Ehemaliges Hotel erneut umgewandelt

Rainbow-House wird Unterkunft

Das Rainbow-House, ein ehemaliges Hotel, soll vom 1. März an als Gemeinschaftsunterkunft des Kreises für Flüchtlinge dienen. Dazu stehen 60 Doppelzimmer zur Verfügung. Foto: BECHTHOLD
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Das Rainbow-House, ein ehemaliges Hotel, soll vom 1. März an als Gemeinschaftsunterkunft des Kreises für Flüchtlinge dienen. Dazu stehen 60 Doppelzimmer zur Verfügung.

Heusenstamm – Eine weitere Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge will der Kreis Offenbach zum 1. März in der Schlossstadt eröffnen. Das berichtet Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent Carsten Müller auf Anfrage. Standort wird das ehemalige Rainbow-Hotel am Seligenstädter Grund sein. Von Claudia Bechthold

Zwei Jahre lang hatten in dem fünfgeschossigen Gebäude etwa 30 unbegleitete Minderjährige aus Afghanistan, Eritrea und Äthiopien Unterkunft und Betreuung gefunden. Das vom Kreis für zehn Jahre angemietete Gebäude war dazu eigens umgebaut worden. Vor einem Jahr dann mussten die jungen Leute – die meisten bis dahin auch volljährig – ausziehen.

Seitdem standen die Räumlichkeiten leer. Schon nach dem Auszug der Jugendlichen hatte es geheißen, man werde das frühere Hotel umwandeln in eine allgemeine Unterkunft für Asylbewerber.

„Wir mussten erst einmal baurechtliche Fragen klären“, begründet Carsten Müller den etwa zehnmonatigen Leerstand. Inzwischen sei aber alles geregelt. Nun seien noch wenige Umbauten notwendig.

Ausgelegt werde die Unterkunft für bis zu 120 Personen. Vorhanden seien 60 Doppelzimmer. Allerdings wolle man, betont der Soziadezernent, die Maximalbelegung vermeiden.

Da die Zimmer alle über eigene Nasszellen verfügen, habe man keine gemeinschaftlichen Sanitärräume einrichten müssen. Allerdings werde man in jedem Stockwerk eine Gemeinschaftsküche einbauen.

Derzeit leben in Heusenstamm etwa 310 Flüchtlinge. Der Kreis betreibt an der Industriestraße zwei Gemeinschaftsunterkünfte. Mit dem Rainbow kommt nun eine dritte hinzu. Nach den Angaben von Carsten Müller wird auch in diesem Fall die Arbeiterwohlfahrt die Betreuung der Menschen übernehmen.

Mit der Stadt habe man Gespräche über die Weiternutzung des als Flüchtlingsunterkunft genehmigten Gebäudes geführt, sagt Müller weiter. Danach sei die nun gefundene Lösung eine, mit der man auch bei der Stadt leben könne.

Archivbilder

Bilder: Brand in Flüchtlingsunterkunft

Bilder: Brand in Flüchtlingsunterkunft

Die Belegung der neuen Gemeinschaftsunterkunft soll nach und nach erfolgen. Für dieses Quartal erwarte man im ganzen Kreis Offenbach etwa 13 neue Asylsuchende je Woche. „Wir verteilen die Menschen dann auch so, dass alles zusammenpasst“, versichert er.

Bürgermeister Halil Öztas mochte sich gestern auf Anfrage noch nicht zu der künftigen Nutzung äußern. „Wir haben noch keine offizielle Mitteilung des Kreises“, berichtet er. Erst wenn diese vorliege, werde er dazu Stellung beziehen.

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