„Weg von neuen Defiziten“

CDU präsentiert ihr Programm für die Kommunalwahl

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Jubilare und Geehrte der CDU (von links): Altbürgermeister Peter Jakoby, Uwe Michael Hajdu, Pia Stein, Martin Boganowski, Elke Römer, Wendelin Stein, Vorsitzender Christian Günzel und Lothar Schmitz.

Heusenstamm - Vom kommenden Wochenende an dürfen die Plakate aufgehängt werden. Spätestens dann wird es nicht mehr zu übersehen sein: Der Kampf um die Plätze in der Stadtverordnetenversammlung hat begonnen: Am Sonntag, 6. März, ist Kommunalwahl. Von Claudia Bechthold

„Zukunft gemeinsam gestalten“ lautet der Slogan, mit dem die Heusenstammer CDU in den Wahlkampf zieht. Als erste Partei hat die Union jetzt ihr Programm vorgestellt. Auf fünf Seiten mit neun Kapiteln ist in Stichworten angerissen, was die CDU in den nächsten fünf Jahren in Heusenstamm erreichen möchte. So versprechen die Christdemokraten ihren Wählern trotz knapper Kassen einen nachhaltigen Ausgleich zwischen Einnahmen und Ausgaben zu erreichen, dabei Steuererhöhungen möglichst zu vermeiden und dabei zwischen Notwendigem und Wünschenswertem „sorgfältig abzuwägen“. Lothar Fella, Fraktionsvorsitzender der Union, zeigte sich gar überzeugt: „Wir schaffen die Wende weg von immer neuen Defiziten hin zur Bildung von Rücklagen in einigen Jahren für unsere Stadt.“

Verhindern müsse man, so der Vorsitzende der Union, Christian Günzel, dass Heusenstamm im Verkehr ersticke, wenn erst einmal das DHL-Zentrum in Obertshausen in Betrieb gehe. Geschaffen werden müssten weitereHotelkapazitäten, der Breitbandausbau gehöre vorangetrieben. Und für Bürger und Besucher wolle man eine „Heusenstamm-App“ entwickeln lassen. Jugendarbeit der Kommune wie der Vereine gelte es weiterhin zu fördern. Preisgünstiger Wohnraum soll weiterhin in den städtischen Häusern bereit gehalten, sozialer Wohnungsbau ermöglicht werden.

Die Straßenbeiträge will die CDU so beibehalten wie sie in Heusenstamm gelten: Die Anlieger zahlen, wenn ihre Straße grundhaft erneuert wird. Damit kontern die Christdemokraten die seit Jahren von der SPD aufgestellte Forderung nach wiederkehrenden Beiträgen. Der Kultursommer soll nach dem Programm der CDU erhalten und auf hohem Niveau weiter entwickelt werden. Und das Hofgut Patershausen sowie den Bannturm möchte die Union erhalten und verstärkt nutzen.

Bilder: Verabschiedung von Bürgermeister Peter Jakoby

Zum Thema Sicherheit heißt es unter anderem, man wolle die Videoüberwachung rund um den Bahnhof optimieren. Die Stadtpolizei solle mit ausreichend Personal unterstützt werden. Für Rembrücken soll unter anderem über andere Varianten der Einkaufsmöglichkeiten nachgedacht werden. Und Flüchtlingen will man menschenwürdig unterbringen und zusätzliche Integrationsangebote machen.

Geehrt wurden am Ende der Veranstaltung langjährige Mitglieder, denen Vorsitzender Christian Günzel Respekt zollte für ihre Treue: Heinz Weber für 65 Jahre (verhindert), Otto Scheidweiler für 60 Jahre (verhindert), Pia Stein, Wendelin Stein, Lothar Schmitz, Heinz Ball (verhindert) und Günther Hemberger (verhindert) für 50 Jahre, Martin Boganowski für 40 Jahre sowie Elke Römer, Uwe Michael Hajdu und Markus Kammerer (verhindert) für 25 Jahre. Und Peter Jakoby dankte die CDU für 12 Jahre als Bürgermeister.

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