Irritationen

Kita nach Corona-Verdacht nicht sofort geschlossen: Eltern sind beunruhigt

Beunruhigte Eltern von Kindern aus der Kita Rembrücken äußern Unmut, weil die Einrichtung nicht sofort zugemacht wurde.
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Beunruhigte Eltern von Kindern aus der Kita Rembrücken äußern Unmut, weil die Einrichtung nicht sofort zugemacht wurde.

Nach einer Corona-Infektion in Heusenstamm im Kreis Offenbach zeigen sich Eltern beunruhigt. Der Bürgermeister bezeichnet die Aufregung als „unnötig“.

Heusenstamm – Die Zahl der Menschen, die akut mit dem Coronavirus infiziert sind, steigt wieder, auch in der Schlossstadt. Bei knapp 158 lag die Sieben-Tage-Inzidenz für Heusenstamm am Samstag (20.03.2021), die des gesamten Kreises bei 141. Unter anderem ist in der Folge die städtische Kita in Rembrücken noch bis mindestens Dienstag (23.03.2021) geschlossen.

Heusenstamm: Corona-Verdacht in Kita sorgt für Irritationen

Im Zusammenhang damit kam es zu Irritationen bei den Eltern. Die mögliche Infektion eines Kindes war am vergangenen Dienstag (16.03.2021) bekannt geworden. Das Gesundheitsamt des Kreises hatte der Leitung der Einrichtung in Heusenstamm daraufhin empfohlen, alle Kinder nach Hause zu schicken. Dies sei vorsorglich geschehen, teilte Ursula Luh, Sprecherin des Kreises Offenbach, auf Anfrage mit. Den Behörden seien an diesem Tag Verdachtsfälle aus insgesamt 13 Kindertagesstätten gemeldet worden, sodass es nicht möglich gewesen sei, alle Fälle sogleich zu überprüfen.

Doch die Bitte, alle Kinder sofort abzuholen, war nach kurzer Zeit wieder zurückgenommen worden. „Der Anruf des Gesundheitsamtes kam an diesem Tag etwa eine Stunde vor dem Ende der Betriebszeit“, erläutert Heusenstamms Bürgermeister Halil Öztas auf Anfrage. Da die Kinder bis dahin ohnehin schon den ganzen Tag über zusammen gewesen seien, habe er entschieden, die Betreuungszeit auch zu Ende zu bringen: „Ich verstehe nicht, warum da solche Irritationen entstanden sind.“

Heusenstamms Bürgermeister über Corona-Verdacht in Kita: „Aufregung war unnötig“

Die Aufregung der Eltern, die sich laut dem Internetportal rembruecken.de vor allem in sozialen Netzwerken gezeigt hat, sei unnötig gewesen, meint der Rathauschef in Heusenstamm weiter. Er habe sich mit der Leiterin des zuständigen Fachdienstes Soziales verständigt und entschieden, dass es auf eine Stunde an jenem Tag nicht wirklich ankomme.

Inzwischen steht fest, dass in zwei Gruppen der Rembrücker Kita an der Obertshäuser Straße Infektionen mit dem Virus festgestellt wurden. Für die beiden betroffenen Gruppen wurde daher von den Kreisbehörden eine Quarantäne bis zum 26. März angeordnet.

Ob weitere Kinder infiziert sind, steht indes noch nicht fest. „Wir müssen nun abwarten, bis das Gesundheitsamt alle Verdachtsfälle abgearbeitet hat“, betont dazu Halil Öztas. Es könne durchaus sein, dass noch weitere Fälle nachkommen. (Claudia Bechthold)

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