SPD-Politiker Carsten Müller

Wahlkampfbeginn in Heusenstamm: SPD kritisiert Umgang mit der AfD

Der Kreisbeigeordnete Carsten Müller (ganz links) war der Hauptredner beim Heringsessen der SPD, zu dem auch Vereinsvertreter geladen waren. Zu den Gästen zählte auch die Landtagsabgeordnete Ulrike Alex. 
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Der Kreisbeigeordnete Carsten Müller (ganz links) war der Hauptredner beim Heringsessen der SPD, zu dem auch Vereinsvertreter geladen waren. Zu den Gästen zählte auch die Landtagsabgeordnete Ulrike Alex. 

Ein Jahr vor der nächsten Kommunalwahl und etwa eineinhalb Jahre vor der nächsten Bürgermeisterwahl haben Heusenstamms Sozialdemokraten mit dem Wahlkampf begonnen. 

Heusenstamm – Er hoffe, dass die SPD mit der nächsten Wahl dem „Spuk“ mit der AfD in Heusenstamm ein Ende machen könne und es wieder zu Mehrheiten im Stadtparlament kommt, die ohne diese Partei möglich sind, sagte der Kreisbeigeordnete Carsten Müller. Anlass war das alljährliche Heringsessen, zu dem auch Vereinsvertreter geladen waren.

Müller hatte zuvor von den Morden in Hanau gesprochen und der Saat des Rassismus, die dabei aufgegangen sei – gelegt auch von Leuten aus der AfD, die anderen immer wieder Angst machten vor bestimmten Menschengruppen. Da mache es ihn „sauer“, wenn er sehe, wie von CDU und FDP in Heusenstamm jene drei AfD-Stimmen genutzt würden, um Mehrheiten zu erhalten: „Das wird hemmungslos gemacht, ohne darüber nachzudenken.“

Die Schlossstadt sei im Wandel, etwas größer geworden und in so manchem Wohngebiet vollziehe sich ein Generationswechsel. Deshalb werde eine vierte Grundschule gebraucht, für die der Kreis jetzt auch eine zweistellige Millionensumme bereitgestellt habe. Als Standort stehe das Grundstück hinter der Polizeistation am Frankfurter Weg nun fest.

Diskutiert werde im Kreis aktuell, wie es mit dem sogenannten Hopper weitergehen soll. Der erste Test der Kreisverkehrsgesellschaft mit den sieben Elektrotaxen in Seligenstadt und Umgebung sei gut gelaufen. „Aber die Kosten für drei Städte liegen bei 1,2 Millionen Euro im Jahr.“ Für die nächste Phase des Versuchs, die in Heusenstamm, Obertshausen und Mühlheim laufen soll, sei im Etat des Kreises kein Geld eingeplant. Müller: „Aber wer bezahlt den Hopper?“ Sollte der Kreis die Kosten übernehmen, werde die Kreisumlage, die die Kommunen an die übergeordnete Verwaltung bezahlen müssen, steigen.

Kritik äußerte Carsten Müller an der Entscheidung im Heusenstammer Stadtparlament, die eingeplante Anhebung der Stellen in der Verwaltung nicht übernommen zu haben. Wie berichtet, hatten CDU und FDP die Zahl zusätzlicher Mitarbeiter wieder verringert. „Ich glaube, da hat man weder den Bürgern noch sich selbst einen Gefallen getan.“ Zusätzliche Aufgaben machten mehr Personal notwendig, der Kreis etwa habe seinen Plan um etwa 40 Stellen erhöht.

Zu Beginn der Veranstaltung im Lokal „Kost-Bar“ im Schloss hatte der Heusenstammer SPD-Vorsitzende Karsten Sigl die Gäste begrüßt. Unter anderem erwähnte er die Initiative der Naturengel, die „etwas losgetreten haben, was seinesgleichen sucht“. Ziel seiner Partei sei es, Heusenstamm lebenswert zu erhalten durch engagierten Klimaschutz, gute Umweltpolitik und den Umbau zur Barrierefreiheit. Und wenn alles gut gehe, habe man bis Ende 2020 bis zu 200 Kitaplätze mehr in der Stadt.

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