Literatur

Per Traum in eine magische Welt: Die 13-jährige Walina Kemal hat bereits ihr erstes Buch veröffentlicht

Was andere im hohen Alter machen, hat Walina Kemal bereits als Jugendliche erreicht: ihr erstes eigenes Buch.
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Was andere im hohen Alter machen, hat Walina Kemal bereits als Jugendliche erreicht: ihr erstes eigenes Buch.

Vier Teenager, vier Inseln, vier Elemente – sie spielen die Hauptrolle in „Magical“. In dem Fantasyroman von Walina Kemal geht es um das „ausgestorbene fünfte Element“. Das Besondere an dem Buch: Die Autorin zählt gerade zarte 13 Leebensjahre. Mit dem Werk, das in gebundener Form oder als digitale Version bestellt werden kann, stellt die wortgewandte und junge Heusenstammerin ihr Interesse und ihr Talent vor.

Heusenstamm – Die Geschichte handelt von Lucy, Conner, Alex und weiteren Jugendlichen, die mithilfe von magischen Fähigkeiten durch einen Traum in eine magische Welt gelangen. Lucy wird auf der Luft-Insel mit einem mysteriösen Vorfall konfrontiert und Alex kämpft sich auf der Feuer-Insel durch Duelle. Conner erweckt auf der Wasser-Insel den Verdacht, ein Spion zu sein. Da taucht plötzlich James auf, der offenbar das lang ausgestorbene Element Zeit besitzt. Diese Nachricht verbreitet große Unruhe in der magischen Welt. Eine geheime Mission wird gestartet, um Klarheit über das unbekannte Element zu schaffen. Lucy, Conner, Alex und James sollen herausfinden, warum es erschienen ist und entdecken, dass es gefährlich ist, wenn Menschen die Zeit verändern. Den moralischen Zeigefinger möchte die Schriftstellerin nicht erheben, aber verdeutlichen, „dass man seine Träume leben kann“, sagt sie.

„Als ich jünger war, habe ich mit Freundinnen Bücher nach- und weitergespielt“, plaudert sie über ihre Erfahrungen mit der Literatur. Über den Schluss der Harry-Potter-Reihe hat sie sich aufgeregt und entschieden, „ich schreibe ein anderes Ende!“. Schon als Neunjährige hat sie Kurzgeschichten angefangen, aber nicht fertig geschrieben. „Bei dieser Idee hat’s gefunkt“, erklärt sie mit einem Funkeln in den Augen.

Auch negative Kritik sei hilfreich

Am 6. April 2020 habe sie angefangen, hat Walina exakt protokolliert, „dann war ich im Flow“ – oder wie der Hesse sagt: Es hat geflutscht. Manchmal saß sie den ganzen Tag am Laptop, ein paar Wochen hat sie gar nichts geschrieben, erzählt sie. „Du musst Lust und Laune haben.“ Viele Stellen habe sie umgeschrieben, ihre Deutsch-Lehrerin Tara Hewitt hat Korrektur gelesen und Kommentare hinterlassen. Reaktionen sind der Nachwuchsautorin „sehr wichtig, um mich weiterzuentwickeln, auch negative Meldungen sind hilfreich“, findet sie.

Auch Mutter Stefanie und eine Tante in Schottland haben sich als „Testleser“ engagiert. „Sie hat schon als kleines Kind alles aufgeschrieben“, erinnert sich die Mutter an eine Bilderbuch-Geschichte der Tochter. Seit ihrem fünften Lebensjahr besucht Walina die Strothoff International School in Dreieich, in der fast alle Fächer auf Englisch unterrichtet werden.

Walina Kemal will Autorin werden

Unbestritten sei, „ohne die Schule und meine Familie hätte ich mich nicht getraut und nicht das nötige Selbstvertrauen, ein Buch zu schreiben“, reflektiert sie, „Ich habe von klein auf gelernt, ich kann schaffen, was ich mir vorstelle, es gibt immer einen Weg.“ So ermutige sie jetzt mit ihrem Erfolg, andere Jugendliche ihre Träume zu verfolgen.

Das Homeschooling ließ ihr zudem Zeit, selbst viel Fantasy zu lesen. So habe sie über 50 Bände verschlungen. In jedem Fall möchte sie in Zukunft ihr Hobby zum Beruf machen und Autorin werden. „Falls es nicht reicht, studiere ich politische Wissenschaften oder Journalismus“. (Von Michael Prochnow)

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