Kühle Luft mit dem Notenheft

Siebtes Chorfestival mit Gästen aus der ganze Region

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Selbstverständlich leisten auch die Chöre der Sängervereinigung ihren Beitrag zum Festival der Chöre beim Kultursommer.

Heusenstamm - Insgesamt neun Chöre standen am Samstagabend auf der Bühne des Kultursommers am Schloss. Sie boten den Besuchern ein abwechslungsreiches Programm mit Musikstücken aus ganz unterschiedlichen Epochen. Von Jürgen Roß 

Bereits zum siebten Mal hatte die Sängervereinigung zu ihrem Festival befreundete Chöre nach Heusenstamm eingeladen um einen Sommerabend am Bannturm mit Chormusik zu gestalten. Den Auftakt bildete der Chor „Woman Voices“, der mit dem „Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu-Strand-Bikini“ den sommerlichen Temperaturen entsprechend den richtigen Ton traf. Unter der Leitung von Chordirektor Michael Schnadt und mit Michael Hittel am Klavier kamen ebenfalls passend zu den hochsommerlichen Temperaturen drei brasilianische Sambarhythmen zu Gehör.

Aus Seligenstadt kamen gleich mehrere Chöre. Der erste Gastchor, der die Bühne betrat, war die „Gesellschaft der Freunde Seligenstadt“, die aus ihrem breiten musikalischen Spektrum vier ganz unterschiedliche Stücke sangen. So wagten sich der Männerchor neben klassischen Stücken wie „Der Jäger Abschied“ von Felix-Mendelssohn Bartholdy auch an den „Austro-Pop“ – mit dem Stück „Weit weit weg“ von Hubert von Goisern. Eine besondere Einlage lieferte Dirigent Klaus Vetter, der zwischen den Stücken sein Notenheft als Fächer nutzte, um seinem Chor etwas Luft zu zu wedeln. Unter Leitung von Johannes Wallbaum folgte der „Gesangsverein Germania“ aus Hainstadt. Die Sängerinnen und Sänger wagten sich ebenfalls am zeitgenössische Literatur und trafen passend zu der Hitze die richtigen Stücke. „Mambo“ von Herbert Grönemeyer beschreibt die vergebliche Parkplatzsuche in der Mittagshitze. Mit „Bridge over trouble water“ von Simon und Garfunkel und „Veronika der Lenz ist da“ begeisterte der Chor das Publikum.

Ebenfalls aus Seligenstadt kam der „TGMix“, der Sängerchor der Turngemeinde, der sich mit vier Stücken präsentierte. Bei dem Stück „Warum sing ich eigentlich im Chor“ dürften die Seligenstädter wohl allen Mitwirkenden des Festivals aus dem Herzen gesprochen haben. Aus Hainhausen angereist war der „Gesangsverein Hainhausen“. Unter der Leitung von Alexandra Franz präsentierte man Zeitgenössisches wie „For the longest time“ von Billy Joel oder „Can’t help falling in love“ von Elvis Presley.

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Einen musikalischen Farbtupfer bildete junge Leute. Von der „Sängerlust Hausen“ war der „Jugendchor 2000“ da. Die Jugendlichen hatten sich je nach Stimmlage T-Shirts in unterschiedlichen Farben angezogen und präsentierten Chormusik auf hohem Niveau. „So soll es bleiben“ von Ich & Ich folgte die Eigenkomposition eines Mitglieds. „Kleiner grauer Falter“ hieß das Stück von Oliver Gies. Zu Recht belohnte das Publikum die jungen Sängerinnen und Sänger mit lang anhaltendem Applaus.

Der gemischte Chor der Harmonie Zellhausen, die „Harmonizers“, entführte das Publikum in die Ferne mit dem Stück „A Heart in New York“ von Banny Gallagher und Graham Hamilton Lyle. Ein weiterer Chor aus Seligenstadt waren die „Blue House Singers“, die ebenfalls zwischen Klassik und Moderne wechselten. Zum musikalischen Abschluss kam der „Gesangsverein Frohsinn “ aus Offenbach-Bieber unter der Leitung von Andrea Hermes-Neumann. Das Chorfestival war wieder ein musikalische Bereicherung des Kultursommers, zu der diesmal wegen der Hitze weniger Besucher als im Vorjahr gekommen waren.

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