Investor plant Neubau neben Dachsteinwerk

Paukenschlag: Tegut, DM und neues Feuerwehrhaus für Heusenstamm

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Ein Drogerie- und ein Lebensmittelmarkt sollen an der Rembrücker Straße zwischen dem Dachsteinwerk und dem Martinseekreisel entstehen. Außerdem könnte dort ein neues Feuerwehrhaus gebaut werden.

Heusenstamm – Die Nachricht überrascht. Die Handelsketten Tegut und DM wollen Filialen in Heusenstamm eröffnen. Als Standort ist ein derzeit unbebautes Grundstück an der Rembrücker Straße vorgesehen. Von Claudia Bechthold

Offenbar konnte ein Investor gewonnen werden, der das Areal zwischen dem dort liegenden Dachsteinwerk und dem Martinseekreisel erworben hat. Nach Informationen unserer Zeitung aus politischen Kreisen in der Schlossstadt ist geplant, dort Gebäude für den großflächigen Einzelhandel der Firmen Tegut und DM-Drogeriemarkt zu errichten. Der Kaufvertrag mit dem bisherigen Eigner soll bereits unterschrieben sein.

Doch das ist nicht der einzige Deal, der offenbar mit dem Investor ausgehandelt wurde: Neben den Geschäften soll ein neues Feuerwehrhaus gebaut werden.

Wache der Freiwilligen Feuerwehr in Heusenstamm ist sanierungsbedürftig

Wie mehrfach berichtet, ist die 1976 eingeweihte Wache der Freiwilligen Feuerwehr sanierungsbedürftig. Zudem fehlt Platz, etwa für vernünftige Umkleidemöglichkeiten für Feuerwehrfrauen, die Jugend- und die Kinderfeuerwehr. Schon seit geraumer Zeit waren immer wieder Überlegungen laut geworden, den jetzigen Standort am Anfang der Rembrücker Straße zu verändern und – statt einer Sanierung – ein völlig neues Haus zu bauen. Dies geschah auch im Blick darauf, dass man das Gelände des benachbarten ehemaligen Bauhofs besser neu bebauen könnte, wenn auch die Grundstücksspitze in die Gestaltung einbezogen werden könnte. Für einen alternativen Standort der Feuerwehr hatte allerdings bislang das passende Grundstück gefehlt.

Wie werde ich Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel?

Bis das alles verwirklicht werden kann, müssen allerdings noch einige Hürden genommen werden. So ist das Gelände derzeit als Gewerbegebiet ausgewiesen. Ob dort Einzelhandel zugelassen werden kann, ist offen. Dabei haben der Regionalverband Frankfurt-Rhein-Main sowie das Regierungspräsidium ein Wort mitzureden. Die Verbandskammer des Regionalverbands mit den Vertretern aus den 75 Mitgliedskommunen des Gebiets ist vor allem zuständig für den Flächennutzungsplan für das gesamte Rhein-Main-Gebiet. Unter anderem hat sich der Regionalverband vor einigen Jahren eher zurückhaltend zur Ansiedlung von Einzelhandel in Gewerbegebieten ausgesprochen. Wie berichtet, hatte zudem das Regierungspräsidium Darmstadt zum Beispiel Bedenken gegen die Ansiedlung eines Fachmarktzentrums auf dem Areal des ehemaligen Brückenbauhofs an der Industriestraße.

Bebauungsplan muss geändert werden

Zudem müsste der geltende Bebauungsplan für das Gebiet neben dem Dachsteinwerk geändert werden. Dazu sind insgesamt drei Beschlüsse in der Stadtverordnetenversammlung notwendig: der Beschluss zur Aufstellung oder Änderung eines Bebauungsplans, dessen Vor- und Offenlage zur Erhebung von Widersprüchen sowie schließlich die Abwägung der geäußerten Bedenken und die endgültige Entscheidung.

Bis also tatsächlich mit einer Bebauung begonnen werden könnte, wird wohl noch einige Zeit vergehen.

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