Heusenstamm

Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus zu Gast am Adolf-Reichwein-Gymnasium

Als kleines Geschenk zum Schulstart hatte Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus den Kindern Taschen mit Heften, Stundenplan und Stiften mitgebracht.
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Als kleines Geschenk zum Schulstart hatte Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus den Kindern Taschen mit Heften, Stundenplan und Stiften mitgebracht.

Es war eine in vielerlei Hinsicht andere Einschulungsfeier. Nicht nur durch die coronabedingten Hygienemaßnahmen forderte der erste Schultag für die neuen Schülerinnen und Schüler des Adolf-Reichwein-Gymnasiums in Heusenstamm ein alternatives Prozedere.

  • Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus besucht ein Gymnasium in Heusenstamm.
  • Die Schule startet in Hessen unter Corona-Bedingungen.
  • Auch Lehrer sollen sich digital weiterbilden.

Heusenstamm – Auch der Gast, den die Jungen und Mädchen samt ihren Eltern und dem Kollegium begrüßen durften, machte die Feier zu etwas Besonderem. Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus hatte die Gelegenheit des Willkommenstages genutzt, um der Schule einen Besuch abzustatten. Im Gepäck hatte sie dabei nicht nur ein paar Geschenke. Auch mit einer launigen Ansprache im Sinne der Fünftklässler bereicherte sie das Programm. 175 neue Schüler in sechs Klassen werden künftig am Schulalltag des Reichwein-Gymnasiums teilnehmen. Angesichts der Corona-Pandemie hatte die Schule die Begrüßungsfeier aus Platzgründen kurzerhand in die Turnhalle verlegt und in zwei Schichten organisiert. Doch die andersartige Organisation tat dem festlichen Rahmen keinen Abbruch. Die Masken konnten nicht verdecken, dass alle sich schick gemacht hatten. Und die Aufregung bei Schülern und Eltern war trotz Abstandswahrung deutlich spürbar. Den Rest erledigte neben den Ansprachen die musikalische Umrahmung mit dem Gesang zweier Schülerinnen.

Corona: Digitalministerin Kristina Sinemus besucht Schule in Heusenstamm

„Ihr seid heute unsere Ehrengäste“, begrüßte Schulleiter Siegfried Ritter die Fünftklässler. Das Kollegium werde alles daran setzen, damit die Kinder sich optimal entwickeln könnten. „Nicht nur in Richtung Abitur, sondern auch zu verantwortungsbewussten und selbstbestimmten Menschen“, sagte der Direktor. Den Neulingen mit Rat und Tat zur Seite stünden nun auch erfahrene Schüler-Mentoren aus der Oberstufe. „Das Adolf-Reichwein-Gymnasium ist jetzt auch eure Schule und unser gemeinsamer Lebensraum“, kündigte der Schulleiter an.

Einer jahrzehntelangen Tradition entsprechend, nehmen Mitglieder der Hessischen Landesregierung an Einschulungsfeiern der Grund- und weiterführenden Schulen teil. Überreicht wird dabei eine „Schulstarter-Tasche“ mit Heften, Stundenplan und Stiften. Digitalministerin Kristina Sinemus hatte sich für diese Geste das Reichwein-Gymnasium ausgesucht. Es sei wichtig, dass Schule jetzt wieder in einen anderen Modus gehe, betonte sie gleich zu Beginn. „Ihr solltet jetzt eure Neugierde nutzen, denn Neues ist immer auch eine Riesenchance“, gab sie den Kindern mit auf den Weg. Zwar sei die „behütete Grundschulzeit“ vorbei, „behütet seid ihr aber immer noch, jetzt mit ein bisschen mehr Selbstständigkeit“.

Corona-Pandemie: Schulstart unter schwierigen Bedingungen

Im Verlauf ihrer kindgerechten Ansprache bedauerte Sinemus, dass sie sich nicht unter die Schüler mischen und ins Gespräch kommen könne. Dennoch versuchte sie, ihre jungen Zuhörer von der kleinen Bühne aus einzubeziehen und herauszufinden, wie der Nachwuchs sich in den vergangenen Monaten digital verändert hat. Mit einer Investition von einer halben Milliarde Euro werde das Land die digitale Zukunft an den Schulen weiterbetreiben, kündigte die Ministerin an. „Wir machen die Schulen zu dem, was die Zukunft bedeutet“, sagte sie. Zwar könne kein technisches Hilfsmittel den direkten Austausch zwischen Lehrer und Schüler ersetzen. Digitales Lernen sei aber keine Selbstbeschäftigung, sondern immer auch die Möglichkeit, miteinander zu kommunizieren. Entsprechend gingen auf die Frage der Ministerin Sinemus, wer in letzter Zeit Videochats, auch in der Familie, etwa im Kontakt mit den Großeltern genutzt habe, zahlreiche Hände hoch. Sinemus versprach, ein Schwerpunkt liege nun darauf, alle Schulen möglichst schnell mit Glasfaser-Verbindungen auszustatten. In seiner Ansprache im Anschluss an die Rede der Ministerin Sinemus erinnerte Peter Matteo, Vorsitzender des Schulelternbeirates, indes auch daran: „Wir müssen den Lehrern Gelegenheit geben, sich im Sinne der digitalen Anwendungen im Unterricht weiterzubilden.“

(Von Barbara Scholze)

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