Wegen Firmenausfahrt

Goldberg-Stopp nach Osten verlegen: Anderer Standort für Bushaltestelle vorgeschlagen

Die Bushaltestelle „Am Goldberg“ (mittlerer Pfeil, verdeckt vom Baum) soll nach Westen verlegt werden (Pfeil rechts). Frank Amerschläger schlägt vor, den Stopp nach Osten (linker Pfeil) zu verschieben.
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Die Bushaltestelle „Am Goldberg“ (mittlerer Pfeil, verdeckt vom Baum) soll nach Westen verlegt werden (Pfeil rechts). Frank Amerschläger schlägt vor, den Stopp nach Osten (linker Pfeil) zu verschieben.

In Heusenstamm regt Frank Amerschläger die Verlegung einer Bushaltestelle an. Es geht um den Stopp „Am Goldberg“ an der Frankfurter Straße.

Heusenstamm – Amerschläger befürchtet, wie bereits jetzt, „unnötige Begegnungen“ zwischen Fußgängern und Lastwagen, da die Haltestelle an der Ausfahrt eines Firmengeländes liegt. Hintergrund ist der Umbau aller Bushaltestellen des Öffentlichen Personennahverkehrs im Stadtgebiet. Diese müssen laut Gesetz bis zum Ende des Jahres 2021 barrierefrei sein. Dazu werden auch in der Schlossstadt schon seit geraumer Zeit die Stopps entsprechend umgebaut. Allein in diesem Jahr sollen sechs Haltestellen entsprechend umgestaltet werden. Wie berichtet, betrifft dies neben dem Stopp am Goldberg auch die Haltestellen Berliner Straße, Kantstraße, Feldbergstraße, Levi-Strauss-Allee und Hainhäuser Straße in Rembrücken. Zudem wird an der Rembrücker Straße in Höhe der Ostendstraße eine neue Haltestelle gebaut, da jene an der Auwerastraße wegfallen wird. Rund 70 Prozent der geplanten Gesamtkosten in Höhe von 1,6 Millionen Euro übernimmt das Land Hessen.

Die Haltestelle „Am Goldberg“ in Fahrtrichtung Obertshausen müsse um etwa 40 Meter in Richtung Feuerwehrkreisel verlegt werden, hatte die Stadtverwaltung Frank Amerschläger mitgeteilt. Grund sind demnach die „baulichen Anforderungen“, die mit dem Umbau zur Barrierefreiheit zu tun haben. Die dazu notwendigen hohen Busbordsteine müssten auf einer Länge von 18 Metern eingebaut werden, heißt es im Schreiben. Da Grundstückszufahrten dies an der bisherigen Stelle nicht zuließen, müsse der Stopp verschoben werden.

Amerschläger indes schlägt vor, die Haltestelle weiter nach Osten hinter die Einmündung der Balthasar-Neumann-Straße zu verlegen. Dort sei der Stopp auch früher schon gewesen, aber verändert worden, weil die Buslinie OF-30 dazu kam, die nach rechts ins Ostend einbiegt und dann in Richtung Rembrücken weiterfährt. Doch genau dieser kleine Umweg werde künftig wegfallen, weiß der Heusenstammer. Daher könne die Haltestelle wieder zurück an die frühere Position. Dies sei sicherer und Platz für ein Wartehäuschen sei dort ebenfalls vorhanden. An der Einfahrt zu dem Firmengrundstück, die von Schwerlastwagen genutzt werde, sei es auch schon früher zu Unfällen gekommen, unter anderem mit einem Bus.

Für Volker Hake, Fachdienstleiter Tiefbau bei der Stadt Heusenstamm, hat die Sicherheit der Fußgänger Vorrang. Und diese sei nicht gewährleistet, wenn die Haltestelle nach Osten verschoben würde. Der Fußgängerüberweg sei weiter westlich gelegen und es sei daher zu befürchten, dass viele Fahrgäste die Frankfurter Straße dann ohne die Sicherung durch den Zebrastreifen auf dem kürzeren Weg überqueren könnten. Zudem bestehe dann die Befürchtung, dass die Fördermittel aus Sicherheitserwägungen nicht bezahlt würden. An der neuen Stelle sei auch genügend Platz für das Wartehäuschen.

Frank Amerschläger hat sich mit seinem Anliegen an die Fraktionen im Stadtparlament gewandt. Geantwortet haben bislang nur die Grünen, die zusagen, das Thema an ihr Magistratsmitglied Helmut Krause weiterzugeben, der es ansprechen wolle.

Von Claudia Bechthold

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