentrum Alte Linde haben gerade zwei Türen neu geöffnet und präsentieren ihre Geschäftsideen.

Wicky Batidja bringt einen Hit aus Taiwan in die Schlossstadt: den Bubble Tea. Kleine, geleeartige Kügelchen mit dem Geschmack von beispielsweise Traube, Litschi, Apfel oder Pfirsich werden auf den Boden eines Plastikbechers gekippt, der zu 100 Prozent aus wiederverwerteten Kunststoff besteht. Drüber kommt brauner Milch- oder Eistee. Die veganen und glutenfreien Bällchen werden mit einem Strohhalm aus Bambus angesogen und entfalten beim Draufbeißen ihr Aroma.

Einkaufszentrum Alte Linde in Heusenstamm: Bubble Tea als neue Chance

Diesen Effekt wissen vor allem Schüler zu schätzen, von denen gerade eine Schlange im Laden mit der Wand aus Stoffblumen steht.

„In Frankfurt sind die Bubbles ein Hype“, berichtet Batidja. In seiner Familie seien alle selbstständig, erzählt der Zeilsheimer. Ein Bruder aus Obertshausen habe den leer stehenden Laden entdeckt. Er öffnet ihn dienstags bis sonntags von 13 bis 19 Uhr, daneben berät er Leute, die ihre Ware bei Großhändlern im Internet anbieten wollen. „Ich habe einen festen Kundenstamm“, sagt er, „aber momentan laufen die Geschäfte mit China, ganz Asien und Großbritannien schlecht“. Das könnte der Bubble Tea ausgleichen.

Heusenstamm: Neue Burger-Bar im Einkaufszentrum Alte Linde - „Gäste sollen sich wohlfühlen“

Auch Maria Barbato hat ein neues Geschäft eröffnet. Sie lebt erst seit sieben Jahren in Hessen, hat bei Heraeus in Hanau eine Karriere bis zur Anlagenführerin gemacht, den sicheren Job aber für das Projekt mit ihrem Verlobten Siar Adbahi aufgegeben. Es heißt Notre Bar und präsentiert sich als stilvolle und hochwertige Gastronomie am Lindenbaum. Tapeten und Theke glänzen in güldenem und Kupfer-Design, Lichteffekte schaffen Atmosphäre. „Die Gäste sollen sich wohlfühlen“, unterstreicht die 27-jährige Wirtin.

Gastro in der Region

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Sie wirbt für ihre Burger-Bar, schreibt alle 14 Tage eine neue, kleine Karte, auf der auch immer ein vegetarisches Gericht zu finden ist. Dort finden sich unter anderem Flammkuchen, Lachs-Carpaccio, mexikanische Burritos, Putenschnitzel in Zitronen- oder Weißweinsoße. Dazu werden selbst zubereitetes Pesto, Süß- oder Schwarzkartoffeln gereicht, „Pommes machen wir nicht“, betont sie ihren Anspruch. Dann führt sie ihre digitale Kaffeemaschine vor, die allein mit Barbone-Kaffee aus ihrer Heimat Neapel gefüllt wird.

Burger mit Stil: Maria Barbato möchte niveauvolle Gastro im Notre Bar bieten.

Heusenstamm: Neueröffnungen trotz Corona-Pandemie - Mit dem Rückhalt der Familie

In der Küche steht der vielfach ausgezeichnete Koch Zerai Mussie aus Eritrea, der seine internationale Erfahrung aus 40 Jahren mitbringt.

Die beiden Betreiber planen, regelmäßig Musiker einzuladen. Doch auch gemeinsame Aktionen wie mit Toms Whisky-Laden gegenüber wollen sie mit anderen Kollegen starten. Die wichtigsten Mitarbeiter aber seien ihre Eltern, Salvatore Barbato und Elisabeta Ferrara. „Er repariert alles, sie hilft beim Spülen und Einräumen“, schwärmt die Tochter. Dass die Familie hinter ihnen steht, sei das stärkste Argument, den Neustart unter Pandemie-Bedingungen zu wagen. (Michael Prochnow)

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