Junger Vorstand

Stabwechsel im Blasorchester

Wechsel nach 18 Jahren: Gundi Wilz (Mitte) hat jetzt die Abteilungsleitung fürs TSV Blasorchester an Marko Kaufmann und Jule Prokasky abgegeben.
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Wechsel nach 18 Jahren: Gundi Wilz (Mitte) hat jetzt die Abteilungsleitung fürs TSV Blasorchester an Marko Kaufmann und Jule Prokasky abgegeben.

18 Jahre lang war Gundi Wilz Leiterin der Abteilung Blasorchester in der TSV Heusenstamm. Jetzt hat sie dieses Amt abgegeben an Marko Kaufmann und Jule Prokasky. Ihre Aufgabe im Gesamtvorstand des Vereins will sie indes weiter ausfüllen.

Heusenstamm – Gleich zwei Mitglieder übernehmen, was Gundi Wilz so viele Jahre geleistet hat. Einer von beiden wird das Orchester eher nach außen vertreten, die andere eher nach innen. „Der Verein steht gut da, vor allem haben wir eine tolle Jugendarbeit, die es uns jetzt auch ermöglicht hat, einen so jungen Vorstand zu wählen“, sagt Marko Kaufmann, der neue Abteilungsleiter. Er zählt mit seinen 37 Jahren eher zu den älteren Mitgliedern im neuen Vorstand. „Wir wollen alles so weiterführen“, versichert er, wobei Jule Prokasky, jetzt Stellvertreterin von Kaufmann, gleich ergänzt, „aber wir sprudeln auch vor Ideen, die wir umsetzen möchten“. Eine gute Mischung soll es werden aus dem Traditionellen und Besonderheiten, mit denen sie ihr Publikum überraschen wollen.

Als Achtjährige hatte Gundi Wilz mit ihrer Querflöte im heutigen Blasorchester angefangen. Mit der Spielmannszugpfeife, der Klarinette und dem Tenor-Saxophon ging es über die Jahre weiter. Heute spielt sie wieder die Querflöte. Im Jahr 2000 wurde sie zum ersten Mal in den Vorstand gewählt, zwei Jahre später zur Abteilungsleiterin.

Das sei damals eine gute Clique gewesen im Vorstand. „Das war eine richtige Aufbruchstimmung“, erinnert sich Gundi Wilz. Mit Thomas Uhl als Dirigent habe es viele neue Ideen gegeben. So habe dieser die erste Bläserklasse ins Leben gerufen, in der Kinder und Jugendliche ans Spiel in einem Orchester herangeführt werden – ein noch immer erfolgreiches Konzept, mit dem die Abteilung kontinuierlich Nachwuchs gewinnt.

Ein gutes Beispiel für die positiven Effekte der Bläserklassen sei Jule Prokasky, die 2002 mit der ersten angefangen hat. Sie gehörte in den vergangenen vier Jahren schon als Jugendleiterin dem Vorstand an, nun übernimmt sie mit dem stellvertretenden Vorsitz weitere Verantwortung. Insgesamt sieben Mitglieder des Orchesters haben in jener Bläserklasse angefangen. Und vier von ihnen haben Vorstandsaufgaben.

Thomas Uhl habe damit damals den Grundstock gelegt für jene ausgesprochen erfolgreiche Jugendarbeit, betont Gundi Wilz. Auch für andere Veränderungen habe er die Musiker begeistern können, die Art der Konzerte zum Beispiel nach und nach verändert, Themenkonzerte eingeführt, die Ansagen jungen Menschen überlassen, aufgelockerter gestaltet.

Die nächste größere Veränderung für das Blasorchester folgte dann 2012, als Sebastian Abel, früher Früchel, das Dirigat übernahm. 23 Jahre alt war dieser damals. „Der Sebastian ist auch ein Eigengewächs“, sagt Gundi Wilz. Und er habe selbst gesagt, er möchte diese Verantwortung übernehmen. Bis dahin hatte er bereits Bläserklassen und das Jugendorchester der TSV geleitet.

Sie sei schon stolz, wie gut sich die Abteilung entwickelt habe, meint Gundi Wilz. Aber das sei sie nicht allein gewesen: „Es ist das Verdienst aller, die im Vorstand und darüber hinaus an einem Strang gezogen haben.“ Ein großer Teil von ihr und ihrem Herzen hänge an dem Verein. Sie habe sich immer akzeptiert gefühlt – „auch wenn ich mal eher unbequeme Ansagen machen musste“. So sehr viel mehr freie Zeit als bisher bleibe ihr sicher nicht, schätzt die ehemalige Vorsitzende. Doch diese werde sie sicher mit der Familie verbringen, „und wer weiß, was mir so einfällt“.

Mit Marko Kaufmann und Jule Prokasky sind weitere Mitglieder des Vorstands Matthias Hittel als Kassierer, Dominik Blümmel als stellvertretender Kassierer, Benedikt Schroth als Schriftführer, Benedikt Lippert als Jugendleiter mit der Maurizia Cirigliano als Stellvertreterin sowie die Beisitzer Björn Uhl, Thomas Löffler, Alexander Resch, Jana Krostewitz und Nico Müller.

Zu erleben ist das TSV Blasorchester wieder am Palmsonntag, 5. April, um 15 Uhr in der Kirche Maria Himmelskron an der Marienstraße mit einem Konzert zu diesem Tag. Und natürlich spielen die Musikerinnen und Musiker auch wieder zur Erstkommunion an den Sonntagen, 19. April und 26. April. Das große Jugendkonzert steht am Sonntag, 7. Juni, auf dem Plan. Und am Freitag, 3. Juli, spielt das Orchester zum Kultursommer am Bannturm.

VON CLAUDIA BECHTHOLD

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